Mit neuem Trainer-Duo in die Erstliga-Saison

Kaltstart ins „Wettkampfleben“ für die Bassumer Pistolenschützen

Valerij Samojlenko
+
Der Startschuss in der Luftpistolen-Bundesliga fällt am Samstag in Schleswig. Die Bassumer um Valerij Samojlenko treffen zunächst auf die Sportschützen St. Sebastianus Pier, ehe es gegen den Titelfavoriten Kriftel geht.

Endlich geht es wieder los für den SV Bassum von 1848. Für den Luftpistolen-Bundesligisten steht nach langer Pause mal wieder ein Wettkampf-Wochenende auf dem Programm. Trainer Michael Meinhard kann seine Sportler jedoch nicht begleiten.

Bassum – Wenn die Sportschützen des SV Bassum von 1848 am Samstagnachmittag an der Meeresbucht Schlei die 11,5 Millimeter kleine „Zehn“ auf der Scheibe ins Visier nehmen, wird ihr Trainer 200 Kilometer südlich gespannt auf den Liveticker blicken. Nach mehr als eineinhalb Jahren steht wieder ein Wettkampf-Wochenende in der Luftpistolen-Bundesliga (Staffel Nord) an, doch Michael Meinhard kann nicht dabei sein.

Die Sportschützen Fahrdorf, Ausrichter der Auftakt-Veranstaltung, setzen auf „2G“ (geimpft oder genesen). Meinhard fällt durch das Raster, weil er aufgrund einer chronischen Nasennebenhöhlenentzündung bisher noch keine Corona-Schutzimpfung verpasst bekommen hat. „Ich finde es unglücklich“, sagt Meinhard: „Wir beim SV Bassum von 1848 sind eher für ,3G’. Wer nicht negativ getestet ist, betritt nicht die Halle.“ Der Deutsche Schützenbund (DSB) stelle es den Clubs frei, welche Regel sie anwenden. Dadurch entstehe ein Flickenteppich. „Bisher wissen wir noch nicht, wie sich die einzelnen Vereine konkret aufstellen werden. Das macht alles sehr schwer planbar.“ Doch Meinhard verspricht: „Wir werden das alles hinkriegen.“ Denn in erster Linie überwiegt die Freude, wieder zur Sportpistole greifen zu können. „Jetzt beginnt das Wettkampfleben“, atmet Bassums Trainer auf.

Wie vital die Schützen dabei auftreten werden, ist die große Frage. Denn selbstverständlich könne die lange Pause zu Ladehemmungen führen. „Die Sportler haben natürlich ein gewisses Leistungslevel, Aber wo der Einzelne wirklich steht, wird sich erst jetzt zeigen“, sagt Meinhard.

Es gibt einen Unterschied zwischen einem Team und einer Mannschaft. Eine Mannschaft ist eine Auflistung von Namen. Ein Team ist deutlich mehr!

Michael Meinhard

Der 52-Jährige bildet seit dieser Saison gemeinsam mit Artur Gevorgjan das Trainer-Duo bei den 1848ern, nachdem Jens Voß diesen Posten nach mehr als 20 Jahren aufgegeben hat und sich künftig um die Organisation des Ligabetriebs kümmert. Die Bassumer wollen sich breiter aufstellen. „Wir möchten die Aufgaben auf mehrere Schultern verteilen“, betont Meinhard. Insgesamt gehe es darum, „für jeden einen aktzeptablen Belastungsrahmen zu schaffen“. Während sich Meinhard auch um die Administration kümmert, ist Gevorgjan (55) mehr der Mann für die Praxis. „Es geht darum, mehrere Blickwinkel zu haben“, erläutert Meinhard: „Wir tauschen dabei unsere Meinungen aus und gestalten zusammen das Training.“

Übrigens: Gevorgjan, mehrfacher Olympiateilnehmer, ist in der anstehenden Bundesliga-Saison nicht mehr als Schütze eingeplant. Es habe sich gezeigt, dass eine derarte Doppelbelastung nicht stemmbar sei. „Dann begleiten dich zu viele Gedanken während des Wettkampfs“, erläutert Meinhard: „Man kann nur für eine Sache die 100-prozentige Verantwortung übernehmen.“ Er begreift die Saison, die für Bassum am Samstag (15.00 Uhr) mit dem Duell gegen die Sportschützen St. Sebastianus Pier beginnt und am Sonntag (11.30 Uhr) mit der Partie gegen den Liga-Favoriten SV Kriftel weitergeht, als einen „Wiedereinstieg in den normalen Sport“. Konkrete Vorhersagen zu treffen, sei aufgrund der langen Auszeit unseriös, aber eines ist für Meinhard klar: „Kein Leistungssportler tritt an, um nur dabei zu sein.“

Für die kommenden Monate, Bassums Heimwettkampf ist erst für den 15. und 16. Januar angesetzt, ist der Auftakt ein Schlüssel. „Wenn man gut reinkommt, pusht das, das setzt positive Emotionen frei.“ Wenn nicht, passiert das Gegenteil: „Wenn du durch schwache Ergebnisse direkt unter Stress gerätst, merkst du richtig, wie dieser mehr und mehr durch die Kabine kriecht.“

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Meistgelesene Artikel

Arambasic schon Fan des Rehdener Rasens

Arambasic schon Fan des Rehdener Rasens

Arambasic schon Fan des Rehdener Rasens
Noch in dieser Woche Einigung mit neuem Trainer

Noch in dieser Woche Einigung mit neuem Trainer

Noch in dieser Woche Einigung mit neuem Trainer
Kristian Arambasic soll Rehden retten

Kristian Arambasic soll Rehden retten

Kristian Arambasic soll Rehden retten
Weyherinnen siegen im Pokal mit 12:0: Kein Gradmesser

Weyherinnen siegen im Pokal mit 12:0: Kein Gradmesser

Weyherinnen siegen im Pokal mit 12:0: Kein Gradmesser

Kommentare