Diskussion um Wiederaufnahme des Spielbetriebs

Handballtrainer: Vorsicht vor dem Verletzungsrisiko

Malte Helmerking
+
„Wir brauchen vier bis fünf Wochen, um wieder reinzukommen“, meint Coach Malte Helmerking von den Hunte-Aue Löwen II.

Die Corona-Pandemie stellt Handballteams wie die HSG Hunte-Aue Löwen oder die HSG Stuhr vor Probleme. Beim Thema Re-Start ist die Botschaft der Trainer Heiner Thiemann, Malte Helmerking und Mike Owsianowski klar: nicht zu früh wieder anfangen!

Barnstorf/Stuhr – Der Amateursport ruht größtenteils – wegen des zweiten Lockdowns sind Sporthallen und Sportplätze geschlossen. Die vom Präsidium des Handball-Verbandes Niedersachsen (HVN) installierte „Task Force Spielbetrieb“ legte erste Modelle zu einer möglichen Wiederaufnahme des Spielbetriebes der Ober-, Verbands- und Landesligen im Januar und Februar kommenden Jahres vor. Nach Informationen von Vizepräsident Spieltechnik Jens Schoof werden die Modelle mit den Vertretern der Ober- und Verbandsligisten der Frauen und der Männer in einer für Samstag, 28. November, angesetzten Video-Konferenz diskutiert. Das Meinungsbild der Vertreter der Männer-Landesligen ermittelt die Gruppe mithilfe einer Online-Umfrage, die die Mitarbeiter der Geschäftsstelle bereits am vergangenen Freitag auf den Weg gebracht haben. Was denken heimische Trainer über einen Re-Start?

„Wir müssen die gesamte Entwicklung der Corona-Pandemie abwarten, denn es will sich keiner infizieren“, unterstreicht Heiner Thiemann, Oberliga-Coach bei der HSG Hunte-Aue Löwen. Falls es am 16./17. Januar 2021 wieder um Punkte gehen könnte, „dann sollten wir vorher die Möglichkeit haben, zwei oder drei Wochen in der Halle zu trainieren. Im Dezember müssten wir dann den Übungsbetrieb wieder aufnehmen.“ Bereits nach dem ersten Lockdown durften die Handballer nach einem Hygienekonzept trainieren. „Das hat alles gut funktioniert, wir haben die Vorgaben eingehalten. Auch Krafttraining geht mit Abstand“, sagt der 69-Jährige.

Aktuell trainiert jeder HSG-Akteur im Grundlagen- und Ausdauer-Bereich zu Hause für sich. Einmal in der Woche erfolgt eine Video-Konferenz. Thiemann hofft, dass die Hallen und das Barnstorfer Sundering-Stadion mit seiner Tartanbahn bald wieder für den Amateursport zugänglich sind: „Das würde uns schon helfen.“ Bis zum 30. November galt zunächst einmal das Verbot für den Amateursport, das am Mittwochabend bei einer Konferenz der Ministerpräsidenten und der Bundeskanzlerin bis zum 20. Dezember verlängert wurde. Die Pause kommt den angeschlagenen Akteuren gelegen: So geht’s beispielsweise Cedric Quader (Knie-Probleme), Stefan Beljic (lädierte Schulter), Marko Pernar (Leistenbeschwerden) und Kamil Chylinski (doppelter Bänderriss und Wasser im linken Sprunggelenk) besser.

Stuhrs Owsianowksi fordert „mindestens drei Wochen“ Training vor dem Re-Start

Malte Helmerking, Verbandsliga-Trainer bei der HSG Hunte-Aue Löwen II, bevorzugt als Re-Start das Wochenende 6./7. Februar: „Im Januar macht es keinen Sinn, denn wir brauchen vier bis fünf Wochen, um wieder reinzukommen und uns einzuspielen.“ Eines versichert der 35-Jährige: „Wir wollen so schnell wie möglich wieder Handball spielen. Die Jungs haben Bock.“ Mit Kraftübungen und Waldläufen halten sich seine Spieler fit. Helmerking weiß, dass es bei den aktuellen Auflagen schwierig ist, Sport zu treiben. So haben auch die Fitness-Studios zu. Der in Eydelstedt wohnende Übungsleiter betont: „In der Gruppe macht’s einfach mehr Spaß.“

Das sieht Mike Owsianowski ähnlich. „Für viele Spieler ist das schon jetzt die längste Pause ihrer Karriere – Verletzungen mal ausgenommen“, meint der Coach der HSG Stuhr: „Das ist schon ein bisschen Horror.“ Sein Landesligist hatte den Spielbetrieb zwischen den beiden Lockdowns noch gar nicht wieder aufgenommen. Dennoch sollte eine Rückkehr zu Pflichtspielen – die derzeit von der „Task Force Spielbetrieb“ für den 6. und 7. Februar vorgeschlagen wird – aus seiner Sicht nicht übereilt geschehen. „Stand jetzt würde ich sagen: Mindestens drei Wochen, bevor es wieder losgeht, muss man in die Halle und trainieren dürfen“, betont „Owo“: „Sonst ist das Verletzungsrisiko einfach zu hoch. Selbst der Profisport verträgt derzeit die Belastungen nicht.“

Für den 38-Jährigen kommt es daher darauf an, „was die Regierung weiterhin sagt“. Könne man nicht einmal Weihnachten zusammen feiern, „dann brauchen wir auch über den Handballsport nicht nachzudenken“. Dementsprechend ist Owsianowski der Starttermin Anfang Februar zu früh, das will er auch in seinem Statement an den Verband „in Absprache mit den Vereinsverantwortlichen um Jürgen Schneider (Abteilungsleiter, d. Red.)“ mitteilen.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Dutzende Tote bei Erdbeben auf Sulawesi in Indonesien

Dutzende Tote bei Erdbeben auf Sulawesi in Indonesien

Die RTL-«Dschungelshow» startet

Die RTL-«Dschungelshow» startet

Magier Siegfried Fischbacher gestorben

Magier Siegfried Fischbacher gestorben

Samsung Galaxy S21: Drei Modelle und viele Kameras

Samsung Galaxy S21: Drei Modelle und viele Kameras

Meistgelesene Artikel

TuS Syke Be Famous (Tanzen/Hip Hop)

TuS Syke Be Famous (Tanzen/Hip Hop)

TuS Syke Be Famous (Tanzen/Hip Hop)
Sulingen wartet seit vier Stunden auf ein Tor

Sulingen wartet seit vier Stunden auf ein Tor

Sulingen wartet seit vier Stunden auf ein Tor
Fenker wandelt auf Vaters Spuren

Fenker wandelt auf Vaters Spuren

Fenker wandelt auf Vaters Spuren
Sympathieträger Lenkevicius steigt als Co-Trainer ein

Sympathieträger Lenkevicius steigt als Co-Trainer ein

Sympathieträger Lenkevicius steigt als Co-Trainer ein

Kommentare