Wolfsburg siegt

Sulinger Stützpunktteam ärgert den Profi-Nachwuchs

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Turnier-Organisator Patrick Roland Kürble (l.) und Rehdens Bürgermeister Wilhelm Grelle (r.) mit Wolfsburgs Turniersiegern sowie Torschützenkönig Leonit Basha aus Mörsen (stehend, 5. v. l.) und dem besten Spieler Emilio Schiano (FC St. Pauli, stehend, 4. v. r.).

Rehden - Von Cord Krüger. Im Finale bissen die jungen Wölfe nochmal richtig zu. Mit 6:0 fertigten die C-Junioren vom VfL Wolfsburg gestern Nachmittag die Nachwuchsfußballer des FC St. Pauli ab, holten sich so beim siebten „RWD-Hallenmasters“ zum zweiten Mal den Wanderpokal – und hielten gleichzeitig mal wieder ihren Kasten sauber. „Wer im ganzen Turnier nur zwei Gegentore kassiert, was im Hallenfußball schon etwas Besonderes ist, hat auch den besten Torhüter“, begründete Masters-Hauptorganisator Patrick Roland Kürble die Wahl von Maximilian Mohwinkel zum stärksten Keeper des Tages.

Die Gastgeber des JFV Rehden belegten den zehnten und letzten Platz. „Insgesamt kam dieses Ergebnis für uns gegen die starken Bundesliga-Mannschaften nicht überraschend. Wir waren gute Gastgeber“, nahm es JFV-Trainer Thomas Pahl gefasst. Das bestätigten den Rehdenern auch reihenweise Trainer und Offizielle der eingeladenen Mannschaften.

Positiv überraschte hingegen die gut organisierte Mannschaft des DFB-Stützpunkts Sulingen. Zuerst hatte sie Hannover 96 am Rand einer Niederlage. Nach einem frühen Kracher in den Winkel von Joscha Pauls musste das Team von Trainer Heinrich Neddermann aber das 1:1 hinnehmen.

Knapp 400 Zuschauer

Rehden wiederum lief in seiner Begegnung gegen Eintracht Braunschweig lange einem Rückstand hinterher, ehe sich RWD-Keeper Fabian Tappe per Gewaltschuss ein Herz fasste und in den Schlusssekunden das 1:1 erzwang. Seinen Trainer Pahl überraschte dieser Wumms nicht: „Ich habe ihm vor dem Turnier gesagt, dass er sich ruhig trauen soll, wenn er Platz hat und an der Mittellinie steht“, berichtete der JFV-Coach später. Insgesamt lobte er Tappe, „der uns noch einige Bälle rausgefischt hat“.

Ebenfalls Spektakel bekamen die knapp 400 Zuschauer im Duell zwischen dem Sulinger Stützpunkt und Titelverteidiger Werder geboten. Nachdem die Bremer in Führung gegangen waren, stellte Leonit Basha per Doppelpack auf 2:1, doch der Bundesliga-Nachwuchs drehte den Spieß zum 3:2 um. Vier Sekunden vor Schluss donnerte Simon Hake-Söhle den Ball jedoch zum 3:3 unter die Latte.

Noch größeren Unterhaltungswert besaß der Fight des DFB-Stützpunkts gegen den JFV Nordwest. Basha hatte für die 1:0-Führung, Hake-Söhle nach dem zwischenzeitlichen 1:2 für das 2:2 gesorgt. Wiederum Basha vollstreckte zum 3:2, Hake-Söhle brachte das Neddermann-Kollektiv mit dem 4:3 erneut in Front – doch sechs Sekunden vor Schluss glichen die Oldenburger zum 4:4 aus.

„Die stärkere Gruppe erwischt“

Auch in ihrem vierten und letzten Gruppenspiel legte die Kreisauswahl ein Unentschieden hin – 3:3 hieß es gegen den VfL Osnabrück nach Treffern von Keeper Raphael Hensel, Joscha Pauls und Hake-Söhle. Somit schied das Stützpunkt-Team ungeschlagen aus – aber erhobenen Hauptes und mit nur zwei Akteuren aus dem älteren Jahrgang. „Und ich glaube, wir haben die stärkere Gruppe erwischt“, urteilte Trainer Neddermann: „Zwei dieser Spiele hätten wir gewinnen müssen, da haben die Jungs den Vorsprung nicht über die Zeit gerettet. Aber gegen diese Konkurrenz mit Mannschaften, die das ganze Jahr über so zusammen spielen und teils drei- oder viermal die Woche trainieren, war das keine schlechte Leistung von uns.“ Dass sein Team am Ende im Spiel um Platz fünf mit 0:4 gegen Preußen Münster die erste Niederlage kassierte, schmälerte den überzeugenden Auftritt in kleinster Weise.

Am Ende durfte sich Stützpunkt-Spieler Leonit Basha doch noch über eine Trophäe freuen – die des Torschützenkönigs. Nach einem Losentscheid hatte sich der Mörsener gegen drei weitere Kicker mit je vier Toren durchgesetzt. Zum besten Spieler wählte die Turnierleitung St. Paulis Emilio Schiano.

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