Erichshofer Sprinterin Fenja Schäfer hoch motiviert nach Wechsel zum BLT

Tatendrang auf der Tartanbahn

Fenja Schäfer (M.) bei einem Rennen.
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Wenn Corona es wieder zulässt, wird die Erichshoferin Fenja Schäfer (Mitte) ihre Wettkämpfe für das Bremer Leichtathletik Team bestreiten.

Erichshof – Sie kann trainieren – immerhin. Wenn auch nur in einer Zweiergruppe plus Coach. Sich zu bewegen und auszupowern (und das derzeit viermal pro Woche), tut Fenja Schäfer einfach gut. Die 18-jährige Sprint-Spezialistin ist nach ihrem Wechsel vom FTSV Jahn Brinkum zum Bremer Leichtathletik Team (BLT) voller Tatendrang. Und diese Energie und das Durchhaltevermögen wird sie auch brauchen, denn Wettkämpfe stehen vorerst nicht auf dem Programm. Training, Training, Training – so sehen wegen der Corona-Pandemie die kommenden, eher eintönigen Monate aus. „Die Hallensaison fällt leider komplett flach, deshalb werden wir im Training auch mal ein bisschen gegeneinander laufen, um Spannung reinzubekommen“, sagt Schäfer.

  • Fenja Schäfer bereut Wechsel vom FTSV Jahn Brinkum zum Bremer Leichtathletik Team nicht.
  • In Brinkum fehlte ihr zuletzt das Feuer.
  • Hallensaison fällt wegen Corona komplett aus.

Im Alter von sechs Jahren hatte sie in Brinkum mit der Leichtathletik begonnen und dort dann insgesamt zwölf Jahre verbracht – die meisten davon mit Klaus Lange als Coach. „Der Abschied von ihm tut mir am meisten weh“, verrät Schäfer: „Zu ihm habe ich eine enge Bindung, ihn habe ich öfter gesehen als meine Oma und meinen Opa. Wir haben auf dem Weg zu Wettkämpfen einige Zeit im Auto verbracht und viel geschnackt.“

Ex-Trainer Klaus Lange hat Verständnis

Lange sieht den Wechsel einer seiner besten Athletinnen „mit einem weinenden Auge, ganz klar. Ich kenne Fenja schon so lange, sie ist mir sehr ans Herz gewachsen“. Er hat aber vollstes Verständnis, dass Schäfer diesen Schritt nun ging. „Wir haben in Brinkum nur die Jugend und eben keine U 20. Was soll sie hier als einzige Große rumtoben?“, fragt Lange und fügt an: „Bei uns war eben eine Grenze erreicht, ihr Wechsel kommt zum richtigen Zeitpunkt. 100 Meter und Staffel – damit passt sie wunderbar zum BLT.“

Was soll sie hier als einzige Große rumtoben? Sie passt wunderbar zum Bremer Leichtathletik Team.

Brinkums Trainer Klaus Lange kann den Wechsel von Fenja Schäfer nach Bremen absolut nachvollziehen.

In Brinkum, das gibt Schäfer zu, fehlte ihr selbst zuletzt ein wenig das Feuer. Ihre Altersklasse sei sehr spärlich besetzt gewesen – „und da habe ich mich gefragt, ob es das noch bringt, ob es mir noch genug Spaß macht.“ Ihre Antworten auf diese Fragen: Die Erichshoferin, die ihre Ausbildung bei der Kreissparkasse in Syke macht, entschied sich für eine Luftveränderung. „Für meine Motivation war das auf jeden Fall gut“, meint Schäfer.

Mit der Staffel zur Deutschen Meisterschaft

Nach einem Probetraining in Bremen war sie schnell vom BLT überzeugt: „Hier habe ich mehr Möglichkeiten und mehr Leute im Training.“ In der Leistungsgruppe von Coach Jens Ellrott sind insgesamt sieben Athleten. „Wir haben auch schon eine Staffel gebildet“, erzählt Schäfer, die künftig neben den 100 Metern (Bestzeit 12,43 Sekunden) auch über die 200 antreten möchte – und bereits feste Ziele für die Zeit nach Corona hat. Im Sommer, falls dann wieder Wettkämpfe ausgetragen werden, will sie unbedingt bei den Deutschen Meisterschaften der U 20 dabei sein – bestenfalls über 100 und 200 Meter. „Vielleicht klappt es über die 100 ja auch mit einer Teilnahme in der U 23“, hofft Schäfer. Und bei den „Deutschen“ der Erwachsenen würde sie gerne mit ihrer Bremer Staffel starten.

Hin und wieder wird sie auf den Wettkämpfen auch ihren bisherigen Trainer Klaus Lange treffen. „Und dann“, sagt Schäfer mit einem Schmunzeln, „können wir wieder ein bisschen schnacken“.

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