Top-Talent Hippler über seine Anfänge bei Heiligenrode und Zukunftspläne

„Tempo war arg schnell“

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Tobias Hippler gibt seine Rückhand-Schwäche zu: „Da kann man mich immer noch zu oft festnageln.“ Als Fernziel gibt der 15-Jährige die 2. Bundesliga aus. ·

Heiligenrode - Von Carsten Drösemeyer. Dieser Wechsel ist bitter für den Tischtenniskreis Diepholz: Nach drei erfolgreichen Jahren verlässt Shootingstar Tobias Hippler den Verbandsligisten TSV Heiligenrode und versucht sein Glück beim Regionalligisten TuS Celle. Zeit, mit dem 15-Jährigen ein Fazit seiner Heiligenroder Zeit zu ziehen.

Tobias, drei Jahre in Heiligenrode liegen hinter Dir. War es der richtige Schritt, als Zwölfjähriger zum TSV zu wechseln?

Tobias Hippler:Ja, auf alle Fälle. Heiligenrode hat mir in meiner Entwicklung sehr gut getan. Hier konnte ich in Ruhe reifen.

Gab es damals noch andere Angebote?

Hippler:Die gab es. Am Ende musste ich mich zwischen dem SC Marklohe und Heiligenrode entscheiden.

Was gab den Ausschlag?

Hippler:Ich kam von Beginn an mit den Leuten in Heiligenrode besser klar. Mark-lohe hätte wahrscheinlich schlechter gepasst.

Du bist in der Zweiten gestartet, wurdest jedoch bereits zur Rückrunde in die Erste hochgezogen. Hattest Du keine Bedenken, dass die Landesliga Dich noch überfordern könnte?

Hippler:Das Tempo war schon arg schnell – bereits nach einem halben Jahr von der Bezirks- in die Landesliga aufzusteigen. Aber zum Glück habe ich dann zum Auftakt gegen Badenstedt gleich beide Einzel gewonnen. Da wusste ich, es geht.

Und wie es ging. Erst hast Du mit Deinen Leistungen erheblich zum Verbandsliga-Aufstieg beigetragen, dann mitgeholfen, Heiligenrode in der Verbandsliga zu etablieren. Am Ende verlässt Du den TSV als Nummer eins. War diese rasante Entwicklung zu erwarten?

Hippler:Nein, niemals. Das ging alles viel schneller als erwartet. Aber ich habe mich immer wohlgefühlt und gut trainiert. Dazu noch das tolle Training im niedersächsischen Landeskader. Es hat einfach alles gepasst. Ich bin kontinuierlich besser geworden.

Wo siehst Du Deine größten Verbesserungen?

Hippler:Gerade im Aufschlag-Rückschlag-Spiel bin ich viel stärker geworden. Außerdem habe ich mittlerweile einen deutlich besseren Treffpunkt beim Vorhand-Topspin. Dadurch kann ich die Ballwechsel dominieren.

Und Deine Schwächen?

Hippler:Eindeutig die Rückhand. Da kann man mich immer noch zu oft festnageln. Und wenn ich als Linkshänder die Rückhand umlaufe, werden die Wege in die Vorhandseite natürlich richtig weit.

Schwächen, die es künftig abzustellen gilt. Die Regionalliga ist ja wahrscheinlich eine ganz andere Hausnummer.

Hippler:Absolut. Da muss ich mich erst einmal etablieren. Aber ich kenne bereits einige Mitspieler vom Landeskader. Das war auch ein Grund, warum ich mich für Celle entschieden habe.

Ist die Regionalliga das Höchste der Gefühle?

Hippler:Ich hoffe nicht. Erst einmal möchte ich mich in Celle durchsetzen, dann später mein Abitur bauen und im Idealfall mein Studium durch Tischtennis finanzieren. Wenn alles optimal läuft, könnte ich es vielleicht einmal bis in die 2. Bundesliga schaffen. Aber das ist ein weiter Weg.

Oder wir sehen Tobias Hippler irgendwann doch im Nationaltrikot.

Hippler:Das wäre natürlich ein Traum. Dann müsste ich allerdings noch einen riesigen Sprung machen. Klar gab es das schon, aber man sollte nicht damit rechnen.

Was bleibt aus drei Jahren Heiligenrode?

Hippler:Eine tolle Zeit mit super Mannschaftskameraden. Leider spielt Heiligenrode ja nach dem freiwilligen Abstieg künftig in der Landesliga. Ich hätte mich zu gerne mit dem Klassenerhalt verabschiedet. Aber ohne Dietmar Scherf und mich ist der Neuanfang wohl sinnvoll. Ich wünsche dem TSV alles Gute dabei.

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