Tennis-Landesmeisterschaft

Erlewein schlägt Schröder im Barrier Finale

Bendix Schröder (li.) und Tarek Erlewein
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Teamkollegen und Rivalen: Bendix Schröder (li.) und Tarek Erlewein.

Tarek Erlewein ist im Moment kaum zu schlagen. Der 17-Jährige stellte seine starke Form auch bei der TNB-Landesmeisterschaft in Oldenburg unter Beweis – und schlug seinen Teamkollegen Bendix Schröder im Finale.

Oldenburg/Barrien – Als Tarek Erlewein und Bendix Schröder das erste Mal aufeinander trafen, waren die beiden noch Grundschüler. In der U 8 spielte der Brinkumer Erlewein gegen den Barrier Schröder – und gewann. „In der Jugend hat er mich immer geschlagen, darum ist er im direkten Vergleich wahrscheinlich klar vorne“, erzählt Schröder schmunzelnd. Mindestens zweimal jährlich, schätzt er, hätten sich die beiden heutigen BTC-Teamkollegen seitdem gegenübergestanden. Am Samstag im vorläufig größten Match, dem U 18-Finale der TNB-Landesmeisterschaft in Oldenburg – das mit einer Machtdemonstration Erleweins endete. Doch der Reihe nach.

Als er die Auslosung gesehen hatte, „habe ich schon gehofft, dass ich gegen Tarek im Finale spiele“, sagte Schröder: „Ich wusste, dass wir beide eine gute Chance haben, dort hin zu kommen.“

Bendix Schröder trotzte einer Knieverletzung und spielte sich bis ins Finale.

Eigentlich verlief der Auftakt gegen Marc Soriano Sanchez am Freitag gut, doch Anfang des zweiten Satzes spürte der 17-Jährige etwas in seinem Knie, konnte nicht mehr richtig laufen. Das frühe Break transportierte er dennoch zum 6:4, 6:3-Erfolg gegen den Linkshänder, der „typisch spanisch“ spielte. Das wohl schwierigste Match sollte am selben Tag folgen – denn die Verletzung machte Schröder zu schaffen, und er musste sein Spiel umstellen, von „80 Prozent sicher zu 120 Prozent jedes Mal voll drauf“. Kurze Ballwechsel gegen den ebenfalls aggressiven Mark Westphal waren die Folge, nach einem 7:3 im Tiebreak half dem Barrier das Adrenalin zu einem frühen Break und 6:4 im zweiten Satz.

Erlewein hatte am ersten Tag weniger zu kämpfen. Spielerisch verlief sein Auftakt gegen Ben Heine zwar weniger zufriedenstellend, trotzdem reichte es zu einem 6:2, 6:1. Im Viertelfinale spielte der 18-Jährige deutlich stärker. „Nach dem Einspielen dachte ich, das wird ein enges Spiel“, sagte er. Wurde es aber nicht. Erlewein setzte gegen Dennis Wiebe „viel die Vorhand“ ein und zog umso mehr durch – 6:1, 6:3.

Weniger aggressiv versuchte es Schröder am Samstag gegen Henri Schubert, den der Barrier als „Ballwand“ bezeichnete: „Ich musste mir was einfallen lassen.“ Und das tat Schröder, der sein lädiertes Knie nicht mehr so sehr spürte. Er spielte viel Slice, holte seinen Gegenüber ans Netz – und legte nach dem 7:4 im Tiebreak mit einem frühen Break in Satz zwei den Grundstein für das 6:2, das ihn ins Endspiel gegen Erlewein brachte. Denn sein Teamkollege setzte sich trotz einer erneut eher dürftigen Leistung („Ich war verkrampft, habe nicht frei durchgeschwungen“) mit 6:3, 6:3 gegen Noel Bartz durch.

Tarek Erlewein stellte seine überragende Form einmal mehr unter Beweis.

Und die zweiten Matches an den jeweiligen Tagen schienen Erlewein einfach mehr zu liegen. Er ließ „den Arm besser laufen“, traf nahezu jeden Schlag. „Tarek hat unfassbar gut gespielt, er hat die Linien getroffen und vielleicht zwei unerzwungene Fehler gemacht“, zeigte sich Schröder beeindruckt: „Ich habe ihn selten so gut gesehen, auch im Training nicht.“ Erlewein machte die wichtigen Punkte – und ging mit einem 6:2, 6:1 vom Platz.

„Ich bin in letzter Zeit echt zufrieden, habe durch Corona und eine kleinere Armverletzung fast zwei Jahre keine Turniere mehr gespielt“, meinte Erlewein: „In der Zeit habe ich einen kleinen Größenschub gemacht, so erkläre ich mir den Leistungssprung.“ Schröder konnte mit der Niederlage gut umgehen: „Ich bin natürlich nicht glücklich darüber, aber es war schon eine gute Leistung, ins Finale zu kommen.“

„Werbung für den Verein“

Er freute sich vor allem über das Barrier Finale. „Das ist Werbung für den Verein, für die Qualität des Trainings“, betonte Schröder, auch Erlewein bezeichnete die Situation als „etwas Besonderes“. Neben dem Platz, das versichern beide, hätten solche Matches keine Auswirkungen. „Wir verstehen uns gut“, sagte Erlewein.

Eines ist sicher: Spielen die Supertalente so weiter, dürfte dieses Finale nicht das letzte Duell zwischen Schröder und Erlewein gewesen sein. Vor knapp zehn Jahren ist eine Rivalität entstanden – die nun ihren vorläufigen Höhepunkt erlebt hat.

Auch Deliorman überzeugt in Oldenburg

In der U 12 der TNB-Niedersachsenmeisterschaft machte am Wochenende ebenfalls ein Barrier auf sich aufmerksam: Leon Deliorman. Ungesetzt spielte er sich bis ins Halbfinale vor, schlug auf diesem Weg unter anderem den an Nummer eins positionierten Ben Gorka mit 0:6, 6:4, 6:2. In der Vorschlussrunde war gegen Philipp Horst (Nummer drei) Schluss.

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