Timo Hiller ist in seinem ersten Pflichtspiel für den Bezirksligisten direkt an vier Toren beteiligt / Der Neuzugang stapelt aber erstmal tief

Raketenstart im Trikot der Twistringer „Blaumeisen“

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Julian Fuhrmann herzt Timo Hiller (r.). Auch Rene Wolter (l.) und Marco Kappermann gratulieren dem 23-Jährigen zu seinem starken Pflichtspiel-Debüt im Twistringer Trikot.

Kreis-Diepholz - Von Daniel Wiechert. TwistringenKreis-Diepholz - Von Daniel Wiechert. Oliver Schröder gab Timo Hiller das Leckerli, worauf dieser nur gewartet hatte. Twistringens Innenverteidiger schlug die Kugel über 40 Meter auf die linke Außenbahn – ein gefundenes Fressen für Hiller: Der 23-Jährige zündete den Turbo, nahm den Ball filigran im Vollsprint mit, ließ seinen Gegenspieler stehen, bevor er von der Grundlinie quer zu Marco Kappermann legte. Nach diesem ersten Tor beim Twistringer 4:1-Bezirkspokalerfolg gegen den TV Stuhr klappte bei Hiller alles. Der Neuzugang vom TSV Drentwede (1. Kreisklasse) erzielte in seinem ersten Pflichtspiel für die „Blaumeisen“ einen Doppelpack und servierte zweimal mundgerecht für Kappermann. „So etwas hatte ich wirklich nicht erwartet“, gab Hiller zu: „Es war ja mein erstes Spiel gegen eine Bezirksliga-Mannschaft. Aber nach der ersten Szene lief es einfach.“

Es hätte wohl niemand damit gerechnet, dass sich Hiller so schnell akklimatisieren würde. Auch wenn SCT-Trainer Stefan Müller bereits nach wenigen Trainingseinheiten durchblicken ließ, dass der 23-Jährige gute Aussichten auf einen Stammplatz habe. Denn Müller ist angetan von seinem Neuzugang: „Er ist extrem dribbelstark, selbst im höchsten Tempo verliert er nicht seine Ballsicherheit.“ Persönlich hatte Müller den Offensivspieler zuvor nicht gesehen, ihm sei aber einiges zu Ohren gekommen. Nichts Gutes. „Einige, die ihn kennen, sagten, dass er ein sehr schwieriger Spieler sei, der verbal gerne mal austeilt“, verrät der SCT-Coach. Doch bisher könne davon keine Rede sein. „Bisher ist das komplette Gegenteil der Fall“, so Müller: „Timo hängt sich in jedes Training voll hinein, gibt Gas. Er nimmt auch alles auf, was ich sage, ist enorm lernwillig.“ Auch die Gefahr, dass der 23-Jährige nun der erste Höhenflug zu Kopf steigen könnte, sieht der Coach nicht. „Ich habe ihm nach der Partie gratuliert, er hat brav ‚Danke‘ gesagt“, sagt Müller mit einem Lachen.

Tatsächlich bleibt Hiller trotz des starken Twistringer Spiels gegen Stuhr zurückhaltend. „Wir sollten erst einmal nur daran denken, genügend Punkte für den Klassenerhalt zu sammeln“, fordert der Fan des VfL Osnabrück im besten Fußballersprech. Auch persönliche Ziele, etwa in Form einer Toremarke, möchte er sich nicht setzen. „Für mich ist hier noch alles neu und ungewohnt. In Drentwede haben wir eigentlich nur Langholz gespielt, jetzt geht‘s auch darum, zu kombinieren und viele Wege nach hinten zu machen“, sagt Hiller, der im Team mit seinem Bruder Niklas jemand hat, der ihm die Eingewöhnung erleichtert hatte. „Aber nicht nur Niki hat mir geholfen. Das ganze Team hat es mir von Anfang an sehr einfach gemacht“, betont Hiller, der nie zweifelte, ob der doppelte Ligasprung zu viel des Guten hätte sein können. „Ich gehe einfach drauf, mache weiter mein Ding.“

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