Thorolf bekommt Abschiedsspiel, Manuel geht ins Tor – und Sulingen siegt 3:0

Der große Tag der Meyers

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Verabschiedet: TuS-Trainer Walter Brinkmann (3.v.l.) und der spielende Co-Trainer Thorolf Meyer (2.v.l.).

Sulingen - Von Arne Flügge. Als Thorolf Meyer nach 68 Minuten das Feld verließ, gab es tosenden Applaus. Es war der letzte Auftritt des 38-Jährigen im Dress des Fußball-Landesligisten TuS Sulingen. Der Stürmer wird künftig nur noch in der Alten Herren spielen. „Das war’s dann jetzt wohl für mich“, sagte „Toto“, der sich eine Träne nicht verkneifen konnte.

Zu diesem Zeitpunkt führten die Sulinger im Saisonfinale gegen Tabellenführer SV Ramlingen-Ehlershausen durch einen Treffer von Mehmet Koc (15.) mit 1:0. Am Ende schossen die Gastgeber nach einer insgesamt bärenstarken Leistung durch Sebastian Elvers (81.) und erneut Koc (90. +1) sogar noch ein 3:0 heraus. Ramlingen wurde damit die Meisterschaft vermiest. Bückeburg steigt nun in die Oberliga auf.

Letzte Auswechslung: Thorolf Meyer (re.).

Für Thorolf Meyer war dies aber nur eine Randnotiz. Er war noch zu sehr mit sich und seinen Gefühlen beschäftigt. „Als ich runterging, war das schon ein ziemlich emotionaler Moment. Das hatte so etwas Endgültiges“, sagte Meyer, „doch es war noch einmal wunderschön, die 70 Minuten mit den Jungs auf dem Platz zu stehen. Es hat richtig Spaß gemacht.“ Und fast wäre ihm zu seinem Abschied noch ein Tor geglückt. Doch ein Schuss in der 26. Minute wurde von Keeper Marcel Maluck gehalten, sein Heber (29.) ging knapp am langen Eck vorbei. „Es sollte wohl nicht sein“, meinte Meyer: „Aber es ist auch so alles gut.“

Dass „Toto“, der auch als Co-Trainer aufhört, sein Abschiedsspiel bekommt, war für den ebenfalls scheidenden Trainer Walter Brinkmann „keine Frage. Das hatte ich ihm auch schon lange versprochen.“

Und Versprechen pflegt der Coach einzuhalten. So stand dann gestern auch der etatmäßige Innenverteidiger Manuel Meyer im Tor! „Ich war im Training schon häufiger drin und hab’ das ganz gut gemacht. Da hat Walter zu mir zugesagt, dass ich noch mein Spiel bekommen werde“, schmunzelte der Routinier: „Dass es nun heute der Fall war und ausgerechnet im Saisonfinale gegen den Spitzenreiter, war natürlich besonders schön.“

Und Meyer zeigte eine starke Leistung, war vor allem bei hohen Bällen eine Bank, entschärfte zudem in der 87. Minute einen direkten Freistoß von Ramlingens Sufjan Ankour. „Manu hat das richtig gut gemacht. Man könnte denken, er hat sein Leben lang nichts anderes getan“, sagte Brinkmann. Und auf der Ersatzbank begann für den verletzten Keeper David Schröder schon das große Zittern: „Jetzt krieg’ ich wohl noch mehr Konkurrenz ...“

Nein, es wird keine neue Karriere geben, meinte Manuel Meyer. „Und außerdem habe ich ja so viel nicht zu tun bekommen. Wir haben heute auch in der Defensive eine absolute Topleistung gezeigt.“

Dem konnte Brinkmann nur beipflichten. „Wir waren präsent, effektiv und unheimlich gierig. Nach so einem Spiel hört man natürlich nur ungern auf“, sagte der TuS-Trainer, der sich seine Emotionen nicht anmerken lassen wollte. Leid tat Brinkmann der Gegner, vor allem sein Trainerfreund Kurt Becker. Brinkmann: „Aber so ist eben nun mal der Fußball.“

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