Basketball-Youngster holen unbesiegt den Bezirksklassen-Titel / Auch Bezirksliga soll nur Durchgangsstation sein

Syker „Riesen“ profitieren vom riesigen Unterbau

Nach dem Aufstieg mischen folgende Syker Korbjäger auch in der Bezirksliga munter mit (hinten v.l.): Markus Finke, Lennart Bäuning, Patrick Weseloh, Florian Spalthoff, Valentin Depperschmidt und Maik Bengs sowie (vorn v.l.): Sebastian Heuer, Jannis Neufeld, Sinan Cimen, Niklas Dettlof, Paul Bärwald, Jacques Salame und Trainer Dejan Stojanovski, Es fehlen Patrick Weber, Bastian Bomhoff und Jan Neumann.

SYKE (drö) · Jahrelang schlummerte die Basketballsparte des TuS Syke in einem Dornröschenschlaf. Erfolge waren Mangelware und ein nachhaltiges Konzept nicht erkennbar. Der Syker Basketballsport lag am Boden.

Erst als Hanno Dettlof vor drei Jahren das Zepter in die Hand nahm, sollte sich dies schlagartig ändern. Detloff gründete den Förderverein „Syker Basketball e.V.“, inthronisierte sich als 1. Vorsitzenden und stellte damit die Sparte auf ein solides Fundament.

Zusammen mit dem jetzigen Vechtaer Bundesligaprofi Christopher Hupe warb der Unternehmer an Schulen und mit sogenannten „Wochenend-Camps“ für den Basketballsport. Mit Erfolg: Immer mehr Jugendliche schlossen sich dem TuS an und reiften unter der Regie von Trainer Dejan Stojanovski im Herrenbereich zu Leistungsträgern heran. Die Konsequenz: In der vergangenen Saison feierten die Hachestädter ungeschlagen den Bezirksklassentitel und mischen auch dieses Jahr in der Bezirksliga ganz vorne mit. Die Leistung ist umso bemerkenswerter, weil nahezu jeder Syker Akteur in der Disco noch seinen Personalausweis vorzeigen muss. „Es war uns wichtig, von Beginn an auf die Youngster zu setzen. Mittlerweile haben wir in der ersten Herren nur noch Spieler mit Jahrgang 1990 oder jünger. Und zwar alle aus dem eigenen Nachwuchs. Ohne eine gute Jugendarbeit ist auf Dauer kein Blumentopf zu gewinnen“, erläutert Dettlof.

Der Syker Weg scheint auf alle Fälle nicht der schlechteste zu sein. Während nahezu alle Kreisteams nach und nach von der Landkarte des Bezirks verschwanden, streben die Rot-Weißen unbeirrbar der Bezirksoberliga entgegen. „Das ist kurzfristig unser Ziel“, hält sich Dettlof nicht mit übertriebener Tiefstapelei auf. Warum auch? Schließlich ist das TuS-Konzept schlüssig. Von der U10 bis zur U18 durchlaufen die Heranwachsenden sämtliche Jugendmannschaften, ehe dann der Herrenbereich auf die Youngster wartet. Selbst im Mädchenbereich sind die Hachestädter mit einer U19-Truppe gut aufgestellt.

Von derart paradiesischen Zuständen können die meisten Vereine nur träumen. Coach Stojanovski profitiert erheblich von den gut ausgebildeten Talenten. Der ehemalige Regionalliga-Akteur braucht ihnen nur noch den letzten Feinschliff zu verpassen, so dass ein Ende der Syker Erfolgsstory derzeit nicht absehbar ist. Ein abermaliger Dornröschenschlaf ist in nächster Zeit zumindest nicht zu befürchten.

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