Zweisatzsieg beim 11. Barnstorfer „Barku-Cup“ gegen Berliner Höppner / „Dieses Finale viel besser als im Vorjahr“

Titelverteidiger Pille schlägt den „Show-Man“

Einen größeren Pokal hat „Barku-Cup“-Sieger Michael Pille (Zweiter von rechts) wohl kaum in der Vitrine stehen. Der Bad Essener setzte sich in zwei Sätzen gegen Daniel Höppner (Zweiter von links) durch. Flankiert werden die Finalisten von Sponsor-Vertreter Wolfgang Czerny (links) und Turnierleiter Marco Schlicker (rechts). Fotos (2): Töbelmann

Kreis-Diepholz - Von Gerd TöbelmannBARNSTORF · Mit dem wohl besten Finale überhaupt ging gestern in Barnstorf das 11. Tennis-Turnier um den „Barku-Cup“ zu Ende. Wie im Vorjahr konnte dabei Michael Pille den riesigen Siegerpokal samt 600 Euro Preisgeld in Empfang nehmen.

Im Endspiel setzte sich der 25-Jährige vom Nordligisten TC Bad Essen vor knapp 100 Zuschauern nach gut 90 Minuten mit 6:4 und 6:4 gegen Daniel Höppner vom Ostligisten Die Känguruhs Berlin durch. Platz drei ging an den erst 16-jährigen Bastian Wagner (Blau-Weiß Berlin).

Marco Schlicker, Turnierleiter des gastgebenden TC GW Barnstorf, zeigte sich vom Turnierverlauf begeistert: „Ein derart gutes Feld hatten wir hier noch nie im Hunteholz am Start. Allein elf der 32 Spieler sind in der deutschen Rangliste unter den besten 500 platziert. Und im nächsten Jahr könnte es noch besser werden, denn der Turniersponsor hat ein noch höheres Preisgeld in Aussicht gestellt.“ Die Barnstorfer hatten zudem Petrus auf ihrer Seite, denn im Gegensatz zu den Vorjahren konnten alle Spiele auf der roten Asche stattfinden – die Halle blieb unbenutzt.

Mit Pille und Höppner erreichten die beiden topgesetzten Spieler jeweils ohne Satzverlust das Finale. Der Bad Essener war dabei leicht favorisiert, rangiert er als 57. der deutschen Rangliste doch 49 Plätze vor seinem zwei Jahre älteren Finalgegner. Im direkten Vergleich jedoch (beide kennen sich von diversen Turnierspielen) stand es vor dem Barnstorfer Finale 2:2.

Pille, der auch schon für den Bundesligisten Sparta Nordhorn aufgeschlagen hat, fand zunächst schwer ins Match, kassierte gleich im ersten Spiel ein Break. Doch nach und nach kam der Titelverteidiger besser ins Spiel, brachte seine harte Vorhand immer öfter ins Ziel und beeindruckte Höppner zudem mit einigen Gewinnschlägen aus akuter Bedrängnis heraus.

Der exzentrische Berliner, nie um einen coolen Spruch verlegen, wollten mit einem Mix aus Grundlinienspiel, Stopps und überraschenden Netzangriffen zum Erfolg kommen. „Das hat aber alles nicht so gut funktioniert. Zudem habe ich etliche Doppelfehler zu viel gemacht“, bilanzierte Höppner nach der Partie. Mit seinem zweiten Break holte sich Pille schließlich den ersten Durchgang mit 6:4.

Im zweiten Satz ließ Höppner, vielleicht auch den schwindenden Kräften geschuldet, den „Show-Man“ heraushängen. „Ich kann nicht mehr“ oder „verschenkt, verschenkt“ waren nur zwei von etlichen Sprüchen der Nummer eins des Berliner Ostligisten. Pille führte schon mit 5:3, kasssierte jedoch umgehend ein Break zum 5:4. Sollte das Match kippen? Nein. Der Bad Essener nahm seinem Gegner erneut den Aufschlag ab und holte sich mit dem 6:4 Satz und Sieg. „Dieses Finale war qualitativ viel besser als im Vorjahr. Ich bin froh, dass ich in zwei Sätzen durchgekommen bin“, strahlte Pille nach der hochklassigen Partie.

Die Teilnehmer aus dem Kreis Diepholz haderten mit der schweren Auslosung. Für Florian Hartje, Florian Dill (beide Barrier TC), Alexander Just und Jan Strauß (beide TC Bassum) kam das Aus bereits in Runde eins.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Meistgelesene Artikel

Silbersee-Triathlon in abgespeckter Form

Silbersee-Triathlon in abgespeckter Form

Silbersee-Triathlon in abgespeckter Form
„Deniz hat es allen gezeigt“

„Deniz hat es allen gezeigt“

„Deniz hat es allen gezeigt“
Temin trifft zur Wende im ersten Test

Temin trifft zur Wende im ersten Test

Temin trifft zur Wende im ersten Test
Sykes Formation tanzt vorneweg

Sykes Formation tanzt vorneweg

Sykes Formation tanzt vorneweg

Kommentare