Keeper Nietsch gewinnt sogar gegnerische Fans für sich – und freut sich auf Konkurrenzkampf

„Teufelskerl Timo“ bleibt bodenständig

Und wieder klärt Timo Nietsch – hier gegen Seckenhausens Julian Dannemann. Rehdens Keeper erntete sogar Lob vom Gegner.
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Und wieder klärt Timo Nietsch – hier gegen Seckenhausens Julian Dannemann. Rehdens Keeper erntete sogar Lob vom Gegner.

Kreis-Diepholz - Von Cord KrügerREHDEN · Irgendwann kippte die Stimmung hinter dem Tor von Timo Nietsch. Erst äfften ihn die Fans der TSG Seckenhausen-Fahrenhorst noch nach, wenn er lautstark die Mauer des BSV Rehden II dirigierte.

Doch in der Schlussviertelstunde des Bezirksliga-Duells jubelten selbst die Seckenhauser dem fliegenden, fangenden und faustenden Torwart zu – von „nicht schlecht“ bis „stark gehalten“. Und als sein Teamkollege Irfan Cheema kurz vor Schluss zum 6:4 traf, ging Rehdens Abwehrchef Timo Nowak zuerst zu Nietsch: „Wer hat den Sieg festgehalten? Du!“

Das ahnte auch der mit Lob Überschüttete. Erst wollte der 19-Jährige noch mit der „Dafür-ist-ein-Torwart-eben-da“-Floskel tiefstapeln, nach einem Luftholen gab er jedoch zu: „Vielleicht war ich der Matchwinner. Jedenfalls schön, dass ich mich ein paar Mal auszeichnen konnte.“

Bei den Gegentoren zum 0:3 gab's für Nietsch nichts zu halten, weil seine Abwehr aus dritter, zweiter und A-Jugend-Mannschaft ihn allein gelassen hatte. Doch der Rotschopf verhinderte einen kompletten Abschuss: Schon früh glänzte er gegen Julian Dannemann – erst im Herauslaufen (4.), später im Verfolgungs-Flug seines Hebers (7.). Dem Elfmeter zum 1:4 konnte er nur hinterher sehen, „aber dann haben wir uns gefangen und gefunden“, urteilte der Mann, der in Minute 37 noch gegen Fabian Timmermann prächtig parierte.

Auch deshalb lobte ihn bereits zur Pause TSG-Trainer Wilco Freund, der den Youngster so noch nie hatte spielen sehen – obwohl der vor knapp zwei Jahren in unmittelbarer Nähe zwischen den Pfosten stand: bei den Bundesliga-B-Junioren des SC Weyhe. Dort wurden Späher des TSV Havelse auf ihn aufmerksam. „Ich hatte auch Probetrainings bei Fortuna Düsseldorf und beim Halleschen FC, aber Havelse passte mir besser – wegen der Schule. Da konnte ich in Nienburg wohnen bleiben“, sagt der Zwölftklässler, der zurzeit im Prüfungsstress für die Fachhochschulreife steckt. „Denn Fußball ist mit Blick auf die Zukunft nicht alles.“

Ein Jahr spielte Nietsch für die TSV-A-Jugend und trainierte mit den Männern des Regionalliga-Teams. „Das hat richtig Bock gebracht. Von Torwart-Trainer Oliver Lassof habe ich viel gelernt.“ Vor allem im Stellungsspiel. Andere Stärken brachte er schon vorher mit, „etwa meine Sprungkraft“. Sprunghaft ist der 1,83-Meter-Mann sonst aber nicht – selbst wenn der Ex-Havelser und damalige Rehdener Neu-Coach Jürgen Stoffregen ihn im Sommer kurz vor Schluss der Transferliste noch zum BSV lotste. Nun will Timo Nietsch bleiben. Bisher galt der Stammkeeper der Zweiten als Nummer drei im Oberliga-Kader – hinter Rene Damerow und Christian Ceglarek. Nun steigt der fast 39-jährige „Damme“ aus und Nietsch auf. Wohl erst zum Ersatzkeeper, oder? „Klar, aber Konkurrenzkampf ist nicht schlecht…“

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