SC Twistringen beim Barrier TC

Tennis trifft Fußball

Die Twistringer Benno Schmidt (von links), Maurice Künning, Julian Fuhrmann, Philipp Meyer, Jens Lange, Nils Warnke und Lennart Bors stehen in der Barrier Tennishalle.
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Tauschten das Leder gegen den Filzball: Die Twistringer Benno Schmidt (von links), Maurice Künning, Julian Fuhrmann, Philipp Meyer, Jens Lange, Nils Warnke und Lennart Bors. Michael Schultalbers schoss das

Der Barrier TC hatte wegen Corona kostenloses Training für Mannschaften anderer Sportarten angeboten - und die Fußballer des SC Twistringen schlugen gerne zu. Witzig war‘s.

  • Twistringer Fußballer betreten Tennis-Neuland in der Halle des Barrier TC.
  • Barriens Philipp Meyer trainiert seine Kicker-Kollegen.
  • Michael Schultalbers braucht die gesamte Hallenhöhe.

Barrien – Als Michael Schultalbers von der Aktion des Barrier TC Wind bekam, war er sofort Feuer und Flamme. „Ich bin jederzeit bereit“, grinste der Co-Trainer des Fußball-Bezirksligisten SC Twistringen Anfang November – halb im Spaß, halb im Ernst. Die Barrier hatten – und tun es noch – angeboten, Akteuren aus wegen des Corona-Lockdowns untersagten Mannschaftssportarten bis zu drei Stunden Plätze in ihrer Tennishalle zur Verfügung zu stellen. Philipp Meyer, Spieler im Herren-Team des SCT und in der zweiten Herren-Mannschaft des BTC, fand die Aktion „richtig geil“, organisierte ein Training mit seinen Fußballer-Kollegen – und Schultalbers „hat seine Drohung wahrgemacht“, berichtet Meyer lachend.

Seinen Trainer schickte der Abwehrchef des Tabellenvierten der unterbrochenen Saison in die erste Gruppe, gemeinsam mit seinen Teamkollegen Lennart Bors, Benno Schmidt und Maurice Künning. „Das waren alles blutige Anfänger“, berichtet Meyer. Dem Spaß auf dem Court tat es jedoch keinen Abbruch. „Es hat wahnsinnig viel Bock gemacht, da ein bisschen Blödsinn zu machen“, sagt Schultalbers und betont: „Es ist immer schön, die Jungs wiederzusehen und auch mal rauszukommen.“

Nach einer Stunde wechselte „Coach“ Meyer die Gruppe, Altherren-Spieler Julian Fuhrmann, Torwarttrainer Jens Lange und Nils Warnke aus der zweiten SCT-Mannschaft versuchten sich nun am gelben Filzball. „Die Jungs waren wirklich gut“, musste und wollte Meyer seiner „alten Truppe einen Leistungsvorsprung“ attestieren: „Es hat richtig Spaß gemacht, da konnte ich auch ein bisschen mitspielen.“ Der Fokus habe „natürlich auf maximal vielen Ballwechseln“ gelegen.

BTC-Chef Held ist begeistert: „Eine coole Sache“

Der Innenverteidiger hätte auch gerne noch mehr Teamkollegen auf dem Court begrüßt, „aber der Termin passte manchen nicht so gut“. Von den Teilnehmern habe er aber „ganz gutes Feedback“ erhalten, „wir haben alles in allem eine runde Aktion daraus gemacht“.

Darüber freut sich auch Wolfgang Held. „Das ist eine coole Sache“, betont der BTC-Vorsitzende mit Blick auf die Aktion seines Vereins: „Es ist echt gut angekommen, wir haben einige erreicht.“ Besonders zufrieden ist er mit dem Verhalten der „Gäste“ in der Halle: „Die Regeln wurden sehr gut eingehalten, wie der Abstand zum Beispiel. Das haben alle gut gemacht.“

Vor allem Schultalbers nutzte den vielen Platz in der Halle aus – auch mit dem Schläger. „Ich habe die volle Höhe gebraucht, die Decke war mehr Teil meines Spiels als der linierte Platz“, erzählt der 32-Jährige grinsend: „Mit so einem kleinen Ball kann ich nicht umgehen, und das hat man leider auch auf dem Platz gesehen.“ Tennis wolle er nun auf seine Liste mit Sportarten, „die ich nicht mehr für mich in Erwägung ziehe“, abhaken. Das sei ein guter Plan, frotzelt Meyer: „Schulti ist im Vergleich zu den anderen leistungsmäßig abgefallen.“ Diese Kritik will der Coach allerdings nicht auf sich sitzen lassen. „Damit ist der Stammplatz weg“, lacht Schultalbers: „Philipp wird in die zweite Mannschaft degradiert.“

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