Sven Schröder Norddeutscher Vizemeister / Ihli ohne Konkurrenz / Rudow und Kurka im Aufbau

Virus in den Knochen, aber dennoch Silber geholt

Kienbaum - Bei den norddeutschen Winterwurf-Meisterschaften in Kienbaum gab es für die Starter der Trainingsgruppe von Ute Schröder mit dem Speer durchaus ansprechende Leistungen zu vermelden.

Für Imme Ihli vom FTSV Jahn Brinkum reichten 41,09 Meter zum ersten Platz. Dass sich die 23-Jährige aber nicht offiziell Norddeutsche Meisterin nennen darf, liegt daran, dass für diesen Titel mindestens drei Teilnehmer am Start sein müssen – in Kienbaum war Ihli jedoch ganz allein. „Kurz vor dem Wettkampf hat eine Berlinerin noch abgesagt. Das ist natürlich nicht so schön, aber wir haben die Würfe dann eben als Training angesehen. Und die Weite war ganz passabel“, meinte Ute Schröder.

Ihr Sohn Sven (TSV Asendorf) war einer von drei Werfern bei den Männern. Dabei wäre auch diese Konkurrenz fast geplatzt, denn am Vortag schlug eine Virusinfektion voll durch, so dass die beiden Schröders schon an Absage dachten. Am Sonntag ging es dann jedoch einigermaßen. Der 26-Jährige war zwar nicht im Vollbesitz seiner Kräfte, legte im letzten Wurf mit 60,89 Metern aber seine Bestweite an diesem Tag hin und gewann damit die Silbermedaille. „Vor der Erkrankung war Sven gut drauf und hat im Training immer so um die 65 Meter geworfen. Diese Weite hätte jetzt zum Titel gereicht“, erklärte seine Mutter und Trainerin.

Nils Rudow (FTSV Jahn Brinkum) startete in der U20-Konkurrenz. Der 18-Jährige brachte es auf 51,71 m und wurde damit Sechster. Für Schröder kein Beinbruch: „Nils weist stark ansteigende Form auf. Ich bin mit seiner Leistung zufrieden.“ Die ist deshalb auch beachtlich, weil sich der Brinkumer erst im Dezember einer Blinddarm-OP unterziehen musste, so dass er lange Zeit gar nicht an Wurf- oder Krafttraining denken konnte.

Der vierte Werfer aus dem Kreis Diepholz war Paul Kurka vom TSV Asendorf. Der 15-Jährige bekam es in der U18-Konkurrenz mit teilweise viel älteren Gegnern zu tun und belegte mit 49,74 Metern den vierten Platz. Nach längerer Krankheit (Pfeiffersches Drüsenfieber) befindet sich Kurka erst in der Aufbauphase. Die soll sich auch am Wochenende 14./15. Februar fortsetzen, wenn in Neubrandenburg die Deutschen Winterwurf-Meisterschaften ausgetragen werden. „Da soll Paul schon mal DM-Luft schnuppern, um Erfahrungen zu sammeln“, so Schröder.

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