Tobias Cordes sorgt mit zwei Last-Minute-Toren für sechs Zähler – dabei war er fast weg

Bassums Punktelieferant

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Für Bassums Trainer Andreas Merdon ist Tobias Cordes ein Führungsspieler, für Teammanager Jürgen Schäfer ist der 24-Jährige die Schnittstelle zwischen Defensive und Offensive.

Bassum - Zwei Szenen, sechs Punkte für den Bezirksligisten TSV Bassum. Marklohe, 23. August, 16.42 Uhr: Drei Minuten vor Spielende zündet der Joker: Tobias Cordes kommt nach einem Einwurf im Sechzehner an den Ball, lässt noch einen Markloher ins Leere laufen und drischt die Kugel zum 2:1-Sieg ins Netz. Bassum, 30. August, 16.46 Uhr: Nach einer Flanke von Göksan Vurgun schraubt sich Cordes hoch, drückt den Ball per Kopfball-Aufsetzer rein – das 3:2 gegen den Landesberger SV.

Zwei Last-Minute-Treffer, die für Bassums Trainer Andreas Merdon kein Zufall sind: „Tobias ist immer willens, willens, willens. Er steckt nie auf. Genau das beweisen diese beiden Tore.“ TSV-Teammanager Jürgen Schäfer führt aus: „Tobias hat einfach diese gewisse Power in solchen Momenten.“

Beim 24-Jährigen hat‘s Zoom gemacht. Kam Cordes in der vergangenen Saison nur auf vier Treffer, liegt er jetzt schon bei drei Toren. Damit ist er die TSV-Lebensversicherung. Eine, die schon fast weg war. Anfang Juni war er auf dem Sprung zum TSV Melchiorshausen.

Cordes gibt zu, dass er sich Gedanken gemacht hat: „Bei mir lief ja in der letzten Saison nicht viel. Ich war nicht richtig fit, auch zu selten da. Doch letztlich bin ich hier geblieben, weil wir ein junges Team haben, das richtig Potenzial hat“, erklärt der Bankkaufmann.

Genau mit diesen Argumenten hat ihn auch Merdon gelockt: „Ich glaube, dass wir ihm auch eine Perspektive bieten konnten. Wir haben ein junges Team, in dem er gesetzt und als Führungsspieler gefragt ist“, sagt der Trainer, der von Cordes‘ Fähigkeiten angetan ist: „Er ist technisch versiert, kann mit beiden Füßen etwas anfangen, und auch sein Kopfballspiel ist stark.“ Für Teammanager Schäfer ist Cordes der Denker und Lenker im Mittelfeld: „Wenn er fit ist, ist es ein Führungsspieler, den sich jeder wünscht. Tobias ist unsere Schnittstelle zwischen Abwehr und Offensive, er kann seine Mitspieler super in Szene setzen.“

Schäfer hat die Einschränkung „Wenn“ wohl bewusst gewählt. Denn mit der Fitness ist es so eine Sache bei Cordes – das weiß er selbst: „Da muss noch mehr bei mir gehen.“ Aus der Schwäche konnte er gegen Landesbergen jedoch einen Nutzen ziehen. „Da war ich am Ende fix und fertig. Vielleicht ganz gut“, sagt der 1,87 Meter große Cordes grinsend: „Ich konnte nicht mehr jeden Weg nach hinten mitmachen. Deshalb stand ich dann auch beim Kopfball richtig.“

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