Platzpflege mit Hindernissen / Schröder skeptisch, ob Punktspiele ausgetragen werden

Tennisspieler sitzen in den Startlöchern

Barriens Herren 30 haben Massimo Ocera fest eingeplant – wenn die Saison denn irgendwann losgeht. Fotos: töb

Barrien/Brinkum/Varrel - Von Gerd Töbelmann. Die Sonne lacht – und die Tennisspieler würden es auch gern tun. Aber das Spiel mit der gelben Filzkugel ist momentan wegen der Coronakrise auf Eis gelegt. Die Vereine im Kreis müssen Hallen und Außenplätze geschlossen halten. Eigentlich sollten im Freien die Platzarbeiten auf Hochtouren laufen, um spätestens bis Ende April den Trainings- und kurze Zeit später auch den Spielbetrieb aufnehmen zu können. Alles gestrichen. Der niedersächsische Tennis Verband hat den Punktspielstart von Anfang Mai um mindestens einen Monat nach hinten verschoben

Die Platzarbeiten finden momentan nur auf Sparflamme statt. Beim Barrier TC kümmern sich derzeit nur die beiden Platzwarte Klaus Traemann und Joachim Reeg um die zehn herzurichtenden Plätze. Bereits seit Mitte Februar sind sie schon dabei, da ihnen der milde Winter in die Karten gespielt hatte. Aber es ist keine leichte Aufgabe, denn die Unterstützung der Vereinsmitglieder, die gern ihre Arbeitsdienste ableisten würden, ist noch verboten und wird womöglich sobald nicht wieder erlaubt sein.

„Ende April hätten unsere Plätze eigentlich bereit sein sollen. Aber das werden wir ohne die Mithilfe der Vereinsmitglieder nicht schaffen“, meint Barriens Technischer Wart Gerhard Wehdeking. Der Ristedter untermauert das mit harten Fakten: „Für jeden Platz muss ungefähr eine Tonne Ziegelmehl aufgebracht werden. Das ist ein ziemlicher Knochenjob, den unsere beiden Platzwarte mal nicht so eben erledigen können.“ Wehdeking hofft, dass die Lage vielleicht Anfang Mai besser aussieht. „Ich hoffe, dass wir diesen Termin halten können, denn unsere Leute wollen bei schönem Wetter unbedingt auf die Plätze“, ergänzt das Barrier Vorstandsmitglied.

Und die Spieler sind alle heiß, dass es endlich wieder im Freien losgeht. „Ich hoffe natürlich, dass die Plätze möglichst schnell wieder freigegeben werden“, sagt Bendix Schröder, der Kapitän des Landesligisten Barrier TC. „Und wenn es erst einmal nur fürs Training ist, denn dafür brauchen wir einen Platz. Zwar haben wir im Team einen Trainingsplan und halten unsere Fitness mit Laufen auch aufrecht, aber tennisspezifisch geht eben nichts. Wir haben einen großen Garten – da könnte ich Aufschläge üben. Aber das bringt doch alles nichts“, meint der 16-Jährige, der mit seinem Team gern vorn in der Landesliga mitspielen möchte, wenn es denn am 14. Juni mit dem Auswärtsspiel beim Bremer TV von 1896 losgehen könnte.

So recht überzeugt davon ist Schröder aber nicht: „Ich habe meine Zweifel, ob wir in dieser Saison noch Turniere oder Punktspiele machen dürfen. Da haben bei der Lockerung der Beschränkungen doch andere Seiten der Gesellschaft sicherlich Vorrang.“

Vereinskollege Erik Trümpler, Mannschaftsführer der Herren 30 in der Regionalliga, würde ebenfalls lieber heute als morgen loslegen: „Alle sind heiß, dass wir bald starten können. Schließlich haben wir ein großes Ziel vor Augen und würden gern um den Bundesliga-Aufstieg mitkämpfen.“

Um das zu erreichen, haben die Barrier auch wieder den italienischen Ex-Profi Massimo Ocera (38) verpflichtet. Aber die verschobene Saison bringt so ihre Probleme mit sich. „Die Termine mit Massimo müssen jetzt natürlich neu vereinbart werden – wenn es denn tatsächlich wieder losgeht“, erklärt der 43-Jährige, der Ocera gut aus seiner Zeit beim Bremerhavener TV von 1905 kennt.

Zur Saisoneinstimmung hatten sie in Barrien am 25. April eigentlich ein Trainingsmatch gegen die eigene erste Herren angedacht. Gestrichen. Zumindest wurden Trainingspläne an alle Spieler verschickt. Trümpler ist sich sicher, dass seine Jungs demnach zumindest im Fitnessbereich auf Stand sind.

Und auch Lennart Stegemann, der Kapitän der Barrier zweiten Herren (Verbandsliga), würde gern loslegen: „Bitter. Man darf ja nicht einmal im Club an der Ballwand üben . . .“ Der 28-Jährige hält sich (wie seine Teamkollegen) ebenfalls mit Laufen halbwegs fit. „Ich laufe aber auch sonst sehr viel. Alle im Team sind startklar. Ich hoffe, dass die Saison nicht komplett abgesagt wird“, fügt Stegemann noch hinzu.

Recht entspannt geht Tobias Killer, der Mannschftsführer der Herren 30 des Nordligisten FTSV Jahn Brinkum, mit der Situation um. „Klar wollen wir raus auf die Plätze und in der Sonne Sport treiben. Aber wenn es nicht geht, dann geht es nicht. Es gibt momentan sicherlich wichtigere Dinge, als eine Tennissaison zu spielen. Ich sehe noch nicht, dass wir im Juni wieder Punktspiele austragen“, sagt der 36-Jährige. Als Lehrer interessiere es ihn momentan weitaus stärker, wann und wie die Schulen wieder geöffnet werden.

Die Brinkumer jedenfalls könnten auf der Anlage am Brunnenweg recht schnell in

die Spur kommen, denn schon vor den Kontaktbeschränkungen waren vier der insgesamt elf Außenplätze komplett hergerichtet.

In der Warteschleife befinden sich natürlich auch die Damen 40 des TC Blau-Weiß Varrel (Verbandsklasse). „Ich laufe ohnehin recht häufig und bin daher einigermaßen fit. Aber das Spiel mit dem Schläger fehlt mir schon“, sagt Mannschaftsführerin Christina Mengkowski.

Aber die 52-Jährige darf etwas hoffnungsvoller in die nähere Zukunft schauen, als ihre zuvor schon erwähnten männlichen Kollegen. Grund: Die Saison in der Verbandsklasse soll erst im Juli beginnen. Doch Mengkowski ist diesbezüglich noch vorsichtig: „Ich bin mir momentan nicht sicher, ob das klappt. Meiner Meinung nach stehen die Chancen 50:50.“

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