START IN DIE SAISON TuS Sulingen verstärkt sich mit heimischen Talenten

Thorolf Meyer steht zum „Jugendstil“

Ein Rückkehrer, frisches Blut hoch drei – und drei Meyers: Sulingens Trainer Thorolf Meyer, sein Bruder und TuS-Betreuer Joachim Meyer, Torwarttrainer Manuel Meyer und der nach fast vierjähriger Pause wieder zur „Ersten“ gekommene Co-Trainer Piotr Skitek (hinten von rechts) mit den Verstärkungen Devin Melloh, Lennart Greifenberg und Devin Schmidt (vorn von links).
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Ein Rückkehrer, frisches Blut hoch drei – und drei Meyers: Sulingens Trainer Thorolf Meyer, sein Bruder und TuS-Betreuer Joachim Meyer, Torwarttrainer Manuel Meyer und der nach fast vierjähriger Pause wieder zur „Ersten“ gekommene Co-Trainer Piotr Skitek (hinten von rechts) mit den Verstärkungen Devin Melloh, Lennart Greifenberg und Devin Schmidt (vorn von links).

Sulingen – Thorolf Meyer muss ein bisschen grinsen, wenn er in einige unverbrauchte Gesichter seiner Spieler blickt, die sich da zum Mannschaftsfoto des TuS Sulingen postiert haben. „Es hält einen ein bisschen jünger, wenn man mit so jungen Leuten zusammenarbeiten darf“, sagt der Trainer des Fußball-Landesligisten, der gerade die 45 Lenze vollendet hat.

Landesligist hat reichlich Routine verloren

Jetzt gab’s wieder „frisches Blut“ für sein Team: Lennart Greifenberg ist erst 20, die beiden bisherigen A-Jugendlichen Devin Melloh und Devin Schmidt gar 19 Jahre jung. Auf der anderen Seite büßte der TuS in Person von Dennis Neumann, Sebastian Elvers, Marvin Zawodny und Maurice Krüger reichlich Erfahrung ein.

„Toto“ Meyer ist sich des damit verbundenen Risikos bewusst, doch er beklagt sich nicht – im Gegenteil: „Das ist unser Weg, den wir gehen wollen, indem wir stärker auf die eigene Jugend setzen“, sagt er mit dem Brustton der Überzeugung.

Zwei Neuzugänge des TuS Sulingen kommen direkt aus der A-Jugend

Greifenberg stammt zwar aus dem Nachwuchs des Lokalrivalen FC Sulingen, hatte sich aber schon früh in den Fokus ambitionierter Clubs gespielt, sodass er im C-Jugend-Alter zum JFV RWD Rehden wechselte. Dort reifte er zum Führungsspieler, feierte 2019 mit den A-Junioren den Regionalliga-Aufstieg und führte die Schwarz-Gelben in der ersten Serie der höchsten deutschen A-Jugend-Liga als Kapitän aufs Feld. Sein erstes Jahr im Männerfußball – wenn nicht mehr – wollte er beim TuS Bersenbrück bestreiten, doch Corona grätschte dazwischen: Dem Neuzugang blieb bis zur Winterpause kein Oberliga-Einsatz vergönnt, Ende 2020 verliehen die Bersenbrücker ihn zum TuS, um ihm dort Spielpraxis zu ermöglichen – doch die Pandemie durchkreuzte die Pläne schließlich mit dem Saisonabbruch. „Jetzt sind wir froh, dass er fest bei uns ist. Man merkt, dass Lennart schon in Rehden viel Verantwortung übernommen hat“, lobt Meyer den damaligen Sechser, der auf allen Positionen im zentralen Mittelfeld eine Bereicherung sei: „Er überzeugt auf der Sechs und auf der Acht – da sehen wir ihn“, schildert der TuS-Coach. Greifenbergs ehemaliger RWD-Teamkollege Julian Fehse, in der abgebrochenen Vorsaison sofort Leistungsträger auf dieser Achse, dürfte das vielleicht nicht so gern hören, doch Meyer stellt klar, dass er diesbezüglich reichlich Personal braucht: „In unserem 4-1-4-1-System haben wir einen Sechser und zwei Achter.“

Greifenberg selbst reizt diese Konstellation ebenfalls: „In Rehden haben Julian und ich je nach Formation schon oft nebeneinander gespielt – entweder in der Doppelsechs oder beide als Achter. Etwas besser gefällt mir aber der defensivere Part.“

Ich finde die Aufteilung in zwei Staffeln gut. Eine 19er-Landesliga hätte für uns nur weitere Englische Wochen, vielleicht mit Fahrten unter der Woche, gebracht.

Thorolf Meyer, Trainer des TuS Sulingen

Weiter vorn soll Devin Melloh wirbeln, der das Fußball-Einmaleins in der Jugend des TuS Sulingen erlernt hatte und es vorige Saison beim JFV Rehden versuchen wollte. Auch ihm standen Saisonunterbrechung und -abbruch im Weg, „aber wir wissen, dass Devin für viel Wirbel sorgen kann – mitten drin im Sturmzentrum oder über außen“, sagt Meyer über ihn.

Direkt aus der eigenen A-Jugend rückt Devin Schmidt auf. „Ein feiner Techniker“, nennt Meyer die Stärken des Blondschopfs, der die Offensive von der Zehnerposition ankurbeln könnte.

U19-Coach und Co-Trainer Skitek als Bindeglied

So beläuft sich das Durchschnittsalter des Landesligisten nun auf 23 Jahre. Da kann es nicht schaden, Piotr Skitek als neuen Co-Trainer zu haben, der parallel weiter die eigene U 19 coacht und besser weiß, wie die Jüngsten „ticken“. „Für die A-Jugendlichen war Corona schon echt übel, weil sie in dieser Zeit ein wichtiges Jahr verloren haben“, weiß Meyer, doch er fügt hinzu: „Wir Trainer hatten es bei dem Thema auch nicht leicht. Schließlich konnten wir die möglichen Kandidaten weder in ihren Spielen beobachten noch in unseren Trainingseinheiten testen und aufbauen.“

Ziel: So früh wie möglich zum Klassenerhalt

Vielleicht könnte da ein wenig zusätzliche Routine vom Transfermarkt nicht schaden, doch der TuS-Coach wäre auch ohne weitere Verpflichtungen zufrieden: „Man darf nicht vergessen, dass bei uns wie in vielen anderen Vereinen die ganz fetten Jahre vorbei sind.“ Sein Ziel in der Süd-Staffel: das Erreichen der Aufstiegsrunde. „Das heißt aber nicht, dass wir zurück in die Oberliga wollen“, dämpft „Toto“ die Erwartungen: „Wir wollen nur so früh wie möglich den Klassenerhalt sichern.“ Da würde ein Platz in der Abstiegsrunde nur unnötiges Zittern bedeuten.

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