Brinkums Verbandsliga-Handballer treffen morgen auf Spitzenreiter TvdH Oldenburg / Coach fordert Eigeninitiative

Testspielsieg: Engelmann erstickt Euphorie im Keim

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Brinkums Linkshänder Thorben Schierenbeck (l.) ist gegen Spitzenreiter TvdH Oldenburg gefordert. ·

Brinkum - Auf die Handballer aus Brinkum wartet nach der vierwöchigen Verbandsliga-Pause direkt ein Kracher zum Auftakt: Morgen um 16.30 Uhr ist der Spitzenreiter TvdH Oldenburg zu Gast in der Jahn-Halle am Brunnenweg. Einen höflichen Knicks mit anschließendem Begleitschutz darf der Liga-Primus aber nicht erwarten.

„Wir sind gefordert, wollen jetzt eine Heimserie starten“, sagt Jahn-Trainer Sven Engelmann. Wenn dies gelingt, dürften die Brinkumer, die zuletzt vier Siege aus fünf Partien feiern konnten, auch wieder nach oben blicken. „Aber derzeit darf das kein Thema sein“, so Engelmann. Erstmal müssten seine Akteure liefern. Vielversprechend war zumindest das Testspiel am vergangenen Wochenende, als die Brinkumer mit 30:29 den Oberligisten TSG Hatten-Sandkrug schlugen. Doch Engelmann nahm seinen Spielern beim darauf folgenden Training direkt wieder den Wind aus den Segeln. „Ich habe extremer trainieren lassen. Denn mir war wichtig, dass gar nicht erst die Lässigkeit aufkommt, wie: ‚Wir haben einen Oberligisten geschlagen, da geht es gegen Oldenburg von alleine.‘“ Diese Denkart sollte sich allein schon angesichts der Tatsache verbieten, dass die Oldenburger zuletzt fünf Siege in Serie einfahren konnten. Allerdings kommt das Team von Ralf Hafemann nicht in Bestbesetzung nach Brinkum. Ein Bänderriss macht weiterhin Tobias Weihrauch, seines Zeichens mit 39 Saisontore drittbester Werfer in Oldenburg, zu schaffen, zudem hat Tim Jürgens (27 Treffer) Knieprobleme. Auf Brinkumer Seite sind dagegen alle fit, einzig Maik Bhola muss wegen eines privaten Termins passen. Damit steht Engelmann ein 14-Mann-Kader zur Verfügung. Auch Tim Kieselhorst, seit Anfang November bei Brinkum, finde sich immer mehr im taktischen Jahn-Gefüge zurecht: „Er hat unsere 6:0-Abwehr mittlerweile verinnerlicht“, sagt der Trainer über den 2,04 Meter großen Rückraumschützen.

Komplett glücklich ist Engelmann mit den Abwehrleistungen seines Teams aber noch nicht: „Wir müssen dort flexibler werden, schneller. Es ist oft so, dass wir mehr reagieren anstatt zu agieren.“ Ausgenommen seien Meik Schäfer und Stefan Schröder. An diese Defensivspezialisten müssten sich die anderen orientieren, fordert der Coach, „einfach mal mehr Eigeninitiative zeigen“. Beim Gegner aus Oldenburg ist die Abwehr dagegen das Flagschiff – mit 276 Toren haben sie die wenigsten der Liga. „Sie spielen eine extrem kompromisslose Deckung“, weiß Engelmann. · wie

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