Für die Niedersachsenmeisterschaft qualifiziert

Sulingens „Maschinen“ um Devin Schmidt holen eFootball-Kreispokal

Devin Schmidt von der JSG Sulingen an der Konsole.
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Im dunklen Zimmer zum Kreispokal-Sieg an der Konsole: Devin Schmidt von der JSG Sulingen.

Der eFootball-Kreispokal des Kreises Diepholz wurde in diesem Jahr online ausgetragen. Vier Jungs von der JSG Sulingen setzten sich durch – und qualifizierten sich damit für die Niedersachsenmeisterschaft im Januar.

Kreis Diepholz – Christian Bei der Kellen hatte da so eine Idee. Ein vereinsinternes „Fifa-20“-Turnier, im ersten Corona-Lockdown Ende vergangenes Frühjahr. Die Idee setzte damalige Trainer der U19 des TuS Sulingen (heute Coach des zweiten Herren-Mannschaft) um, und auf dem virtuellen Rasen überzeugten vor allem vier Jungs: Devin Schmidt, Nick Behrens, Marlon Michael und Luca Feßner. Was sie damals noch nicht wussten: In dieser Besetzung würden sie im Spiel „Fifa 21“ auf der Playstation 4 auch um den eFootball-Kreispokal im Kreis Diepholz spielen – und im Januar sogar bei der Niedersachsenmeisterschaft antreten.

Denn die Fußballer von der „neuen“ JSG Sulingen gewannen das Online-Turnier am Donnerstagabend. „Wir haben noch nie zusammengespielt“, berichtet Schmidt, „darum war das schon etwas überraschend.“ Zugegeben: So richtig „zusammen“ spielen mussten sie nicht, der Pokal wurde in den einzelnen Runden über jeweils zwei Eins-gegen-Eins-Duelle ausgespielt, bei je einem Sieg entschied das Torverhältnis. Doch Schmidt und seine „Zocker“-Kollegen sehen sich als Team, sie sprachen sich während ihrer Matches untereinander ab, motivierten sich – und das zahlte sich aus.

Bereits in Runde eins mussten die früheren TuS-ler Schmidt (JSG U19), Behrens, Michael (beide JSG U17) und Feßner (TuS II) die „vom Niveau her besten“ (Schmidt) Gegner aus dem Weg räumen, 5:3 hieß es am Ende gegen den SV „Friesen“ Lembruch. „Ich hatte Startprobleme“, erklärt Schmidt, der das vereinsinterne Turnier im Frühjahr gewonnen hatte: „Nach dem 0:1 habe ich aber noch 4:1 gewonnen.“ Der 18-Jährige spielte in jeder Runde, Feßner (19) und Michael (16) wechselten sich im Turnierverlauf ab, Behrens (16) sorgte für den wichtigen Support während der Spiele.

Mit Siegen gegen zwei Teams vom TVE Nordwohlde (10:3 und 9:5) spielten sich die Sulinger ins Halbfinale, dort wartete mit dem SV Bruchhausen-Vilsen der letztjährige Zweite der Niedersachsenmeisterschaft. Doch Schmidt servierte Arsen Orzjan mit 5:0 ab, insgesamt siegte die JSG 9:6. „Das waren Maschinen“, zog der Brokser anerkennend seinen Hut.

Finalsieg nach Rückstand zur Pause

Mit dem Einzug ins Endspiel hatten die JSG-Jungs auch die Qualifikation zum Landeswettbewerb in der Tasche, doch auch der Sieg war nun zum Greifen nah. „Wir wollten nicht ans Finale denken“, erklärt Schmidt über die Einstellung der Mannschaft während des Turnierverlaufs: „Wir haben nur von Spiel zu Spiel gedacht.“

Diese Strategie ging auf – auch wenn es in der ersten Halbzeit „gar nicht gut“ aussah, erzählt Schmidt. Gegen seinen Gegner von der TSG Seckenhausen-Fahrenhorst lag er zur Pause 1:3 zurück, im Parallelspiel stand es bei Michael 1:1. Doch „dann habe ich aufgedreht und 7:4 gewonnen“, so der U19-Spieler, und auch sein Partner setzte sich noch mit 5:1 durch.

„Ich kannte vorher nur Luca“, sagt Schmidt mit einem Lächeln über sein Team, durch das Wissen um die eigene Stärke hatte er zwar „damit gerechnet, dass wir gute Chancen haben, aber das lief besser als gedacht.“

Wie es bei der ebenfalls online ausgetragenen Niedersachsenmeisterschaft laufen wird, weiß er aber nicht. „Wir wissen nur, dass es im Januar stattfindet – mehr nicht“, meint er. Unwissenheit scheint die Leistungen allerdings nicht sonderlich zu schmälern, schließlich hatte Schmidt auch keine Ahnung, dass er sich mit dem Turnier von Bei der Kellen für den Kreispokal „qualifiziert“ hatte. „Ich glaube, das war damals eher just for fun“, erinnert sich Schmidt, „ich weiß nicht, ob er damit schon darauf hinauswollte.“

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