Bundesliga-Luftpistolen-Schützen des SV Bassum

Thomas Hoppe hilft Bassum eindrucksvoll

Bassums Thomas Hoppe (l.) entschied das Spitzenduell im Stechen für sich. Wathlingens unterlegener Kristian Callaghan (r.) und dessen Teamkollegen gratulierten fair. - Foto: Krüger

Bassum - Von Cord Krüger. Was für ein Showdown! Zwar stand der Sieg der Bundesliga-Luftpistolen-Schützen des SV Bassum von 1848 gegen Freischütz Wathlingen bereits fest, als Thomas Hoppe gegen Kristian Callaghan ins Stechen ging. Doch Bassums Nummer eins und der Brite schenkten sich nichts, schossen zunächst beide eine 9, sodass die Verlängerung in der alten Bassumer Sporthalle in die nächste Runde ging. Dort brachte Callaghan nur eine 8 ins Ziel, und Hoppes letzte Kugel landete auf der 10! Jubel bei den Heim-Fans unter den gut 120 Zuschauern, Umarmungen für den 39-Jährigen – und ein glücklicher Sieger zum 4:1.

„Dass ich nochmal auf Position eins schießen darf, hätte ich nicht gedacht“, gestand der Routinier, vor einem Jahr noch selbst ernannter „Bundesliga-Rentner“: „Heute war es phasenweise zwar ein bisschen holprig für mich, aber ich hatte Spaß.“ Trotzdem bleibt er bei seiner vor der Saison festgelegten Planung: „Ich helfe Bassum in drei Wettkämpfen. Dieses war jetzt der zweite.“ Klare Ansage – sehr zum Bedauern von 1848-Sportleiter Jens Voß: „Thomas ist einfach ein Phänomen. Er funktioniert auch nach fast 20 Jahren wie ein Uhrwerk“, adelte er den Mann, der 1999 in der höchsten Klasse für die Bassumer debütierte, neun Jahre bei den 1848ern blieb und über Broistedt zurückkehrte.

SV Bassum von 1848 – Sp.Sch. Fahrdorf 4:1: So zu sehen bereits am Samstagabend, als die Hausherren mit ihrem ersten 4:1 des Wochenendes ebenfalls überzeugten. Hoppe legte gegen den dänischen Nationalschützen Jonas Hansen nach einer knapp verlorenen ersten Serie 96 Ringe im zweiten Durchgang hin, setzte sich mit einem Ring Vorsprung in der dritten Serie durch und machte mit 94:92 im letzten Abschnitt das 379:374 an der Spitzenposition perfekt. „Es war ein bisschen Kampf und Krampf“, zeigte er sich mit seiner Leistung nicht ganz zufrieden: „Manchmal steht der Gegner nicht neben dir im Schießstand, sondern sitzt in deinem Kopf.“

Keine Konzentrationsprobleme hatte Marcus Errebo Jensen. Satte 389 von 400 Ringen schaffte Bassums Nummer zwei und distanzierte Gagik Sahakian damit um 18 Zähler. Mit 98 und 99 Ringen zu Beginn zog er dem gebürtigen Armenier früh den Zahn. In der zweiten Serie skandierten die Fans: „Wir wollen die 100 seh’n!“ – doch der Däne verpasste dieses Traumergebnis um einen Ring.

An Position drei ließ sich Artur Gevorgjan mal wieder zu keiner Zeit aus der Ruhe bringen. Bester Beleg seiner Konstanz: Dreimal 96 Ringe in den ersten drei Serien gegen Stefan Vollertsen, der damit vor der letzten Serie schon 27 Ringe im Hintertreffen lag. Das 385:355 war das deutlichste Resultat in diesem Vergleich der Bundesliga-Etablierten. „Damit hat er wesentlich zu unserer Saisonbestleistung beigetragen“, hob Voß hervor.

Pech hatte Denis Rother im Vergleich der „Dreier“: In der dritten Serie gegen Michael Bäcker brachte er nur 84 Ringe ins Ziel, weil seine Luftdruck-Kartusche defekt war. „Dadurch kamen die Treffer zu niedrig an, aber wir haben das repariert“, schilderte Voß. Trotzdem: Es war der der Knackpunkt im ansonsten ausgeglichenen Aufeinandertreffen.

Weil aber an Position vier Sascha Sandmann gegen Matthias Hofmann nichts anbrennen ließ, stand am Ende ein 4:1 für die 1848er zu Buche. „Für Thomas war dieser Wettkampf wichtig“, wusste Voß nach dem 373:359: „Er ist endlich wieder über die 370 gekommen, das gibt ihm Selbstvertrauen.“

SV Bassum von 1848 - Freischütz Wathlingen 4:1: Dies half Sandmann auch im Duell der „Vierer“ gegen Wathlingens Christian Oehns, als er vor allem dank einer starken zweiten Serie Christian Oehns distanzierte. Vor seinem letzten Schuss stand sein Sieg bereits fest, sodass ihm kurz vor Ende des Zeitlimits eine 8 reichte. An Nummer drei ließ Denis Rother Jessica Schrader mit drei Ringen hinter sich und profitierte dabei von seinen zwei starken 95er-Serien zu Beginn. Im dritten Abschnitt legte er vier Sahne-Schüsse hintereinander mit je zweimal einer 10,6 und 10,8 hin, in der vierten Serie gelangen 19-jährigen Wathlingerin sagenhafte 98 Ringe – doch es reichte.

Wie Rother schaffte auch Bassums Nummer zwei Gevorgjan eine 10,8. „In dieser Phase hatte Artur einen guten Lauf – und das kann einem Gegner schon mal zu denken geben“, sah Voß darin die entscheidende Szene des Vergleichs.

An Nummer zwei konnte Jensen nicht die Konstanz vom Vorabend auf die Scheibe bringen. Der dänische Kaderschütze legte zu Beginn zwei 96er-Serien hin, doch Philip Aranowski brachte im zweiten Abschnitt 98 Ringe unter und fing Jensen mit dem letzten Schuss zum 380:379 noch ab. Es sollte die einzige Niederlage dieses Tages für Bassum bleiben. „Das waren zwei ganz wichtige Siege für uns“, bilanzierte Sportleiter Voß, der mit seinem Team jetzt auf Platz vier liegt. Das reicht für das Ticket zu den Deutschen Meisterschaften.

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