HSG Barnstorf/Diepholz – ausgerechnet gegen Duderstadt zurück in die Spur?

Thiemann: „Wir können jeden Gegner schlagen“

Barnstorfs Trainer Heiner Thiemann geht guten Mutes ins Heimspiel gegen den Tabellenzweiten Jahn Duderstadt.

Diepholz - (mr) · „Zwei unterirdische Leistungen“ hat die HSG Barnstorf/Diepholz zuletzt gezeigt – trotzdem sieht Trainer Heiner Thiemann nicht schwarz. Vor dem Heimspiel morgen Abend (19.30 Uhr) gegen den Tabellenzweiten TV Jahn Duderstadt verteilt er zwar noch den einen oder anderen Rüffel, redet seine Mannschaft aber auch ganz bewusst stark.

Nach dem 25:30 in Beckdorf und dem 27:35 in Münden („Ein ganz schlechtes Spiel“) hofft Thiemann auf die Rückkehr in die Erfolgsspur: „So etwas wie zuletzt darf uns nicht mehr passieren, schon gar nicht vor eigenem Publikum.“ Der Coach des Tabellensechsten glaubt aber, dass seine Mannschaft die Mahnungen verstanden hat: „Die Spieler haben sich in ihrer Rolle selbst nicht

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wohlgefühlt. Sie sind entschlossen, dagegen anzugehen.“

Als Motivationskünstler muss Thiemann nicht auftreten – die Vorzeichen sind „anstachelnd“ genug: Erstens die geplante Wiedergutmachung für die zwei schwachen Auftritte, zweitens die Revanchegelüste nach dem 24:28 im Hinspiel – und drittens der Wille, dem Tabellenzweiten ein Bein zu stellen.

Das dürfte allerdings eine hammerharte Aufgabe werden, denn Duderstadt hat nach einigen turbulenten Wochen (siehe Artikel unten) die Kurve gekriegt – und wie! Vergangenes Wochenende schoss der TVD keinen Geringeren als Spitzenreiter Aschersleben mit 37:19 aus der Halle und vergrößerte mit jetzt nur noch zwei Punkten Rückstand die eigenen Titelchancen. Aber Thiemann, der bis auf den langzeitverletzten Ulf Grädtke alle Spieler einsetzen kann, zeigt sich kaum beeindruckt. Stattdessen schaut er auf sein eigenes Team und betont: „Wir haben gegen Aschersleben eine Ausbeute von 3:1-Punkten – und wir sind stark genug, jeden Gegner in dieser Klasse zu schlagen.“

Dies haben die Barnstorfer in dieser Saison jedoch nicht immer gezeigt. Deshalb sind sie mit 29:21-Punkten „nur“ Sechster – und müssen noch ein bisschen aufpassen. Die Qualifikation für die 3. Liga, die zur kommenden Saison eingeführt wird, ist nicht fix. „Es gibt eben ein sehr breites Mittelfeld – und wir sind darin die oberste Mannschaft, die noch in Abstiegsgefahr schwebt“, analysiert Thiemann. Eigentlich sollte der HSG bei fünf Punkten Vorsprung auf Platz elf (Einheit Halle) und nur noch fünf Spielen nichts mehr passieren. Aber trotzdem: Vorsicht ist geboten! Denn die Barnstorfer müssen nach Duderstadt noch gegen die Spitzenteams aus Fredenbeck (4.), Springe (3.) und Aurich (5.) ran, ehe zum Abschluss der TSV Bremervörde (15.) folgt. Und wenn’s schlecht läuft, gibt’s da kaum Punkte. Auch deshalb hebt Thiemann noch mal warnend den Zeigefinger: „Wir haben keinen Grund, jetzt schon zu sagen: Die Saison ist gelaufen. Man muss mit allem rechnen.“

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