HSG Barnstorf/Diepholz reist zum Regionalliga-Tabellenführer / Bekommt Richter Kommoß in Griff?

Thiemann: „Sehe Aschersleben als Favoriten“

Ist morgen im Spitzenspiel vor allem in der Abwehr gefordert: Finn Richter von der HSG Barnstorf/Diepholz.

Kreis-Diepholz - BARNSTORF (mbo) · Keine Frage: Es ist das Topspiel des fünften Spieltags in der Handball-Regionalliga Nord, wenn morgen um 19 Uhr Spitzenreiter HC Aschersleben Alligators die ebenfalls noch ungeschlagene HSG Barnstorf/Diepholz erwartet. Für Heiner Thiemann, Trainer der HSG Barnstorf/Diepholz, sind die Rollen verteilt: „Ich sehe Aschersleben als Favoriten, zumal die Mannschaft stark besetzt und gut eingespielt ist.“

Schon in der vergangenen Saison standen die Vergleiche zwischen beiden Teams auf hohem Niveau. So bot der zehnfache Torschütze Finn Richter beim 35:31 in Diepholz eine Klasse-Leistung. Das Rückspiel gewann der letztjährige Vizemeister mit 34:30. Entscheidend dürfte am Sonnabend sein, ob die Gäste Ascherslebens Rechtsaußen Carsten Kommoß in den Griff bekommen. Der Linkshänder erzielte in vier Partien satte 50/20 „Buden“, traf beim 29:28-Auftaktsieg in Köthen allein 20 Mal ins Schwarze. Um ihn kümmert sich Finn Richter. Der 23-Jährige hatte im vergangenen Jahr den Leistungsträger in der Diepholzer Mühlenkamp-Halle fast völlig ausgeschaltet, denn Carsten Kommoß kam lediglich zu drei Treffern.

Die Gastgeber haben sich mit Rückraumspieler Svajunas Kairis vom Zweitbundesligisten SV Anhalt Bernburg verstärkt. Der Litauer harmoniert an der rechten Seite mit Carsten Kommoß prächtig. Kopf der Mannschaft ist Spielertrainer Dmitri Filippov. Der ehemalige russische Nationalspieler ist beweglich, zweikampfstark und torgefährlich. Der Routinier kann am linken Flügel spielen, setzt aber auch als Mittelmann Akzente. Weitere Leistungsträger sind Torhüter Mantas Gudonis sowie die Rückraumakteure Ronny Liesche und Benny Böcker.

Heiner Thiemann ist mit dem Saisonstart von 7:1 Punkten mehr als zufrieden. Eines hat den 57-Jährigen besonders gefreut: „Wir haben in allen vier Begegnungen kämpferisch starke Leistungen gezeigt.“ Dagegen stockt noch das Angriffsspiel. Das hat der HSG-Coach auch erkannt: „Spielerisch sind wir noch nicht da, wo wir einmal waren.“

Im Vergleich zur jüngsten Partie gegen den TV Neerstedt benötigen die Barnstorfer eine Steigerung. „Von der Abwehr her müssen wir stabiler sein, denn gegen Neerstedt haben wir zu viele Tore bekommen“, weiß Heiner Thiemann, der sich auch von Torhüter Konstantin Madert eine bessere Leistung erhofft.

Personell kann der Tabellenvierte bis auf Rückraum shooter Denis Maksimovich (Plantarsehne unter der Fußsohle gereizt) und Kreisläufer Oliver Heuer (zwei Rippen angebrochen) auf den kompletten Kader zurückgreifen. Das Tempospiel mit den schnellen Außenangreifern Nils Mosel und Finn Richter klappt bei den Barnstorfern, doch aus dem gebundenen Angriff müssen sie noch zwingender werden. Vor allem im halblinken Rückraum haben Malte Helmerking und Tobias Meyer noch viel Luft nach oben.

Die Gäste müssen nicht nur in der Abwehr aggressiver arbeiten, sondern ganz wichtig ist, dass sie ihre Chancen auch nutzen. Vier Siebenmeter wie beim 34:34 gegen den TV Neerstedt sollten sie nicht wieder vergeben. Thiemann sieht zwar für seine Mannschaft eine Außenseiterchance, sagt aber auch: „Aschersleben zählt für mich zu den Meisterschaftsanwärtern.“

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