Schops lobt Defensivarbeit und Teamgeist

TuS Sulingen bezwingt Northeim mit 1:0

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Nur Sekunden lagen zwischen Jan-Christoph Thoms Balleroberung (links) und seinem Tor zum 1:0, für das ihn seine Sulinger Kollegen Nico Harms, Jona Hardt (oben von links), Taiki Hirooka, Pierre Neuse und Pascal Löhmann (von oben) förmlich begruben.

Sulingen - Von Cord Krüger. Ein Tor gegen den bisherigen Tabellendritten, sein erstes in der Oberliga, dazu auch noch der Siegtreffer – doch Jan-Christoph Thom nahm nach dem Abpfiff die Umarmungen aus dem Trainerteam ziemlich gelassen entgegen.

„Schön, dass es zu drei Punkten gereicht hat“, fand der Offensivmann des TuS Sulingen nach dem 1:0 (0:0)-Sieg über Eintracht Northeim: „Gegen diese Mannschaft waren das schon Big Points. Zwischendurch wurde es ein bisschen eng, aber Northeim hatte auch alles nach vorn geworfen.“ Nun hofft der 21-Jährige, dass es so weitergeht – für den TuS und für sich: „Ich bekomme immer mehr Chancen – und das ist gut für mich.“

Für seinen Trainer Maarten Schops hatte sich Thoms achter Startelfeinsatz (der dritte nacheinander) aufgedrängt: „Wir haben ja schon vorab gesagt, dass Jan bei uns immer besser zurechtkommt. Aber er hatte schon gleich in der ersten Minute eine gute Möglichkeit.“

Stimmt, denn bereits nach 50 Sekunden und einer guten Linksflanke von Sebastian Elvers schoss Thom drüber. Spätestens 14 Minuten später hätte es 1:0 für den TuS stehen müssen, aber ein Kopfball von Mehmet Koc nach maßgeschneiderter Rechtsflanke Thoms prallte ebenso an Northeims Kapitän Christian Horst ab wie Kocs Nachschuss (15.). Die daraus resultierende Ecke köpfte der aufgerückte Innenverteidiger Atsushi Waki schulmäßig – an den Innenpfosten. „Phasenweise haben wir richtig gut gespielt“, lobte Schops seine Mannschaft. 

Auf der anderen Seite musste Sulingens Schlussmann Tim Becker erstmals bei einem Schüsschen von Thorben Rudolph eingreifen (20.). Gefährlich für die Gastgeber wurde es, als Nils Hillemann aus kurzer Distanz drüber schoss (27.). Kurz vor der Pause zielte Rudolph per Freistoß aus zentraler Position knapp daneben (44.) – das war’s an Highlights des ersten Durchgangs. „Die Jungs haben sehr gut gestanden“, lobte Schops die Defensivleistung: „Unser Plan, diesen spielstarken Gegner in Schach zu halten, ist fast die gesamten 90 Minuten über aufgegangen.“

Doch der TuS mauerte nicht, sondern machte sogar über weite Strecken das Spiel, blieb vor 195 Zuschauern wie in Halbzeit eins die wachere, griffigere und schnellere Mannschaft. Dafür belohnte sich der Tabellensechste in Minute 54: Thom setzte sich stark im Mittelfeld gegen Marc Grunert durch, marschierte nach vorn, verlor die Kugel, holte sie sich zurück – und schlenzte vom rechten Strafraumeck in den linken Giebel zum 1:0. 

Kurz darauf war der Torschütze platt, weil ihn zehn Kollegen unter sich begruben. „Am Anfang ging es noch, aber irgendwann wurde die Luft dann doch ein bisschen dünn für mich“, schilderte der Matchwinner grinsend. Er konnte aber weiterspielen. Gut so, denn erneut Thom besaß mit einem Schuss knapp am rechten Lattenkreuz vorbei die nächste gute Gelegenheit (60.). Löhmann verpasste nach feinem Sprint durch die Schnittstelle das 2:0, weil Eintracht-Keeper Jerome Schönbach stark zur Ecke lenkte (63.), Becker wiederum verhinderte mit einer Parade gegen Grunert das 1:1 (65.) und hatte bei Rudolphs Pfostenschuss Glück (68.). 

Ein Kopfball von Horst (76.) war wiederum sichere Beute des fliegenden Becker, der zudem noch im Rauslaufen gegen Melvin Zimmermann rettete (77.). Der TuS stand nun unter Druck, konterte aber einige Male gefährlich mit Koc (Schuss auf Keeper Schönbach/81.) und verschaffte sich so Entlastung. Doch spätestens nach Rudolphs Freistoß-Kracher an den Innenpfosten (88.) wäre ein Punkt für Northeim nicht unverdient gewesen. Schops nahm aber auch die drei Punkte gerne mit: „Wir haben mit vielen Balleroberungen gut gearbeitet, jeder ist für jeden gelaufen, und der Teamgeist war überragend“, freute sich der 41-Jährige.

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