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Tanita Häfker: Vielseitig einsetzbar und immer für Tore gut

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Torgefährlich und variabel: Tanita Häfker.

Heiligenfelde - Obwohl Tanita Häfker mit ihren gerade einmal 17 Lenzen beim SV Heiligenfelde eigentlich noch Welpenschutz beantragen könnte, zählt sie beim Fußball-Bezirksligisten bereits zu den absoluten Führungsspielerinnen.

Zumindest preist Trainer Kim Neubert die sympathische Gymnasiastin als „total pflegeleicht, extrem ehrgeizig und aufnahmefähig. Tanita kann ich überall einsetzen. Sie versteht die Taktik sofort und ist äußerst flexibel.“

Am wohlsten fühlt sich Häfker allerdings im Sturm. Dort kann der schnelle Youngster seine Stärken am besten einbringen: Technik und eine gehörige Portion Torriecher. Mit elf Treffern liegt der 90er-Jahre Fan („eigentlich bin ich im falschen Jahrzehnt geboren…“) auf Platz zwei der Torjägerinnen-Liste. Lediglich Teamkollegin Anika Wilms thront mit 14 „Buden“ über ihr. Doch Tore sind der Abiturientin in spe ohnehin nicht am wichtigsten. „Wenn mich meine Eltern nach dem Spiel fragen, wie oft ich getroffen habe, weiß ich das oft gar nicht“, schmunzelt Häfker. Sie versteht sich eher als Mannschaftsspielerin und kommt mit ihrer bescheidenen Art im Team überaus gut an.

Auf dem Platz ist es mit der Bescheidenheit dann aber schnell vorbei. Dort kann sich die 17-Jährige durchaus gut wehren. Kein Wunder: Schließlich musste sich Häfker am Anfang ihrer Fußball-Karriere zumeist gegen männliche Artgenossen durchsetzen. „In meinem Heimatverein TSV Neubruchhausen gab es keine Mädchenmannschaft. Also habe ich bei den Jungs mitgekickt“, blickt Häfker neun Jahre zurück. Wobei die begeisterte Film-Liebhaberin („bald kommen die ganzen Oskar-Streifen heraus. Da freue ich mich schon drauf.“) allerdings vergisst zu erwähnen, dass sie nicht einfach nur „mitkickte“, sondern das Team vielmehr als Kapitänin aufs Feld führte. Wohlgemerkt als einziges Mädchen unter lauter Jungs, was eindeutig für das große Talent von Häfker spricht.

Trotz ihrer Klasse schließt sie einen Wechsel zu einem höher platzierten Verein – wie etwa Landesligist TuS Sulingen – allerdings kategorisch aus: „Ich fühle mich in Heiligenfelde einfach wohl. Hier stimmt das Miteinander. Wir sind eine verschworene Gemeinschaft und unternehmen auch privat viel zusammen. Als ich noch in Lahausen bei den B-Mädels gekickt habe, war das ganz anders. Beim SVH ist alles viel familiärer.“

Außerdem braucht Häfker vielleicht gar nicht mehr lange auf eine höhere Spielklasse zu verzichten. Schließlich „rockt“ Heiligenfelde bislang die Bezirksliga und rangiert derzeit punktgleich mit dem Zweiten SG Hannover 1874 auf Platz drei. Für einen Aufsteiger ohnehin schon eine bärenstarke Leistung, doch Häfker will sich damit keinesfalls begnügen: „Spätestens nächste Saison würden wir schon gerne aufsteigen. Ich habe aber auch nichts dagegen, wenn es bereits in diesem Jahr klappt.“ Keine Frage: Mit einer Führungsspielerin wie Tanita Häfker muss die Landesliga für den SV Heiligenfelde kein Traum bleiben.

drö

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