Christian Riedemann: „Viele Vorarbeiten geleistet“ / Nico Knacker in Kaltenkirchen auf Platz drei

Sulinger Rallye soll möglichst im Mai 2021 steigen

Mit einer besseren Reifenwahl wäre für Nico Knacker bei der Rallye Atlantis wohl mehr als Platz drei möglich gewesen.
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Mit einer besseren Reifenwahl wäre für Nico Knacker bei der Rallye Atlantis wohl mehr als Platz drei möglich gewesen.

Kaltenkirchen/Sulingen – Eine Überraschung ist es nicht: Die für den 21. November vorgesehene 33. Rallye „Rund um die Sulinger Bärenklaue“ wurde von den Veranstaltern aufgrund der jetzigen Corona-Einschränkungen abgesagt. „Wir sind uns unserer Verantwortung als Verein bewusst und sicher, dass diese Entscheidung auch im Sinne aller Motorsportfreunde ist. Unter den neuen Auflagen ist es leider nicht möglich, die Maßnahmen umzusetzen“, meinte Rallyeleiter Michael Thiesing von der MSG Sulinger Land. In den kommenden Wochen möchte man in Sulingen mit der Planung für 2021 beginnen. Der Termin wird in den nächsten Wochen bekanntgegeben.

„Wir möchten schon gern wieder auf unserem alten Termin im Mai fahren“, sagt Christian Riedemann (33), der die Organisatoren als aktiver Rallyefahrer berät: „Es wurden natürlich viele Vorarbeiten geleistet. 60 Nennungen hatten wir schon vorliegen, und die Hotels waren gebucht. Das mussten wir alles stornieren. Finanziell kommen wir über die Runden, weil sich die bisherigen Kosten noch im Rahmen gehalten haben.“

Aber bis Ende Oktober wurde noch gefahren. Davon profitierte der Siedenburger Nico Knacker, der mit Beifahrerin Ella Kremer bei der Rallye Atlantis rund um Kaltenkirchen am Start war. „Insgesamt waren es sehr spannende Wertungsprüfungen, die uns viel Spaß bereiteten. Aufgrund des abwechslungsreichen Herbst-Wetters standen wir jedoch im Zwiespalt und trafen bei der Reifenwahl leider die falsche Entscheidung“, so Knackers Fazit.

Nach der Ankunft wurde zuerst die Dokumenten- und technische Abnahme durchgeführt, und am Nachmittag hatten die Teams die Möglichkeit, ihren Aufschrieb für die vier Wertungsprüfungen zu erstellen. Diese wurden am Samstag jeweils zweimal gefahren. Am Samstagmorgen konnten die Teams erneut die Wertungsprüfungen abfahren, um ihren Aufschrieb zu kontrollieren.

Dann ging es los – und es wurde schnell klar, dass es in der Klasse RC4 „heiß“ zugehen würde, denn die engen Zeitabstände der ersten Drei beliefen sich auf nur drei Sekunden. Mit Nick Loof und Christian Lemke hatte Knacker zwei starke Konkurrenten neben sich. Das Kopf-an-Kopf-Rennen hielt bis zum Reifenservice an. Knacker fuhr bei der vierten Wertungsprüfung die Bestzeit ein. Bis zum Reifenservice waren die Strecken komplett trocken. „Wir haben lange überlegt, welche Reifen wir fahren, da die Wetterlage unklar war. Dabei haben wir uns für die Risiko-Variante entschieden und sind davon ausgegangen, dass es trocken bleibt“, berichtete Knacker.

Das war jedoch die falsche Entscheidung. Nach einer längeren Verzögerung am Start der nächsten Wertungsprüfung fing es plötzlich an

„Wir haben uns sehr geärgert“

zu regnen. „Wir haben uns sehr geärgert, aber es war nicht mehr zu ändern“, so Knacker. In der sechsten Wertungsprüfung verloren Knacker und Kremer dadurch rund 20 Sekunden auf den Erstplatzierten. „Durch die falsche Reifenwahl wollte ich kein zu hohes Risiko eingehen“, so Knacker.

Letztlich landeten Knacker und Kremer auf Platz drei in der Klasse und Rang 16 in der Gesamtwertung. Laut Knacker war die Rallye Atlantis „sehr gut organisiert und verlief einwandfrei. Natürlich war es mein Ziel, den Klassensieg einzufahren, jedoch war die Konkurrenz extrem stark. Meine Fehlentscheidung bei der Reifenwahl war letztlich entscheidend“, lautete sein Resümee.  töb

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