Mannschaft holt 0,01 Punkte mehr als der TuS Barenburg und steigt somit in die Kreisliga auf

SV Bruchhausen-Vilsen II jubelt dank Varrel

Spielt demnächst in der Kreisliga: Kai Schiffbach vom SV Bruchhausen-Vilsen II.
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Spielt demnächst in der Kreisliga: Kai Schiffbach vom SV Bruchhausen-Vilsen II.

Bruchhausen-Vilsen – Damit hatten selbst die Verantwortlichen nicht mehr gerechnet. „Für uns war eigentlich klar, dass wir nicht aufsteigen“, erklärt Fabian Schlechter ehrlich: „Wir hatten es uns in den letzten Spielen auch nicht verdient.“ Doch am Ende kam für den Coach und seinen SV Bruchhausen-Vilsen II, den er zusammen mit Ben Weber trainiert, alles anders. Nachdem der Corona-Meister der 1. Fußball-Kreisklasse Diepholz, der TSV Barrien, und der Zweitplatzierte TSV Brockum sich für die Kreisliga qualifiziert hatten, dürfen sich auch die Akteure des SVBV II über den Aufstieg freuen.

Doch wie genau kam es dazu? Nicht ganz unschuldig daran ist der Kreisligist TuS Varrel und sein ehemaliger Chefcoach Kolja Schnackenberg. Denn der Abgang von Schnackenberg und seinem Stab im Januar, die mittlerweile beim TSV Heiligenrode (2. Kreisklasse Diepholz Nord) angeheuert haben, hatte weitreichende Konsequenzen. Nahezu alle Spieler aus dem Kader der ersten Herren verließen in der Folge den Kreisligisten, unter anderem acht Akteure folgten ihrem Trainergespann nach Heiligenrode (wir berichteten). Lediglich Bjarne Winneguth, ein absoluter Ur-Varreler, bleibt im Kader. Somit blieb dem Club am Ende nichts anderes übrig, als die Mannschaft aus der Kreisliga zurückzuziehen. Varrel plant nun den sportlichen Neuanfang in der 2. Kreisklasse.

Und hier kommt der SV Bruchhausen-Vilsen II wieder ins Spiel. Denn auf einmal war ein zusätzlicher Platz in der Kreisliga frei. Somit durfte sich auch der Drittplatzierte der 1. Kreisklasse über den Aufstieg freuen. Dass es die Brokser getroffen hat, war denkbar knapp. Am Ende entschieden gerade einmal 0,01 Punkte über den Aufstieg und Nichtaufstieg. Das Nachsehen hatte der TuS Barenburg. Die Mannschaft von Trainer Jörg Ostermann musste sich den Vilsern denkbar knapp geschlagen geben. „So etwas Knappes habe ich auch noch nicht wirklich erlebt. Klar wäre es schön gewesen aufzusteigen. Aber am Ende hielt sich die Enttäuschung bei uns in Grenzen. Auch wenn es hauchdünn war, können wir damit leben. Zumal wir das direkte Duell gegen Vilsen verloren hatten“, zeigt sich der Barenburg-Coach als fairer Verlierer: „Ich gratuliere Vilsen natürlich zum Aufstieg und wünsche ihnen für die anstehende Kreisliga-Serie alles erdenklich Gute. Wir greifen dann eben in der nächsten Saison wieder an.“

Der Aufstieg klappte in dieser Form aber nur, weil auch die erste Mannschaft des SV Bruchhausen-Vilsen, die vergangene Spielzeit ebenfalls in der Kreisliga aufgelaufen war, als Zweitplatzierter den direkten Aufstieg in die Bezirksliga klargemacht hatte. Das Team von Trainer Patrick Tolle setzte sich mit einem Quotienten von 2,18 knapp gegen den SV „Jura“ Eydelstedt (2,00) durch. Die Statuten sehen es nicht vor, dass ein Club mit seiner ersten sowie zweiten Mannschaft in ein und derselben Spielklasse kickt.

„Der Aufstieg ist Wahnsinn und einfach auch ein bisschen Glück“, kann es Schlechter immer noch nicht recht glauben. Dennoch denkt er in diesem Moment auch an den Mitkonkurrenten: „Für Barenburg ist das natürlich bitter.“

Doch am liebsten hätten die Brokser das alles sportlich zu Ende gebracht. „Das steht natürlich außer Frage“, betont Schlechters Trainer-Kollege Weber: „Auch ich habe schon etwas Mitleid mit Barenburg. Zumal wir auch immer heiße Duelle hatten. Keine Frage, Barenburg hätte den Aufstieg genauso verdient gehabt wie wir. Doch am Ende kam die Corona-bedingte Unterbrechung der Liga für uns genau zum richtigen Zeitpunkt.“

Trotz der anhaltenden Coronakrise hätte sich der SVBV kein schöneres Jahr für die beiden Aufstiege aussuchen können. Immerhin steht für den Club dieses Jahr ein großes Jubiläum ins Haus. „Im Dezember feiert der SV Bruchhausen-Vilsen sein 100-jähriges Bestehen. Aber aufgrund der Krise werden die Feierlichkeiten auf das kommende Jahr verschoben“, weiß Weber, der sich aber trotz der vielen gesellschaftlichen Einschränkungen nicht vom Jubeln abhalten lassen will. „Eine kleine Aufstiegsfeier zusammen mit der ersten Mannschaft wird es unter den geltenden Corona-Bestimmungen geben.“

Und diese Party haben sich die Spieler der ersten sowie zweiten Mannschaft des SV Bruchhausen-Vilsen nach dieser aufreibenden Saison mehr als verdient.

Von Julian Diekmann

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