Neuer Trainer des TuS Sulingen II

Bösches „Telefonitis“ von Erfolg gekrönt

Tim Bösche
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Da  glühten  die  Drähte: Tim Bösche, neuer Trainer des TuS Sulingen II, hatte reichlich zu tun, den Kader für die nun beginnende Saison zusammenzustellen.

Hinter Tim Bösche liegt bereits vor dem richtigen Start in die Saison viel Arbeit. Doch der neue Trainer des TuS Sulingen II biss sich hinein und hat nun eine schlagkräftige Truppe zusammen – der er den Klassenerhalt in der Bezirksliga absolut zutraut.

Sulingen – Nein, eine zweite Mannschaft zu trainieren, ist nicht immer ein Zuckerschlecken. Oft müssen Spieler an die Erste abgegeben werden, sodass der ohnehin meist kleine Kader noch überschaubarer wird. Oder „abkommandierte“ Akteure aus der Ersten kicken zwar mit, empfinden ihre „Degradierung“ aber als Beleidigung und lassen den letzten Biss vermissen.

Tim Bösche weiß dies alles natürlich nur zu genau. Schließlich stand der neue Trainer des Fußball-Bezirksligisten TuS Sulingen II lange Zeit im Kasten der Sulestädter. Auch in der Ersten, aber für die Zweite hielt der 34-Jährige ebenfalls schon die Knochen hin. Bösche kennt also die Nöte und Zwänge eines Reserveteams.

Bösche erinnert sich an die guten Zeiten als Spieler

Trotzdem hätte er gerade zu Beginn seiner Tätigkeit nicht „mit so einem Arbeitsaufwand gerechnet. Es war die Hölle. Gefühlt musste ich anfangs jeden Tag hundert Telefonate führen, um einen vernünftigen Kader zusammenzubekommen.“ Aber der Ex-Keeper bewies Stehvermögen, biss sich in die neue Aufgabe hinein, zog sieben Neuzugänge an Land und kommt so immerhin auf einen Stamm von 19 Spielern.

Okay, richtig üppig hört sich das immer noch nicht an. Warum also übernimmt man eine Aufgabe, an der sich selbst Herkules schwer verheben könnte? Nur zur Erinnerung: Beim Corona-Abbruch der Vorsaison rangierte Sulingens Reserve auf dem vorletzten Platz und kam auf ein erschreckendes Torverhältnis von 6:41. Steckt in Bösche demnach vielleicht ein kleiner Masochist? Der Angestellte einer größeren Verpackungsfirma muss lachen: „So schlimm wird es nicht werden. Schließlich hat es beim TuS schon einmal gut funktioniert. Unter Trainer Sascha Jäger bin ich als Spieler mit dem TuS Sulingen II Vizemeister in der Bezirksliga geworden, und zwar als autarkes Team, größtenteils ohne Hilfe der Ersten.“

Die Landesliga-Truppe soll die TuS-Reserve unterstützen

Einen ähnlichen Weg wie Jäger, der inzwischen den Ortsrivalen vom FC coacht, möchte auch Bösche einschlagen. Allerdings mit einer Einschränkung: „Damals war unser Kader mit Leitwölfen wie Niklas Klare und Co. hochkarätiger besetzt. Wir konnten es uns sogar leisten, mal Spieler an die Erste abzustellen. Das sieht jetzt etwas anders aus. Ganz ohne Hilfe der Landesliga-Truppe wird es leider nicht gehen.“

Aha, droht also ein Szenario wie früher beim BSV Rehden II, als sich Jahr für Jahr am Ende der Bezirksliga-Serie Regionalliga-Kräfte die Klinke in die Hand gaben, um die Reserve am Leben zu halten? Einem derartigen Szenario schiebt Bösche einen Riegel vor: „Das wird es bei uns definitiv nie geben. Klar freue ich mich über jede Verstärkung aus der Ersten, aber das wird nicht die Regel sein. Wir wollen die Klasse aus eigener Kraft halten. Wir müssen natürlich zusammenwachsen und viel über den Teamspirit kommen, aber ich halte die Aufgabe für keine ,Mission impossible’.“

Der Trainer will ein Kumpeltyp sein: „Siezen und schleifen wird es nicht geben“

Eine Aussage, die sicherlich seinen Spielern Mut machen soll, an die Bösche offenbar aber auch felsenfest glaubt: „Ich freue mich richtig auf meinen Trainerjob. Okay, ganz kurz habe ich die Zweite 2014 nach meinem Fußbruch mal in der 1. Kreisklasse trainiert, doch im Prinzip ist das jetzt ja meine erste richtige Station als Coach.“

Bleibt zu hoffen, dass der sympathische Bösche noch länger Spaß daran hat und vielleicht in die (großen) Fußstapfen von Jäger tritt. „Das wäre toll“, lächelt der zweifache Familienvater: „Sein jugendlicher Stil gefiel mir super. Ich sehe mich auch eher als Kumpel der Spieler. Siezen und Schleifen wird es bei mir nicht geben. Allerdings habe ich natürlich das letzte Wort.“

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