Vilsens Coach Uwe Sieling sprüht nach 2:4 gegen Syke nicht gerade vor Optimismus / Henry Marcineck: „Traumhafter Start“

„Tendenz geht Richtung Kreisliga“

Vilsens Kapitän Wilken Harf (links) und Sykes Manndecker Henrik Winter lieferten sich gestern packende Duelle, wobei der Syker als leichter Punktsieger hervorging.

Kreis-Diepholz - Von Gerd TöbelmannBR.-VILSEN · Im dunklen Keller der Fußball-Bezirksliga war das gestern so eine Art Schlüsselspiel – zumindest für den SV Bruchhausen-Vilsen, der unter dem neuen Trainer Uwe Sieling im Derby gegen den TuS Syke seinen ersten Sieg einfahren wollte. Doch der Schuss ging vor 150 Zuschauern auf eigenem Platz mit 2:4 (1:2) komplett nach hinten los. Während Vilsen ungewollt den letzten Platz zementierte, verließ Syke die Abstiegsränge und kletterte auf Platz zehn.

Klar, es liegt fast noch die gesamte Rückrunde vor den Teams, aber Sieling, eigentlich für seinen Optimismus bekannt, blickte den Realitäten ins Auge: „Die Tendenz geht ganz klar Richtung Kreisliga. Da müssen wir uns nichts vormachen.“ Und was passiert dann mit dem Trainer Sieling, der vorerst nur bis zum Saisonende zugesagt hat? „Von mir aus würde ich die Mannschaft auch in der Kreisliga trainieren wollen. Wir werden das alles aber in der Winterpause bereden.“

Liebend gern würde Sieling in der Bezirksliga weitermachen, aber dazu hätte es eigentlich schon eines Sieges gegen Syke bedurft. Der schon nach sieben Minuten Lichtjahre weit entfernt war. „Wir hatten wirklich einen traumhaften Start. Das hat uns in die Karten gespielt“, stellte Sykes Coach Henry Marcineck nach der Partie fest. Wohl wahr. Vilsen war noch gar nicht recht sortiert – da lag das Team auch schon mit 0:2 zurück. Zunächst knallte Frank Weseloh die Kugel mit Vollspann zum 1:0 (3.) ins Netz – vier Minuten später köpfte Kapitän Lars Knopff nach Rose-Freistoß das 2:0. Vilsens Keeper Dennis Kastendieck (hat Lars Bobrink als Nummer eins verdrängt) streckte sich zwar, aber bei einer für einen Keeper unterdurchschnittlichen Körpergröße ist Sprungkraft eben nicht alles. Sieling verteidigte seinen Keeper jedoch: „Dennis bleibt im Tor, weil er an sich arbeitet und uns auch schon Punkte gerettet hat.“

Gestern klappte das nicht. Vilsens witterte nach dem 1:2 (44.) durch Tobias Wittes Kopfball-Lupfer zwar Morgenluft, wurde aber unmittelbar nach der Pause (46.) wieder auf den Boden der Tatsachen geholt. Kassim Evers hatte von der halbrechten Seite abgezogen, dabei Christian Mewes getroffen, von dessen Bein sich der Ball unhaltbar für Kastendieck zum Syker 3:1 ins Netz senkte.

Einige der Vilser Fans mochten da an Sielings Einstand beim 4:4 gegen Uchte gedacht haben, als ihr Team mit zwei Toren zurücklag und mit unbändigem Kampf noch ein Remis ergattert hatte.

Gestern ging zumindest in der 55. Minute auch ansatzweise in diese Richtung, denn nach Freistoß von Björn Wellmer, dem besten Vilser, köpfte Jonas Lampa das 2:3. Wenig später hatte der Defensivmann tatsächlich das 3:3 auf dem Fuß, doch Weseloh warf sich dazwischen und klärte.

Minute für Minute wurden die Vilser Remis-Bemühungen jedoch harmloser. Erst recht, als Syke in der 72. Minute das 4:2 erzielt hatte. Nach Befreiungsschlag von Libero Jan Wittenberg setzte sich der starke Julio Martin-Hinze durch, ließ Kastendieck keine Chance und feierte seinen Treffer mit einem astreinen Salto rückwärts.

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