Pernar fällt aus

HSG Barnstorf/Diepholz gegen „Schwäne“ unter Zugzwang

Ab durch die Mitte: Jakub Anuszewski von der HSG Barnstorf/Diepholz behauptete sich in dieser Szene gegen die Delmenhorster Mario Reiser (l.) und Marcian Markowski. Der 19-Jährige muss seine Chancen aber noch besser nutzen.

Diepholz – Gleich sieben Mannschaften sind in den Abstiegskampf der Handball-Oberliga verwickelt, mitten drin die HSG Barnstorf/Diepholz. Nach drei Heimniederlagen in Folge steht der Tabellenzehnte (11:23 Punkte) unter Zugzwang, muss das Heimspiel am Samstag um 19.30 Uhr in der Diepholzer Mühlenkamphalle gegen Aufsteiger HSG Schwanewede/Neuenkirchen unbedingt gewinnen. Das weiß auch Barnstorfs Interimstrainer Heiner Thiemann: „Wir brauchen Punkte und dürfen nicht den Anschluss ans untere Mittelfeld verlieren.“ Die kämpferische Einstellung stimmt zwar, das Hauptproblem ist aber die Chancenverwertung. Beispiel: Beim jüngsten 25:28 gegen den Tabellendritten HSG Delmenhorst ließen die Barnstorfer nicht nur vier Siebenmeter ungenutzt, sondern blieben in der ersten Halbzeit 13 Minuten lang ohne Tor, leisteten sich zu viele Fehlwürfe. Thiemann fordert deshalb: „Wir müssen die Chancen reinmachen und unsere Fehlerquote minimieren.“

Dass die Gastgeber es besser können, das haben sie im Januar bei den Siegen gegen den TV Bissendorf-Holte (30:23) und beim VfL Fredenbeck (25:23) bewiesen. „Wir müssen wieder die Leidenschaft, Aggressivität und Kampfbereitschaft aus den ersten Partien des Jahres aufs Feld bringen. Des Weiteren ist es wichtig, strukturierten Handball zu spielen und die Fehlerquote zu verringern“, weiß Barnstorfs Linksaußen Lars von Kamp.

Angeschlagen sind Torhüter Donatas Biras (Muskelverletzung im hinteren Oberschenkel) und Kreisläufer Andrius Gervé (lädierter Wurfarm). Mittelmann Marko Pernar muss aufgrund einer Nervenentzündung passen. Da Saulius Liutikas nach einer Sprunggelenkverletzung das Training wieder aufgenommen hat, könnte der 33-jährige Litauer den Part übernehmmen. Weitere Option: Jakub Anuszewski. Der Youngster stößt in die Abwehr-Lücken, wo es wehtut.

Hinter den Akteuren der HSG Schwanewede/Neuenkirchen liegen turbulente Tage, denn das Trainerduo Andreas Szwalkiewicz/Dennis Graeve hat sich vor zwei Wochen dem Klassenrivalen SG VTB/Altjührden angeschlossen. Unter Neu-Coach Henning Schomann bezwangen die „Schwäne“ zuletzt den abstiegsbedrohten SV Beckdorf mit 33:29. Gefährlichster Akteur bei den Gästen ist Linksaußen Karlo Oroz. Der fixe Kroate erzielte bislang 112/35 Tore. Am rechten Flügel wirbelt Tim Paltinat (64). In der zweiten Reihe sorgen die zweikampfstarken Marc Blum (57), Niels Huckschlag (54) und Marco Wilhelms (51/24) für Gefahr.

Thiemann lässt in den Übungseinheiten viel an den eingangs geschilderten Schwächen arbeiten: „Ich hoffe, dass das Umschaltspiel von Abwehr auf Angriff besser klappt. Wichtig ist, dass sich alle an die Vorgaben halten.“ Der 68-Jährige glaubt an die Wende, baut auf die Unterstützung der Fans: „Die Stimmung in der Mannschaft ist gut, sie will die Punkte unbedingt haben.“

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