Sulinger 2:0 mit spätem Farbtupfer: Schops sieht nächste Ampelkarte

Garaf und Koc knacken Bavenstedter Siegesserie

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Volle Kraft voraus gegen den Sulinger Kapitän: Bavenstedts Sebastian Klisa (r.) und Mike Wiedemann fällen Dennis Neumann. TuS-Routinier Maarten Schops (hinten, Mitte) protestiert, SG-Akteur Lukas Marheineke (l.) meint aber, dass das okay war.

Sulingen - Von Cord Krüger. Dennis Neumann blieb nach dem Abpfiff bei Theodor Potiyenko. Der Kapitän des TuS Sulingen erklärte dem Schiedsrichter gestenreich seine Sicht der Dinge. Die Szene hatte den Anschein, als ob der Schiri Neumann & Co. aus der Bahn gepfiffen hätte. Doch nichts dergleichen: Der Landesligist hatte gerade verdient mit 2:0 (1:0) die Vier-Spiele-Siegesserie des Tabellenfünften SV Bavenstedt eindrucksvoll beendet und sich mit dem fünften „Dreier“ in Folge auf Position sechs vorgearbeitet. Doch Neumann musste sich trotzdem ärgern – über die Ampelkarte seines Kollegen Maarten Schops in dessen erstem Spiel nach abgesessener Gelb-Rot-Sperre.

„Ich muss Maarten Recht geben, dass sein angebliches Foul keins war“, urteilte Neumann nach dem zwar kompromisslosen, aber ballorientierten Duell mit Marcel Schrader drei Minuten vor Schluss. Schops hatte die Kugel ins Aus gegrätscht, Schrader schrie, Potiyenko pfiff – und provozierte Schops' ersten Ausbruch des Tages. Die Folgen: Doppel-Gelb und damit Gelb-Rot. Der „Sünder“ stapfte schimpfend schnurstraks in die Kabine.

Spannend war's zu diesem Zeitpunkt ohnehin nicht mehr, denn die Platzherren führten vor 120 Zuschauern bereits mit 2:0. Warum am Ende dennoch diese Hektik aufkam, wollte Sulingens Trainer Thorolf Meyer, gestern anstelle von Chefcoach Walter Brinkmann verantwortlich, nicht analysieren: „Zu Maarten gibt's von mir keinen Kommentar. Das klären wir intern.“ Viel lieber stellte er die „sehr disziplinierte Leistung der ganzen Mannschaft“ in den 86 Minuten zuvor heraus.

Schon Bavenstedts anfängliche Einlull-Taktik mit endlos langen Hin- und Hergeschiebe des Balls in den eigenen Reihen ging nur bedingt auf: „Das war nicht schön anzusehen – aber auch nicht das, was wir in der ersten Halbzeit gezeigt haben“, fand Neumann: „Es wirkte wie Herbstdepression auf beiden Seiten.“ Doch Meyer stellte das Positive heraus: „Wir haben uns nicht aus der Reserve locken lassen, sondern geduldig auf unsere Chancen gewartet.“

Die erste ergab sich gleich nach der ersten Sulinger Schrecksekunde, in der TuS-Innenverteidiger Sören Sandmann auf der Linie geklärt hatte: Mehmet Koc bediente Salam Garaf – doch der setzte ein bisschen zu hoch an (14.). Wenig später hielt SV-Torwart Roman Ziesing einen Schuss des aufgerückten Abwehrchefs Manuel Meyer, gestern mit fast 100-prozentiger Kopfball-Quote und vielen weiteren gewonnenen Duellen. Und in Minute 20 zeigte Ziesing seine größte Parade nach einer starken Direktabnahme von Erdal Ölge. Auch beim Flachschuss von Garaf war Ziesing noch dran – doch der Ball trudelte trotzdem unten rechts über die Linie – 1:0 (33.)! „Das hat uns natürlich mehr Sicherheit gegeben“, meinte Meyer, „und ab dann waren auch mehr Emotionen im Spiel.“ Bei Offensiv-Rackerer Ölge nach Ansicht von Schiri Potiyenko zu viele Emotionen. Jedenfalls warnte er die Platzherren in der Pause vor einer drohenden Ampelkarte für den „Zehner“.

Also musste Ölge raus, Neumann rückte aus der Doppel-Sechs eine Station nach vorn in die offensive Mittelfeld-Zentrale, seinen Part dahinter übernahm Schops. Beide machten ihre Sache richtig gut: Schops holte und verteilte vor der Abwehr viele Bälle – wie in Durchgang eins an selber Stelle Neumann. Als „Zehner“ drehte der TuS-Kapitän aber noch weiter auf – fast alle Offensivaktionen liefen über ihn. „Wenn Dennis seinen Platz hat, ist er kaum zu halten“, lobte Meyer.

Das 2:0 allerdings kam über die rechte Seite zustande. Von dort flankte Richard Sikut schön auf Koc – und der stocherte den Ball über die Linie. Sandmann (pariert von Ziesing/74.) und Schops (Pfosten/80.) verpassten ein höheres Ergebnis – doch das störte am Ende niemanden mehr.

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