Titel knapp verpasst / „Richtig gute Saison“

TuS Syke feiert die Vizemeisterschaft

Syke - Die hellseherischen Fähigkeiten von Sykes Wasserball-Coach Jochen Zwarg können sich wirklich sehen: Bereits vor dem Saisonfinish in der Bezirksoberliga hatte der TuS-Spielertrainer geunkt, dass es „wohl nicht zum Titel langen wird. Am Ende dürften wir auf Rang zwei oder drei landen.“ Der Mann hat Ahnung. Knapp mit 6:8 (2:3) scheiterte Syke im Gipfeltreffen bei Klassenprimus Waspo Hannover IV und beschloss die Spielzeit durch ein kampfloses 10:0 gegen Hameln sowie ein 10:6 (5:1) gegen die Spvg. Laatzen III auf Rang zwei.

Waspo Hannover IV - TuS Syke 8:6 (3:2): „Da war mehr drin, mindestens ein Unentschieden hätten wir ohne Probleme holen können“, seufzte TuS-Coach Zwarg nach dem endgültigen Knockout im Titelrennen. In der Tat schnupperten die Gäste lange Zeit am ganz großen Coup. Doch wie einem Hund wurde ihnen die vor die Nase gehaltene Wurst immer wieder in letzter Sekunde weggezogen. Denn: Obwohl Waspo von Beginn an in Front lag, ließ sich das Kreisteam zu keiner Zeit entmutigen und kämpfte sich wieder heran. Nur der psychologisch so wichtige Ausgleich wollte zu keiner Zeit fallen. Angeführt von einem glänzend aufgelegten Henning Lienhop rückte Syke den Hannoveranern ständig bis auf ein Tor auf die Pelle, um dann doch wieder einen Treffer zu kassieren. So auch im Schlussviertel: Syke erzwang das 6:7, drängte auf den Ausgleich – schluckte dann aber das vorentscheidende 6:8. Dabei blieb es.

Syke: C. Breckner - Landsberg, Keuling, Menking, Frömberg (2), Straßheim, Eickhoff (1), Lienhop (3).

TuS Syke - Spvg. Laatzen III 10:6 (5:1): Der Titel war zwar futsch, doch die Vizemeisterschaft wollte sich Syke um keinen Preis nehmen lassen. Entsprechend engagiert ging der TuS von Beginn zu Werke. Bereits zur Halbzeit lagen die Gastgeber souverän mit 5:1 vorne und bauten ihren Vorsprung in der Folgezeit kontinuierlich aus. Dank eines überragenden Centers Lukas Frömberg, der alleine fünfmal ins Schwarze traf, führte Syke vor dem Schlussviertel uneinholbar mit 9:2. Der zum zweiten Platz nötige Sieg war somit in der Tasche. Am Ende betrieb Laatzen zwar noch etwas Ergebniskosmetik, aber auch der 10:6-Saisonabschluss stellte Zwarg mehr als zufrieden: „Klar wäre die Meisterschaft möglich gewesen, aber insgesamt hat unsere junge Mannschaft eine richtig gute Saison abgeliefert. Respekt.“

Syke: C. Breckner - Landsberg (2), Menking, Straßheim (1), Eickhoff (2), Lienhop, Frömberg (5).

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