Barrier überragt erneut

Erlewein gewinnt hochklassiges Turnier – und staunt über sich selbst

Tarek Erlewein
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Er trifft den gelben Filzball derzeit fast wie er will: Tarek Erlewein vom Barrier TC.

Tarek Erlewein ist in absoluter Topform. Das hat der Spieler des Barrier TC am Wochenende wieder mal unter Beweis gestellt. Der 18-Jährige biss sich durch zwei enge Matches – und fuhr am Ende mit einem überragenden Match einen unverhofften Turniersieg ein.

Lohne/Barrien – Am Ende war Tarek Erlewein baff. „Ich habe wirklich unfassbar gespielt“, freute sich der Tennisspieler des Barrier TC: „So ein Turnier habe ich vorher noch nie gewonnen.“ Beim A3-Preisgeldturnier in Lohne hatte sich Erlewein nach drei anstrengenden Tagen tatsächlich durchgesetzt, auf dem Weg zum Triumph schlug der 18-Jährige einige Kontrahenten, die in der Rangliste des Deutschen Tennis Bundes (DTB) deutlich über ihm stehen.

Erlewein war an Position 13 gesetzt. Die erste Runde gestaltete sich entspannt für die Barrier Nachwuchshoffnung. Mit 6:0 und 6:1 löste er die Pflichtaufgabe souverän. Doch dann wurde es bereits ernst. Er traf auf Kevin Kaczynski (Bielefelder TTC), die Nummer 210 der DTB-Rangliste, in Lohne an Nummer drei gesetzt. Für Erlewein sah es im ersten Satz gar nicht gut aus. „Ich kann es mir gar nicht so wirklich erklären, aber mir ging es körperlich ganz und gar nicht gut.“ Er bewegte sich etwas schwerfällig, dann kam auch noch Nasenbluten hinzu. Der erste Durchgang war schnell mit 2:6 weg. Aber Erlewein dachte nicht ans Aufgeben, bewies eine Riesen-Moral und gewann den zweiten Satz im Tiebreak mit 7:5. Damit schien er Kaczynskis Willen gebrochen zu haben, schließlich führte der Barrier im Matchtiebreak bereits mit 6:1, ehe „ich viel zu einfache Fehler gemacht habe“, erklärte Erlewein. So stand es plötzlich 6:7 – doch plötzlich bekam er die dritte Luft und ergatterte den Matchtiebreak mit 10:8.

Ein weiterer Sieg im Matchtiebreak

Erleweins Teamkollege Maxim Triller scheiterte in Lohne in der zweiten Runde mit 2:6, 7:5, 3:10 gegen Lukas Lückemeier (TC Hiltrup).

Für Erlewein, noch lediglich die Nummer 693 in Deutschland, ging es weiter. Im Viertelfinale wartete ein weiterer Kraftakt. Gegen Ferdinand Schlüter (Tennis- u. Squash-Club Halstenbek/300 im DTB-Ranking) ging es nach einem 4:6 und 6:2 erneut in den Matchtiebreak. Und beim Stand von 4:8 schien Erleweins Turnierreise in Lohne beendet zu sein. Dann sei er ins Risiko gegangen. „In diesen Momenten habe ich zum Glück gar nicht so viel nachgedacht“, betont er: „Und so habe ich dann wahnsinnige Bälle gespielt.“ Der Lohn: Ein weiteres 10:8 im Matchtiebreak.

Satte viereinhalb Stunden hatte Erlewein gebraucht, um sich gegen Kaczynski und Schlüter durchzusetzen. Das Halbfinale war hingegen schnell vorbei. Gegner Tjark Kunkel (TV Blau-Weiß Neustadt), erst 16 Jahre jung, gab beim Stand von 0:3 verletzt auf.

Auch Bendix Schröder hat eine gute Turnier-Woche hinter sich

Und so stand der Barrier tatsächlich im Finale. Es folgte ein Endspiel, das Erleweins Wochenende wahrlich die Krone aufsetzte. Beim 6:1, 6:2 ließ er Jonas Lichte (TuS Wettbergen Hannover/192 in Deutschland) keine Chance. „Ich habe einfach jeden Ball getroffen“, staunte der Youngster über sich selbst: „Dadurch konnte ich ein Tempo entwickeln, das er nicht mitgehen konnte.“

Das gelang Bendix Schröder am Samstag zu selten. Der Barrier trat zum Achtelfinale in Minden an und musste gegen einen „sehr unangenehmen“ Gegner ran, Jan Golenia (Tennisclub Gieboldehausen) stellte ihn mit seinem variablen Spiel (Schröder: „Er hat mal draufgehauen, dann nur Stops gespielt, man wusste nicht, was kommt“) vor Probleme. Doch der BTC-Spieler, der unter der Woche bei einem Turnier in Aurich das Halbfinale erreicht hatte, behielt zweimal bei 2:5-Rückstand die Nerven und drehte die Sätze jeweils zum 7:5 um. Im Viertelfinale war dann gegen Philipp Scholz (TC Kaunitz/200 im DTB-Ranking) trotz einer guten Leistung Schluss. „Mir hat ein bisschen mein erster Aufschlag gefehlt“, meinte Schröder nach dem 4:6, 1:6 gegen den starken Zweitgesetzten. Dennoch war der Barrier über seine Tenniswoche „ganz glücklich“.

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