Coach Frank Thinius: „Bislang konnten wir die Abgänge nicht kompensieren“

Taktisch überfordert: Brinkum fehlen alte Hasen

Das beste Beispiel beim Brinkumer SV: Jannik Bender (l.) ist erst 20 Jahre alt. Als Kapitän lastet jedoch überdurchschnittlich viel Verantwortung auf ihm. ·

Brinkum - Dass sein Wirken beim Brinkumer SV kein Selbstläufer werden würde, hatte sich Trainer Frank Thinius beim Amtsantritt am 1. Juli schon gedacht. „Aber es ist schwerer als erwartet“, muss der 45-Jährige zugeben. Vor dem sechsten Spieltag in der Bremen-Liga, der für den BSV einen Fußballnachmittag beim FC Bremerhaven (Samstag, 15 Uhr) bereithält, ist der angepeilte einstellige Tabellenplatz außer Reichweite, nur zwei Mannschaften stehen schlechter da als der Brinkumer SV.

Der FC Bremerhaven gehört nicht dazu. Bis auf das jüngste 1:4 gegen Spitzenreiter Bremer SV hat sich der Tabellendritte noch keinen Fehltritt erlaubt. „Von der Papierform her ist alles klar“, sagt Frank Thinius. Sein Gesicht verrät jedoch, dass ihm der Gegner gerade recht kommt, „weil wir nicht viel verkehrt machen können“. Gerade taktisch hatte sich sein Team in den jüngsten Partien wenig geschickt angestellt. „Wenn wir vorne draufgegangen sind, war vorne meistens einer von uns alleine auf weiter Flur“, sagt Thinius, „wir waren überfordert.“ Schon das 2:6 am ersten Spieltag gegen Oberneuland ließ dies erahnen. „Aber da dachten alle noch: Gegen so eine Mannschaft kann das passieren“, blickt der BSV-Coach zurück.

Es passierte jedoch auch gegen weniger hochkarätig besetzte Mannschaften und hagelte Niederlagen. „Sobald wir einen Gegentreffer kassieren oder uns der Gegner mal anschnauzt, haben wir Probleme“, analysiert Thinius. Ihm fehlen Spieler, „die uns pushen und das Zepter in die Hand nehmen. Bislang konnten wir die Abgänge, die wir vor der Saison hinnehmen mussten, nicht kompensieren.“

Was verständlich ist. Eine Mannschaft, die im Durchschnitt 20,7 Jahre alt ist, kann kaum vor Führungsspielern strotzen. „Der ältere Jahrgang unserer A-Jugend ist ja fast älter als wir“, scherzt Thinius. Dass die Stimmung im Training nach wie vor gut ist, macht dem Übungsleiter aber Mut, „außerdem haben wir ja keine Handball-Ergebnisse abgeliefert. Es war fast immer knapp. Nur jetzt müssen wir schleunigst irgendwie Punkte holen.“

Dazu braucht es Tore, die Hendrik Meyer am Samstag nicht schießen wird. Der Stürmer hat ebenso Leistenprobleme wie Janek Piontek. Julian Albrecht ist im Moment nur fit genug für Aufbautraining. Für die dringend benötigte Wende müssen andere Akteure sorgen. · ahe

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