Selbstversuch in Turnschuhen

Heiß auf die 100 beim „Superwumms“ – das muss doch klappen...

Logo Superwumms, zweispaltig
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Das Logo der neuen Aktion „Superwumms“

Der Lokalsport im Landkreis Diepholz misst sich beim „Superwumms“. Und ein Sportredakteur macht mit – und ist um Ausreden nicht verlegen.

Man kann sich die ganze Sache auch schönreden – und das sei an dieser Stelle versucht. Los geht’s mit dem für diesen Auftritt unangemessenen Outfit. Lange Hose und Turn- statt Fußballschuhe. Das kann ja nichts werden. Dazu die ungenügende Vorbereitung. Weder Training noch Spiel seit fast einem Jahr (Corona lässt grüßen), da fehlen natürlich der nötige Rhythmus und das Ballgefühl. Ein vernünftiges Aufwärmen mit ausgiebigem Dehnen war in der Kürze der Zeit ebenfalls nicht drin. Und bei genauerem Überlegen lassen sich sogar noch mehr Gründe finden: wenig gegessen, die heiße Mittagssonne, das mit fast 45 Jahren inzwischen stattliche Alter für einen Fußballer. Nimmt man all diese Widrigkeiten zusammen, dann ist das Resultat eigentlich doch ganz in Ordnung: 96,1 km/h. Dieser Wert stand auf dem Messgerät. Okay, aber sicher ausbaufähig.

Den Startschuss der Aktion „Superwumms“ darf man sich freilich nicht entgehen lassen. Also ab zur Sportanlage des SV Marhorst – lieber mit Navi, da diese Strecke seit Jahrzehnten nicht gefahren wurde. Damals, in den 90er Jahren, war man mit dem TSV Bassum hier Stammgast. Immer rassige Duelle, auch mit einem gewissen Stefan Schwarze. Der ist nun Trainer der ersten Herren des SVM und frotzelt zur Begrüßung: „Na, du mal wieder hier? Das hättest du auch nicht gedacht, oder?“ Kein Widerspruch.

Los geht‘s: Guckt ja keiner, außer Hermann Schlake

Seine Mannschaft ist schon auf dem Platz und bereitet sich auf den „Superwumms“ vor. Nachdem alle ordentlich draufgehalten und sich dann mit ihrem Coach in einen schattigen Bereich zur Besprechung zurückgezogen haben, ist die Gelegenheit da. Guckt ja keiner, außer Hermann Schlake. Den Ball zwischen die beiden Hütchen auf den Elfmeterpunkt gelegt, ein paar Schritte Anlauf – und ab dafür. Das erste Ergebnis ist schwach und deshalb schon Sekunden später wieder aus dem Gedächtnis verdrängt. Einen noch. Da muss doch mehr gehen. Tatsächlich. 96,1 km/h. Der Ehrgeiz ist erwacht. Einen noch. Stefan Schwarze gesellt sich schmunzelnd dazu und hat Interesse, seinen gewerteten Versuch (84,1) zu verbessern. Gelingt auch mit 94,5. Aber: Das kleine Privatduell kann er damit nicht gewinnen. Einen noch – und wieder 96,1. Schluss jetzt. Das muss für heute reichen. Nicht, dass irgendein Muskel zumacht oder ähnliches.

Mit ein paar Schweißperlen auf der Stirn geht’s zurück zum Auto. Eine gewisse Unzufriedenheit ist nicht von der Hand zu weisen. Mindestens 100 sollten es werden, sind es aber nicht geworden. Die Enttäuschung schlägt jedoch schnell um in Angriffslust. Das war’s noch nicht – würde Uli Hoeneß sagen. Einfach in den nächsten Wochen oder Monaten heimlich reinschmuggeln bei einem „Superwumms“-Termin. Und dann wird die 100 fallen. Ganz bestimmt . . .

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