Werder Bremen verliert sein zweites Bundesliga-Punktspiel

Tamas: „Uns hat das Glück gefehlt“

Werders Hunor Szöcs (Bild) bot gegen Ochsenhausens Hugo Calderano zwar eine tolle Partie, verlor das Match aber in fünf Sätzen. - Foto: Westermann

Bremen - Zweites Spiel, zweite Niederlage. Tischtennis-Bundesligist SV Werder Bremen tritt nach der 1:3-Heimpleite gegen den TTF Liebherr Ochsenhausen momentan eindeutig auf der Stelle.

Entsprechend geknickt wirkte Bremens Coach Cristian Tamas nach der Partie: „Uns hat einfach das letzte Quäntchen Glück gefehlt. Im entscheidenden Augenblick lief alles gegen uns.“ Und zwar von Beginn an, da ausgerechnet SVW-Spitzenspieler Bastian Steger im Auftakteinzel patzte. Dabei schien Bremens Nummer eins nach einem Kraftakt (1:2-Satzrückstand und 2:5 im vierten Durchgang) im fünften Satz bereits klar auf der Siegerstraße zu liegen. 5:0 und 7:3 führte Steger gegen Jakub Dyjas schon, um doch noch mit 9:11 zu scheitern. „Das war der Knackpunkt. Der Punkt war natürlich fest eingeplant“, ächzte Tamas – warb aber gleichzeitig für Verständnis für Steger: „Basti ist ein Mensch und keine Maschine. Auch er kann mal einen schlechten Tag erwischen.“ Sicherlich richtig, doch wenn Steger nicht punktet, geht meistens das gesamte Match ebenfalls in die Hose. So auch diesmal: Obwohl Hunor Szöcs gegen Weltklasse-Akteur Hugo Calderano eine begeisternde Vorstellung bot, musste er am Ende knapp mit 2:3 passen. „Das ist so schade“, seufzte Tamas. „Hunor hat überragend gespielt, sich aber leider nicht dafür belohnt.“

Im Gegensatz zu Constantin Cioti, der durch einen Viersatztriumph über Joao Geraldo die letzten Hoffnungen der Grün-Weißen am Leben hielt. Sollte Werder etwa doch noch einmal zurück ins Spiel finden? Nicht an diesem Tag. Von seiner Fünfsatzschlappe sichtlich mitgenommen lief bei Steger kaum etwas zusammen. Kämpferisch zog er zwar gegen Calderano alle Register, doch spielerisch hatte Bremens Spitzenspieler wenig entgegenzusetzen. Folgerichtig zog Steger in drei Sätzen zum bitteren 1:3-Endstand den Kürzeren. Ein Rückschlag, den es schnell wegzustecken gilt. Denn: Bereits in einer Woche müssen die Hanseaten bei Rekordmeister Borussia Düsseldorf antreten – keine leichte Aufgabe mit 0:4-Zählern als bisheriger Bilanz.

Doch Bange machen gilt laut Tamas nicht: „Irgendwann platzt der Knoten. Wenn wir alles abrufen, sind wir auch in Düsseldorf nicht chancenlos.“ 

drö

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