Thiemann fordert klare Steigerung

Abstiegsgefährdete HSG Barnstorf/Diepholz erwartet schussstarke HSG Delmenhorst

Muss in Stresssituationen das Heft noch mehr in die Hand nehmen: Barnstorfs Mittelmann Marko Pernar (beim Wurf).

Diepholz – Drittes Heimspiel in Folge: Die abstiegsgefährdte HSG Barnstorf/Diepholz erwartet in der Handball-Oberliga am Freitag um 20 Uhr in der Diepholzer Mühlenkamphalle den Tabellenvierten HSG Delmenhorst. Barnstorfs Kapitän Cedric Quader nimmt die Mannschaft nach der schwachen Leistung gegen den Elsflether TB (26:30) in die Pflicht: „Wir müssen unbedingt mit einer anderen Einstellung in die Partie gehen. Ich glaube, es sollte mittlerweile jedem klar sein, dass wir in jedem Spiel eine mindestens hundertprozentige Konzentration und Disziplin brauchen. Wir müssen die Räume in der Deckung eng halten und unser Eins-gegen-Eins-Verhalten verbessern.“

Auch Barnstorfs Interimstrainer Heiner Thiemann fordert eine „klare Steigerung“, setzt die Hebel in der Defensive an: „Alle müssen in der Abwehr kämpfen. Die Deckung ist als Verband gefragt.“ Hier gab´s zuletzt gegen den Elsflether TB Probleme, denn die Barnstorfer verloren zu viele Zweikämpfe. Der HSG-Coach nennt rückblickend ein weiteres Manko: „Wir haben zu viele individuelle Fehler gemacht, das war ein Rückfall.“

Personell steht hinter dem Mitwirken des erkrankten Kamil Chylinski ein Fragezeichen, er schlägt sich mit einem grippalen Infekt herum. Torhüter Donatas Biras hat einen dicken Zeh. Sollte es beim 38-jährigen Litauer nicht gehen, dann würde Frederik Hohnstedt zwischen die Pfosten gehen.

Die Gäste stellen mit 483 Toren hinter Spitzenreiter TV Cloppenburg (505) den zweitbesten Angriff der Oberliga. „Die Delmenhorster haben auf allen Positionen schussstarke Akteure“, weiß Thiemann. Rückraumshooter Jörn Janßen nimmt mit 129/24 „Buden“ den ersten Platz in der Torjägerliste ein. Linkshänder Tim Coors (73) versteht genauso sein Handwerk wie Spielmacher Frederic-Serafino Oetken (66/9). Am rechten Flügel wirbelt Mario Reiser (63/7). Lennart Witt (47) spielt neuerdings am Kreis. Er steuerte zum jüngsten 38:35-Erfolg in Beckdorf neun Tore bei. Übertroffen wurde er nur von Tim Coors, der zehnmal traf.

„Ohne Wenn und Aber – es geht nur über den Kampf“, unterstreicht Thiemann. Er geht davon aus, dass 20 oder 21 Punkte für den Klassenverbleib reichen sollten. Doch davon sei seine Mannschaft mit aktuell elf Zählern noch weit entfernt. Ganz wichtig für ihn: „Die Mannschaft muss sich an Absprachen halten.“ Das war zuletzt gegen den Elsflether TB nicht der Fall. Dass die Barnstorfer es können, das haben sie im Januar daheim gegen den TV Bissendorf-Holte (30:23) und beim VfL Fredenbeck (25:23) bewiesen. Nur wenn sie an diese Leistungen anknüpfen können, haben sie gegen die HSG Delmenhorst eine Chance. „Dazu müssen wir aber die Fehlerquote herunterdrücken“, sagt Thiemann.

Der Tabellenneunte baut im Kampf gegen den Abstieg auf die Unterstützung seiner Zuschauer, muss aber auch Leistung zeigen.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Kinderkarneval in der Heidmarkhalle in Bad Fallingbostel

Kinderkarneval in der Heidmarkhalle in Bad Fallingbostel

Karneval in Stolzenau: Umzug 2020 in Bildern

Karneval in Stolzenau: Umzug 2020 in Bildern

Messe Fairnet-City in der KGS Kirchweyhe

Messe Fairnet-City in der KGS Kirchweyhe

So steht es um Australiens Sehenswürdigkeiten

So steht es um Australiens Sehenswürdigkeiten

Meistgelesene Artikel

Stuhr greift nach Pause wieder an

Stuhr greift nach Pause wieder an

Halbfinal-Aus für Anna-Lena Freese bei den „Deutschen“ nach Sportlerwahl-Sieg

Halbfinal-Aus für Anna-Lena Freese bei den „Deutschen“ nach Sportlerwahl-Sieg

Abfuhr für den Klassenprimus

Abfuhr für den Klassenprimus

HSG Barnstorf/Diepholz gegen „Schwäne“ unter Zugzwang

HSG Barnstorf/Diepholz gegen „Schwäne“ unter Zugzwang

Kommentare