Krähenwinkel mit starker Defensivleistung

1:1 – Sulingens Offensivkraft zerschellt an der Betonmauer

Sulingens Taiki Hirooka (li.) vergab in der ersten Halbzeit eine Nachschuss-Chance zum 2:0. - Foto: Flügge

Sulingen - Von Arne Flügge. Man kann es mauern nennen, Beton anrühren, destruktiv. Man kann es aber auch als eine konzentrierte und sehr diziplinierte Defensivordnung bezeichnen, was der TSV Krähenwinkel/Kaltenweide an den Tag legte und woran sich Fußball-Landesligist TuS Sulingen die Zähne ausbiss. Letzteres würde der Leistung der Gäste gerechter werden, die beim 1:1 (0:1) dann auch verdient einen Punkt aus Sulingen mitnahmen.

„Es war ein Spiel, das wir hätten gewinnen müssen. Wir hatten rund 80 Prozent Ballbesitz und auch immer wieder Möglichkeiten, ein Tor zu machen. Doch wir haben unsere Qualität in den Offensivaktionen nicht gezeigt, viele Flanken fanden keinen Abnehmer“, resümierte Sulingens Trainer Maarten Schops: „Und dann müssen wir uns am Ende nicht wundern, wenn wir das Spiel nicht gewinnen.“

Für die Sulinger war es von Beginn an ein zähes Ringen. Klar, die Gastgeber machten das Spiel, doch TSV-Coach Holger Gehrmann hatte eine Defensivtaktik gewählt, die Sulingen vor echte Probleme stellte. Mit einem 4-5-1-System, in dem die Räume immer wieder geschlossen wurden, gab’s kaum ein Durchkommen für die Hausherren. Auch dann nicht, wenn das Schops-Team das Flügelspiel intensivierte, um die Deckung des Gegners auseinanderzuziehen. „Das machen sie richtig gut“, räumte der verletzte TuS-Kapitän Dennis Neumann am Spielfeldrand ein.

So musste ein Standard für die Sulinger Führung herhalten: Nach einem Eckball von Christian Hegerfeld schraubte sich Rechtsverteidiger Richard Sikut hoch und köpfte den Ball zum 1:0 (33.) in die Maschen. Die Gastgeber versuchten, noch vor der Pause auf 2:0 zu stellen. Doch zum einen traf Mehmet Koc nur den Pfosten (den Nachschuss setzte Taiki Hirooka vorbei/34.), zum anderen entschärfte TSV-Torwart Jan-Hendrik Helms mit einer Glanzparade einen tollen Kopfball von Atsushi Waki (45.).

Auch nach dem Wechsel waren die Sulinger die tonangebende Mannschaft, hatten auch zahlreiche gute Aktionen nach vorn, spielten die aber nicht konsequent genug zu Ende. Das sollte sich in der 67. Minute rächen: Nach einem Konter der Gäste ging Bennet Behrendt über rechts auf und davon – und sein Schuss wurde von Sören Sandmann unglücklich zum 1:1 abgefälscht. „So bitter ist Fußball manchmal“, sagte Schops, „da schaltet man einmal nicht schnell genug um und kriegt dann so ein abgefälschtes Ding.“ Es war die erste Chance des TSV Krähenwinkel/Kaltenweide überhaupt in diesem Spiel gewesen.

Der Sulinger Trainer stellte in der Schlussphase auf Dreierkette um und brachte für Linksverteidiger Christian Hegerfeld in Pascal Löhmann eine weitere Offensivkraft (79.). Doch weiterhin waren die Sulinger in letzter Konsequenz nicht zwingend genug vor dem gegnerischen Tor.

In der 90. Minute wechselte der Belgier in Andreas Tschongarow noch einen Angreifer ein – und der Neuzugang sollte zwei Minuten später unfreiwillig im Mittelpunkt stehen: Nach einem Foul in Höhe der Mittellinie sah Tschongarow ein Tag nach seinem 26. Geburtstag glatt Rot. Eine Entscheidung, die der Fußballer „als viel zu hart“ empfand, „Gelb hätte völlig gereicht.“ Fand auch sein Trainer, der Schiedsrichter Alexander Sieker (Rinteln) vorwarf, mit zweierlei Maß gemessen zu haben. Schließlich hatte ein Gästespieler nach einem fast identischen Foul an Koc nur Gelb gesehen. „Ich halte mich mit Meinungen über Schiedsrichter eigentlich zurück. Doch der war heute grottenschlecht. Er hat keine konsequente Linie gefahren.“

Sieker sah das anders: Beim Foul an Koc sei der Fuß des Foulenden am Boden gewesen. Bei Tschongarows Foul dagegen in Kniehöhe. Und das sei schließlich noch einmal straferhöhend zu bewerten. Somit Gelb für den einen, Rot für den anderen.

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