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Sulinger „Heimfluch“ sorgt für Frust: TuS verliert auch gegen Heesseler SV

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Von: Fabian Terwey

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Dauerdruck Sulingens Pascal Löhmann (re.) im Duell mit dem Heesseler Keeper Benjamin Öser.
Dauerdruck Sulingens Pascal Löhmann (re.) im Duell mit dem Heesseler Keeper Benjamin Öser. © terwey

Es schepperte kräftig, als Julian Fehse bei der 0:1 (0:0)-Heimniederlage voller Frust gegen den Pfosten trat. Nachdem Benjamin Öser, Torwart des Heesseler SV, auch den letzten gefährlichen Ball in den Strafraum unter sich begraben hatte, war die Enttäuschung beim Zehner des TuS Sulingen und seinen vergeblich anrennenden Teamkollegen groß. Auch im fünften Heimspiel der Abstiegsrunde konnte der Fußball-Landesligist keinen Sieg einfahren und blieb zudem bereits zum dritten Mal in Folge torlos.

Sulingen – „Es ist, als ob ein Heimfluch auf uns liegt“, sagte Sulingens Coach Thorolf Meyer angesichts der Niederlage trotz ansprechender Leistung: „Eine schwierige Phase.“ Durch die Niederlage gegen den Konkurrenten, der vorbeizog, rutschte der TuS auf den drittletzten Platz und hat bei weniger absolvierten Spielen als die Rivalen nun drei Punkte Rückstand auf Nichtabstiegsplatz 7.

Was den Trainer positiv stimmte, war dass das Spiel vor den 40 Zuschauern im Sportpark „nicht mit dem schwachen Auftritt gegen Bückeburg (0:2, Anm. d. Red.) zu vergleichen war. Wir haben es diesmal über lange Strecken gut gemacht und uns viele Chancen erarbeitet.“

TuS Sulingen - Heesseler SV 0:1 (0:0)

Sulingen: E. Schröder - T. Klare, F. Klare, Hibbeler, Hardt, Greifenberg (90. Marz), Rupp (90. Hirooka), Fehse, Niemeier (72. Schmidt), Löhmann, Brüggemann. Tore: 0:1 (74.) Gürbüz. Schiedsrichter: Björn Behrens (TuS Wettbergen).

Allein die Ausbeute bemängelte Meyer. Fehse, der als kreative Schaltzentrale etliche Gelegenheiten mitkreiert hatte, meinte: „Neben Chris Brüggemann fehlt uns vorne einer, der auch mal ein Tor macht. Das Rausspielen von hinten bekommen wir zwar immer gut hin, aber vorm Sechzehner fehlt dann etwas.“

Die wohl beste Chance von Brüggemann entschärfte der Heesseler Keeper mit einem Blitzreflex. Sulingens Torjäger hatte eine Jona-Hardt-Flanke wuchtig auf den Kasten geköpft, Öser bekam noch die Hacke an die Kugel (22.). Ein eleganter 20-Meter-Außenristschuss von Hardt strich zudem haarscharf am Pfosten vorbei (23.). „Diese verdammten Ping-Pong-Bälle“, fluchte Pascal Löhmann zudem nach einem abermals über Umwege geklärten Ball der Gäste. Der Angreifer trug die Binde des gelb-rot-gesperrten Kapitäns Pierre-Maurice Neuse.

„Ein Unentschieden wäre auch gerecht gewesen“, der Hesseler Trainer

Auf der anderen Seite kamen auch die Heesseler immer wieder zu Chancen. Die beste Gelegenheit entschärfte Timo Hibbeler. Sulingens Innenverteidiger grätschte einem einschussbereiten Heesseler kurz vorm Tor noch den Ball vom Fuß (38.).

„Ein Unentschieden wäre auch gerecht gewesen. Es war intensiv und spannend über 95 Minuten“, sagte Gäste-Trainer Gerome Völger ob des ausgeglichenen Spielverlaufs: „Wir sind am Ende der glückliche Sieger. In den vergangenen Partien hatten wir aber auch viel Pech. Man sagt ja immer, dass sich im Fußball immer alles ausgleicht.“

Volkan Gürbüz 

Der Heesseler Rechtsverteidger hielt den Laden bei seinem Team hinten zusammen und köpfte die Gäste mit seinem goldenen Tor nach einem Freistoß zum Sieg. 

Für Sulingen wurde es diesmal bitter, weil der Heesseler Rechtsverteidiger Volkan Gürbüz einen Freistoß von Bjarne Sturski am langen Pfosten einköpfte (74.). „Bei uns ist es momentan so, dass der Gegner aus ein, zwei gefährlichen Situationen Tore macht“, sagte Fehse. Meyer meinte: „Wir müssen dennoch positiv bleiben.“ Die nächste Chance auf Punkte bietet sich am Samstag beim 1. FC Sarstedt. Meyer sagte angesichts des „Heimfluchs“: „Zum Glück ist das jetzt mal ein Auswärtsspiel.“

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