Startnummer 18

Sandra Ehlers: Thriathletin wird deutsche Meisterin

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Startnummer 18: Sandra Ehlers

Syke - „Was für eine Saison – Well done!“ Wenn Sandra Ehlers auf ihr Triathlonjahr zurückblickt, macht sich Zufriedenheit breit. Tatsächlich hätte es kaum besser laufen können. Die Erfolge ihrer bislang stärksten Triathlonsaison.

In ihrer Altersklasse TW 35 holte sich die für den SC Weyhe startende Sykerin den Deutschen Meistertitel über die Kurzdistanz, wurde bei ihrem ersten Rennen im Triathlonmekka Roth auf Anhieb deutsche Vizemeisterin über die Langdistanz und kurz danach beim Silbersee-Triathlon Vizelandesmeisterin über die olympische Distanz. Hinzu kamen zahlreiche weitere Podiumsplätze. Alles zusammen verdienter Lohn für viele, viele Trainingskilometer.

Es ist Mittwochabend. In der Sporthalle des SC Weyhe herrscht reger Betrieb. Dafür sorgen etwa 25 Triathleten, die sich dank „Vorturnerin“ Sandra Ehlers zum gemeinsamen „Stabi“- und Athletiktraining zusammentun. Ohne dem ist für Triathleten, die auf längeren Strecken unterwegs sind, die notwendige „Kilometerfresserei“ auf Dauer nicht gesund. „Allein hat kaum jemand Bock auf diese Einheiten. Den Leuten gefallen meine Programme“, freut sich Ehlers über die Resonanz. Gerne gibt die 38-Jährige weiter, was sie sich in den vergangenen Jahren an Wissen und Erfahrungen angeeignet hat. Und das ist eine ganze Menge, schließlich kommt Ehlers unverändert ohne Trainer aus und gehört mittlerweile zu den besten Ironwomen in Deutschland.

Der Traum von der Ironman-WM auf Hawaii

Der Herausforderung über 3,8 km Schwimmen, 180 km auf dem Rad und anschließendem Marathonlauf wollte sich Ehlers in dieser Saison erstmals beim weltgrößten Langdistanzrennen, dem DATEV Challenge Roth, stellen. Aus der Vorbereitung heraus meldete sie sich auch bei der Kurzdistanz-DM in Peine an. Auf vertrautem Kurs (1,5 km/40 km/10 km) landete Ehlers einen Coup, von dem sie erst beim Blick auf die Ergebnisliste erfuhr: Als Deutsche Meisterin in der TW 35 in einer Topzeit von 2:20:12 Stunden war ihr der bislang größte Meisterschaftserfolg gelungen.

Dann drei Wochen später im Juli Roth. In der Morgendämmerung erlebte Ehlers die Zeit direkt vorm Start sehr emotional: „Allein der Blick von der Brücke auf das Wettkampfgelände am Main-Donau-Kanal sorgt für das berühmte Kribbeln im Bauch.“ Eher gelassen ging es dagegen für die Sykerin beim Schwimmen im 200-köpfigen Frauenfeld zu, weil: „Ich schlag‘ mich da lieber in einem Feld mit 2000 Männern durch, das bringt den nötigen Adrenalinschub.“ Ein Malheur passierte auf der Radstrecke, das Ehlers am liebsten verschwiegen hätte, denn „sowas hört sich immer irgendwie nach Ausrede an“. Die Sattelstütze war um zwei Zentimeter gerutscht und das setzte den Oberschenkeln tüchtig zu. Der Marathonlauf war für sie bei diesem Rennen mehr denn je „Kopfsache“. „Es waren 10:30 hart erkämpfte Stunden“, gesteht Ehlers. Die wurden dann allerdings auch mit DM-Silber belohnt.

Unter dem Motto: Auf zu neuen Herausforderungen wird für die Sportlerin des Jahres 2014 auch die Saison 2016 stehen. Nachdem sie den Ironman in Klagenfurt und Frankfurt, den Ostseeman in Glücksburg und nun auch den Challenge Roth mit Bravour gemeistert hat, steht nun der Ironman Sweden auf dem Plan. Warum dort? „Schweden ist schön“, antwortet Ehlers.

Aber natürlich ist es nicht allein das: Die Sykerin hat sich längst die Finisherzeiten der vergangenen Jahre angeschaut und weiß, dass sie in ihrer Altersklasse eine reelle Chance hat, einen der zwei Slots für die Ironman-WM auf Hawaii zu ziehen. „Wenn's nicht gelingt, auch okay“, sagt Ehlers, Und wenn doch? „Dann werde ich mich schnellstens auf den Weg zu meiner Bank machen müssen...“

el

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