1. Tischtennis-Bezirksklasse: Barrien zieht mit Damaschun Ass an Land / Reddehase wechselt zum TuS Sulingen / SV Kirchweyhe II droht Abstieg

Ausgeglichener Kader spricht für sich: Bassum Titelanwärter

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Schlägt in der Saison 2014/2015 für den TSV Barrien auf: Der Ex-Kirchweyher Patrick Damaschun.

Kreis-Diepholz - Von Carsten Drösemeyer. BassumKreis-Diepholz - Von Carsten Drösemeyer. Selten präsentierte sich die 1. Tischtennis-Bezirksklasse der Herren derart ausgeglichen wie in der kommenden Spielzeit. Kaum ein Team fällt komplett ab, und auch eine Übermannschaft ist auf den ersten Blick nicht zu erkennen. Bis zum Schluss dürfte es ein Hauen und Stechen um die Aufstiegs- und Abstiegsplätze geben. Die einzelnen Teams im Überblick:

TSV Bassum: Auch wenn die Bassumer nicht als alleiniger Topfavorit an den Start gehen, am Ende könnte sich der TSV den Titel schnappen. Der Grund hierfür liegt auf der Hand: Die Lindenstädter verfügen schlichtweg über den ausgeglichensten Kader. Sämtliche Paarkreuze sind überdurchschnittlich besetzt, so dass selbst das „Sabbatjahr“ von Leistungsträger Gunnar Wendt kaum ins Gewicht fällt. Für „Gunthar“ konnte in Stephan Sprick vom TSV Heiligenrode III ein mit allen Wassern gewaschener Defensivspezialist losgeeist werden, der in die Fußstapfen von Wendt treten sollte. Einzig der SV Aue Liebenau scheint Bassum gefährlich werden zu können. Mit etwas Glück grüßt der TSV nach zweijähriger Abstinenz bald wieder als Bezirksligist.

TSV Barrien: Vom Abstiegskandidaten zum Aufstiegsaspiranten? Ganz so weit würde der letztjährige Tabellenachte zwar nicht gehen, doch im oberen Drittel sollte Barrien landen können. Schließlich gelang dem TSV mit der Verpflichtung des Ex-Kirchweyhers Patrick Damaschun ein regelrechter Coup. Der Bezirksoberliga-erfahrene Damaschun zählt zum Besten, was die 1. Bezirksklasse zu bieten hat und erhöht die Qualität im Team beträchtlich. Mit ihm als Zugpferd kann Barrien vielleicht sogar die Titelfavoriten aus Bassum und Liebenau ärgern, mehr aber wohl auch nicht. Ein Aufstieg erscheint unrealistisch.

TuS Sulingen: Der Aufsteiger verfügt zweifellos über das Potenzial, zum Hecht im Karpfenteich zu avancieren. Denn: Ohnehin mit Topspieler René Klose im oberen Paarkreuz schon erstklassig ausgestattet, verpflichteten die Sulestädter im Ur-Lemförder Lars Reddehase noch einen weiteren Hochkaräter. Da auch Michael Klossek sowie Marcel Twedorf an den Positionen drei und vier ihr Handwerk verstehen, sollte der TuS bis zum Schluss vorne mitmischen können. Zum ganz großen Wurf dürfte es allerdings nicht langen. Dafür scheint das untere Paarkreuz dann doch etwas zu schwach auf der Brust zu sein. Gerade Routinier Ralph Burmeister muss seine Tauglichkeit für die 1. Bezirksklasse erst noch unter Beweis stellen.

TuS Varrel: Keine Frage, in Bestbesetzung können die Varreler Oldies an einem guten Tag jede Mannschaft schlagen. Dumm nur, dass der TuS selten eine gesamte Saison lang ohne Ersatzspieler auskommt. So dürfte schlussendlich trotz aller Abgezocktheit und der individuellen Klasse von Spitzenspieler Klaus Lembcke wieder „nur“ ein solider Mittelfeldplatz herausspringen.

TuS Barenburg: Genau dort möchten sich ebenfalls die Barenburger platzieren, was ihnen auch gelingen sollte. Mit Ausnahmespieler Heiner Denker an Position eins sowie der „Punktebank“ Ulrich Hoier im mittleren Paarkreuz dürfte der TuS nicht ernsthaft in Abstiegsgefahr geraten. Obwohl der Verlust von Youngster Michael Stumpe (Wechsel zum SC Westfalia Kinderhaus) durchaus schmerzt. Vielleicht kann für ihn aber Simon Kemmann in die Bresche springen, der vom TSV Varrel aus der 2. Bezirksklasse nach Barenburg wechselte.

SC Twistringen II: Spätestens bei der Twistringer Reserve beginnt die gefährdete Region. Insbesondere der Aufstieg des bärenstarken Youngsters Marvin Kramer ins Bezirksoberliga-Team schmerzt beträchtlich. Zudem wurde mit Hendrik Wiese ein weiteres Nachwuchstalent in die Erste hochgezogen, und das routinierte Duo Ingo Perdun/Peter Schwarze zog sich aus freien Stücken in die Vierte zurück. Ob dieser Aderlass aufgefangen werden kann? Wahrscheinlich ja. Dank einer immensen Heimstärke sowie der langjährigen Bezirksoberliga-Erfahrung von „Berni“ Siemers und Maik Beermann schafft Twistringen knapp den Sprung ans rettende Ufer.

TSV Martfeld: Noch enger dürfte es für den Aufsteiger aus Martfeld werden. Klar, in Rüdiger Maatz kehrte nach einjährigem Gastspiel bei der SV Kirchweyhe ein Topmann zurück, doch für eine sorgenfreie Saison bleiben einfach zu viele Fragezeichen. Wie gut sind die Routiniers Torsten Ameis und Stefan Knirsch noch in Schuss? Steht Knirsch überhaupt regelmäßig zur Verfügung? Und punktet Sven Renken an Position sechs ähnlich zuverlässig wie eine Etage tiefer? Fragen über Fragen. Am Ende gibt es für Martfeld jedoch ein Happyend. Wenn auch über den Umweg der Relegation.

TSV Heiligenrode III: Auf Heiligenrodes Dritte wartet nicht unbedingt eine vergnügungssteuerpflichtige Spielzeit. In Werner Schubert (verstärkt die Bezirksoberliga-Reserve), Stephan Sprick (Wechsel zum Ligakonkurrenten TSV Bassum) und Reiner Segelken (freiwilliger Rückzug in die Vierte) stehen dem TSV gleich drei absolute Leistungsträger künftig nicht mehr zur Verfügung. Derart geschwächt käme der Klassenerhalt geradezu einer Sensation gleich. Zumal Heiligenrode die Verluste nicht ansatzweise kompensieren konnte. Für das Trio Marcus Neumann/Wolfgang Pelka/Jens Weber dürfte die Luft eine Klasse höher wesentlich dünner werden. Zu dünn für ein weiteres Jahr in der 1. Bezirksklasse.

SV Kirchweyhe II: Gleich zweimal hätte die Kirchweyher Reserve in den vergangenen beiden Jahren als Tabellenneunter eigentlich die 1. Bezirksklasse verlassen müssen. Doch beide Male profitierte Kirchweyhe von Rückzügen höherklassiger Mannschaften und rettete sich so als Nachrücker vor dem Abstieg in die Niederungen der 2. Bezirksklasse. Und diese Saison? Ohne Eckhard Garlich sowie Christian Timmermann (kehrten ins Bezirksligateam zurück) besteht keine realistische Chance auf den Klassenerhalt. Dreimal ist bekanntlich nicht Kirchweyher, sondern Bremer Recht. Diesmal erwischt es die SVK. Für Spitzenspieler André Duddeck und Co. geht es im Prinzip nur darum, wenigstens vor dem TV Jahn Rehburg im Ziel einzulaufen.

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