SPORTLERWAHL SPEZIAL Diepholzerin hat ihr Hobby zum Beruf gemacht

Tanzen die große Liebe von Maike Hoppenburg

Die frühere Kunstturnerin Maike Hoppenburg zeigt eine Sitzwaage am Boden.
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Sitzwaage am Boden: Maike Hoppenburg, frühere Kunstturnerin der SG Diepholz und heutige Tanzlehrerin, hat von ihrer Gelenkigkeit und Fitness kaum etwas eingebüßt.

Maike Hoppenburg, Sportlerin des Jahres 1987, hat früher leidenschaftlich gern geturnt. Die dreifache Landesmeisterin stieg mit 15 Jahren aus. Heute schlägt das Herz der 43-Jährigen für das Tanzen.

  • Nach sechs Wochen Zelte in Kapstadt als Au-pair-Mädchen abgebrochen.
  • Bei der Tanzschule Hoppenburg lernte Tanzlehrerin ihren späteren Ehemann Marc kennen.
  • Vierfache Mutter arbeitet bei Kurs „fitdankbaby“ liebend gern mit Kleinkindern.

Diepholz – An das Datum erinnert sich Maike Hoppenburg (geborene Großpietsch) nicht mehr, aber an den Ablauf ihrer Kür zur Sportlerin des Jahres 1987 schon: „Ich habe mich unter so vielen Erwachsenen ganz klein gefühlt. Ich bekam einen großen Pokal und eine Plakette – das war schon überwältigend.“ Die damals zehnjährige Turnerin der SG Diepholz wurde am Sonntag, 3. Januar 1988, in den Räumen des Verlagsgebäudes der Kreiszeitung geehrt. Sie hatte sich bei der zum zweiten Mal von der Kreiszeitung Syke, der Sulinger Kreiszeitung, dem Diepholzer Kreisblatt und dem Kreissportbund durchgeführten Sportlerwahl mit 706 Punkten vor Sportschützin Bianca Kuls (SV Rehden – 610 Zähler) durchgesetzt. Da die damalige Schülerin den Wanderpokal nach einem Jahr wieder abgeben musste, schenkten ihre Eltern ihr zur Erinnerung eine Trophäe.

Großpietsch, die seit 2002 mit Marc Hoppenburg verheiratet ist, gewann seit 1985 auf Kreis-, Bezirks- und Landesebene zahlreiche Titel. Mit 15 Jahren sagte die dreifache Landesmeisterin dem Kunstturnen ade. „Turnen habe ich gern gemacht. Bei den Wettkämpfen fühlte ich mich wie in einem Tunnel, habe es durchgezogen. Das war Adrenalin pur. Doch dann wollte ich an den Einzelmeisterschaften nicht mehr teilnehmen“, erläutert die 43-Jährige rückblickend.

Die gebürtige Vechtaerin stieg um: „Ich habe nur noch getanzt, zunächst just for fun. Später habe ich bei Kursen geholfen.“ Nach der zehnten Klasse verließ sie die Graf-Friedrich-Schule (GFS) in Diepholz, wechselte auf das Wirtschaftsgymnasium Lohne. 1997 machte sie das Abitur. Anschließend ging sie als Au-pair-Mädchen nach Kapstadt, brach ihre Zelte nach sechs Wochen ab und kehrte nach Diepholz zurück. Sie nennt einen entscheidenden Grund für ihren Rückzug: „Ich habe mich bei der Familie nicht wohlgefühlt.“

Ihre Liebe zum Tanzen blieb: „Das ist zum Lebensmittelpunkt geworden.“ Großpietsch arbeitete viel in der Tanzschule Hoppenburg, lernte hier auch ihren späteren Mann Marc kennen. Von 1999 bis 2002 machte sie eine vierjährige Ausbildung zur Tanzlehrerin. Den praktischen Teil absolvierte sie in Cloppenburg in der Tanzschule Schwantje und den theoretischen in Harburg (Stadtteil im Süden Hamburgs). Die frühere Kunstturnerin der SG Diepholz legte 2002 erfolgreich die Abschlussprüfung zur ADTV-Gesellschaftstanzlehrerin ab. Ein Jahr zuvor hatte sie sich bereits als ADTV-Kindertanzlehrerin und Dance4Fans (Videoclip-Dancing) Instructorin ausbilden lassen. Seit 2011 ist sie auch noch Zumba Instructorin.

Maike Hoppenburg machte 2014 noch eine Zusatzausbildung „fitdankbaby“. Hier lernen Mutter und Kind in den ersten Monaten nach der Geburt, sich bei Musik sportlich zu bewegen. „Das macht viel Spaß und ist ganz schön“, unterstreicht die Kindertanzlehrerin, die bei einem Kurs („werden immer gut angenommen“) ihre Tochter Fee dabei hatte.

Die in Diepholz lebende vierfache Mutter fühlt sich in ihrem Sport pudelwohl: „Ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht, habe einen starken Ehrgeiz und liebe die Professionalität.“ Familie und Tanzschule füllen sie voll aus.

Und was macht Maike Hoppenburg für sich? „Ich gehe gern joggen und in die Sauna“, verrät die frühere „Sportlerin des Jahres“.

Corona setzt auch Tanzschulen zu

Die Corona-Pandemie setzt auch den Tanzschulen zu. So ist die Tanzschule Hoppenburg in den zwei Lockdowns seit viereinhalb Monaten und die Tanzbar sogar seit Mitte März geschlossen. „Wir arbeiten nur noch online“, seufzt Tanzlehrer Marc Hoppenburg, der mit seiner Frau auf bessere Zeiten hofft.

Steckbrief

Name: Maike Hoppenburg, geborene Großpietsch

Alter: 43 Jahre

Wohnort: Diepholz

Beruf: Tanzlehrerin

Größte sportliche Erfolge: dreifache Landesmeisterin im Kunstturnen

Verein: SG Diepholz

Privates: seit 2002 verheiratet mit Marc Hoppenburg (53), vier Kinder – Mika (17), Caspar (15), Leevi (7) und Fee (6)

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