Zwei Siege am arbeitsreichen Wochenende und Sprung auf Platz zwei der Landesliga

Sulingens optimale Ausbeute

Patrick Kappermann traf beim Sieg gegen Delmenhorst II zweimal für den TuS Sulingen. - Foto: Westermann

SULINGEN - Vier Punkte an zwei Tagen, dazu der Sprung auf Platz zwei der Handball-Landesliga: „Das war eine Ausbeute nach Maß“, freute sich Trainer Hartmut Engelke gestern nach dem 35:30 (17:13)-Auswärtserfolg beim TSV Bremervörde II. Erst 45 Stunden zuvor hatte die seine Mannschaft die HSG Delmenhorst II mit 24:20 besiegt, dabei aber nicht vollends überzeugt.

TuS Sulingen - HSG Delmenhorst II 24:20 (14:9): „Zwischendurch hatte ich überlegt, ob ich mich aufregen soll. Ich bin dann aber ganz ruhig geblieben, und das war besser für meine Gesundheit“, gestand Engelke. An den ersten 17 Minuten hatte er nichts auszusetzen – die Hausherren lagen mit 11:4 komfortabel vorn, nur zwei der vier Gegentore waren aus dem Rückraum gefallen, ein weiteres per Siebenmeter. „Es war eine Demonstration unserer Stärke. Die Deckung hat gut gearbeitet“, lobte der TuS-Coach, der auch Keeper Gerrit Uhlhorn eine starke Leistung bescheinigte.

Dann aber brachte der Tabellendritte in 13 Minuten nur einen Treffer zustande. Mit der Halbzeitsirene gelang Jan Mohrmann per Schlagwurf ins kurze Eck immerhin noch der 14:9-Pausenstand, doch nach dem Wechsel holte die Oberliga-Reserve nach und nach auf. „Respekt vor den Delmenhorstern, die sich nie aufgegeben haben“, urteilte Engelke. So schmolz der Vorsprung über 16:13 dahin, beim 17:17 schaffte die HSG erstmals den Ausgleich. In doppelter Sulinger Überzahl arbeitete der am Ende achtfache Torschütze Jannik Knieling mit einem Dreierpack einen 20:17-Vorsprung heraus (43.), doch dann waren wieder die Delmenhorster am Zug und gestalteten die Partie bis zum 20:20 (48.) offen.

Dass die Gastgeber nicht in Rückstand gerieten, lag an der weiterhin ordentlichen Abwehrarbeit und den Paraden von Keeper Daniel Kramer, der unter anderem einen Siebenmeter von Thorsten Gaertner hielt (57.) und in den letzten 13 Minuten keinen Gegentreffer mehr zuließ. „Aber im Angriff hatten wir zu viele Alleinikows“, monierte Engelke: „Das Spiel im Rückraum war mir viel zu eindimensional.“ Julian Wilkens, Mohrmann und Patrick Kappermann sorgten mit ihren Treffern zum 23:20 (59.) für die Vorentscheidung, den Schlusspunkt setzte sieben Sekunden vor dem Abpfiff Jan Scharf per Siebenmeter.

Hinterher entschuldigte sich der B-Lizenz-Inhaber bei den zahlenden Zuschauern des Freitagabends in der Edenhalle. „Ihnen hätten wir eigentlich das Eintrittsgeld erstatten müssen. Nicht nur sie sind wahrscheinlich enttäuscht nach Hause gefahren, sondern auch der eine oder andere meiner Spieler, der zu wenig Bälle bekommen hat – und damit kaum Chancen, sich zu zeigen.“

TSV Bremervörde II - TuS Sulingen 31:35 (13:17): Einer, der am Freitag derart wenige Bälle bekommen hatte, heißt Julian Wilkens. Gestern beim Tabellenletzen waren es mehr – und deshalb brachte es der TuS-Linksaußen auf neun Treffer und legte einen guten Auftritt hin. „Insgesamt bin ich mit unserer Angriffsleistung zufriedener. Wir waren bei weitem nicht mehr so egoistisch im Abschluss“, verdeutlichte Engelke. Auch Jan Scharf (6) am Kreis nutzte seine Gelegenheiten konsequent.

Die Deckungsarbeit ging laut Engelke ebenfalls in Ordnung: „Am Ende haben wir zwar das eine oder andere überflüssige Gegentor bekommen, so dass manche jetzt auf den ersten Blick sagen, dass nur fünf Tore Abstand gegen ein Schlusslicht zu wenig sind. Aber Bremervörde wär zuletzt vielversprechend im Aufwind, und wir hatten Jannes Hollstein als Dreh- und Angelpunkt in ihrem Rückraum gut im Griff. Er hat sich gegen uns aufgerieben.“ Mit Ausnahme der Anfangsphase lagen die Sulinger ständig vorn und brachten so den zweiten Sieg des Wochenendes unter Dach und Fach. Am Ende zollte Engelke den Hausherren Respekt: „Bremervörde hat aufopferungsvoll gekämpft. Es war aber ein faires Spiel.“ - ck

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