Startnummer 2

Tarek Erlewein ist der „50-Prozent-Boy“

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Startnummer 2: Tarek Erlewein

Heiligenrode - So langsam braucht Tarek Erlewein eine neue Vitrine, denn in der alten ist bald kein Platz mehr. Kein Wunder, schließlich hat das zwölfjährige Tennistalent des TSV Heiligenrode im Jahr 2015 richtig abgeräumt: Bei mehr als 20 Turnieren war der Schüler am Start, fast die Hälfte gewann er.

Highlights waren der Doppeltitel bei den Norddeutschen U12-Meisterschaften in Norderstedt, die Turniersiege bei den stark besetzten Wettbewerben in Blankenese und Essen, das Erreichen des Viertelfinals beim Internationalen Tennisturnier in Münster („Bärchen Cup“) sowie der Titel bei den U12-Hallenverbandsmeisterschaften. Der Lohn war der Sprung auf Platz 25 der deutschen Rangliste in seinem Jahrgang 2003.

„Das war mein erfolgreichstes Jahr. Besonders die Freiluftsaison ist glänzend verlaufen“, strahlt der Zwölfjährige, der als offensiver Grundlinienspieler besonders mit seiner starken Vorhand und mentaler Stärke besticht. Bereits der Jahresauftakt verlief sehr vielversprechend: Bei den U12-Verbandsmeisterschaften setzte er sich in einem spannenden Finale mit 7:6 und 6:3 gegen seinen Vereinskameraden Justus Kressmann durch. Verbands-Jugendwart Nicolas Sanchez de la Torre schwärmte später von einem „der besten U12-Finalspiele“, das er in den letzten Jahren gesehen habe.

Ende Mai gelang Tarek Erlewein dann ein großer Triumph: An Position sechs gesetzt, gewann er das stark besetzte Pfingstturnier in Blankenese. Im 128 Mann großen Teilnehmerfeld warf er unter anderem die Nummern eins und vier der Setzliste aus dem Turnier, ehe er im Finale einen Niederländer bezwang.

Überraschend war nur wenige Wochen später der Gewinn des U12-Doppeltitels bei den Norddeutschen Jugendmeisterschaften in Norderstedt. „Alessio Vasquez-Gehrke aus Berlin und ich kannten uns vorher nur vom Sehen. Da wir beide keinen Doppelpartner hatten, haben wir uns zusammengetan. Ich hätte aber nicht gedacht, dass wir uns gegen die eingespielten Duos durchsetzen können“, freute sich Erlewein. Ein Highlight war zudem der „Bärchen Cup“ in Münster, wo sich die Zwölfjährigen erstmals mit der internationalen Konkurrenz messen können. „Das war schon cool, gegen Spieler aus dem Ausland antreten zu dürfen. Da mussten wir den Spielstand immer auf Englisch durchgeben oder auch auf Englisch diskutieren, wenn es nötig war. Das hat immer gut geklappt“, verrät Erlewein.

Seine Erfolge kommen nicht von ungefähr. Sieben Trainingseinheiten absolviert das ehrgeizige Tennistalent in der Woche: Drei im Verband, zwei im Verein und zwei während der Schulzeit - er geht in Bremen auf eine sportbetonte Gesamtschule, die dieses fördert. Am Wochenende stehen dann häufig Turniere an. „Tennis macht mir Riesenspaß. Zeitlich bekomme ich auch alles gut unter einen Hut“, bekräftigt der Siebtklässler.

Beim TSV Heiligenrode und Trainerin Hanka Schmidt habe er viel gelernt und sich stets wohl gefühlt, betont er. Doch aufgrund der besseren Perspektiven im Herrenbereich wechselte er Anfang Oktober zum Barrier TC. Für seinen neuen Verein war er bereits im Dezember wieder erfolgreich: Er triumphierte beim U12-Wintercup in Essen. Ein Ende der Erfolgsserie ist nicht in Sicht, so dass Familie Erlewein sich demnächst eine neue Vitrine anschaffen sollte.

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