FC Sulingens Coach Dirk Meyer bastelt an neuem System und freut sich „tierisch auf die Saison“

Trainer am Taktik-Tüftel-Tisch

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Trainer Dirk Meyer (hinten rechts) und Co-Trainer Stefan Rosenthal (hinten links) präsentierten die Neuzugänge des FC Sulingen. Es sind dies (hinten von links): Christian Stechmann, Torben Wiegmann, Patrik Siebert und Patrick Langhorst sowie vorn von links: Hassan Ibrahim, Dogan Dal und Hussein Ibrahim.

Sulingen - Von Arne Flügge. 4-2-3-1?, 4-4-2? oder gar 4-3-3? Dirk Meyer spielt gern mit den Überlegungen, welches System wohl am Besten zu seiner Mannschaft passt. Wie werden wir besser? Wie werden wir weniger berechenbar? Wie können wir den Gegner irritieren? So hat sich der Trainer von Fußball-Bezirksligist FC Sulingen auch in diesem Jahr wieder an seinen Taktik-Tüftel-Tisch gesetzt. Herausgekommen dabei: „Der Gedanke ist da, offensiver zu spielen.“ Der FC Sulingen möchte in der neuen Saison Spektakel liefern. „Und ich hoffe, dass dann auch mehr Zuschauer zu den Heimspielen kommen“, sagt Meyer.

Denn die Auftritte vor eigenem Publikum waren in der vergangenen Saison – mit Verlaub gesagt – über weite Strecken ziemlich mies. Und nicht von ungefähr hatte sich Co-Trainer Stefan Rosenthal scherzhaft „richtig gefreut“, als der Spielplan rauskam: Auswärtsspiel zum Auftakt!

Doch mit der Heimschwäche der abgelaufenen Spielzeit soll es nun vorbei sein. Schließlich haben die Sulinger wieder ein großes Ziel: oben mitspielen und am liebsten Platz drei aus der Vorsaison bestätigen. „Dort wollen wir uns wieder einpendeln und den einen oder anderen Favoriten hinter uns lassen“, sagt Coach Meyer. Vom Aufstieg will der 36-Jährige nicht sprechen, obwohl der Kader qualitativ stark genug ist, um am Ende ganz oben zu landen. „Das direkte Ziel Aufstieg stellt sich uns nicht“, meint der Übungsleiter, „es wäre für einen Verein wie den FC Sulingen ohnehin eine Mammutaufgabe, so etwas zu stemmen.“ Darüber hinaus, so der FC-Trainer, sei die Liga für ihn momentan noch „gar nicht greifbar“. Aber vielleicht freut er sich gerade deswegen so „tierisch auf die neue Saison. Ich bin total gespannt, was dieses Jahr passiert.“

Wichtig sei für ihn, „das wir die Jungs sportlich weiterentwickeln, dass wir flexibel auf den Gegner reagieren und ihn auch verwirren können“, sagt Meyer. Sein Team soll sich als Einheit präsentieren, Spieler, die nicht gleich den Sprung in die Startelf schaffen, müssen sich gedulden, damit keine Unruhe in die Truppe kommt. „Die Nationalmannschaft hat es uns vorgemacht: Jeder muss für den anderen da sein; ob er nun spielt oder nicht. Nur so ist man auch erfolgreich“, weiß der FC-Coach.

Dabei gibt es einige neue Gesichter im Sulinger Team. Gleich sieben Neuzugänge muss Meyer integrieren, drei Spieler haben den Club verlassen. Turan Coskun und Rateb Safi waren schon seit der Winterpause nicht mehr im Kader. Der Wechsel von Mittelfeldspieler Simon Beuke zurück nach Mörsen schmerzt aber. „Das tut uns richtig weh. Ich habe so lange gekämpft, dass Simon zu uns kommt, und dann verlässt er uns nach einem Jahr wieder“, bedauert Meyer, „das ist ein herber Verlust.“

Den die Neuen nun ausgleichen sollen. Hassan Ibrahim beispielsweise, der im Winter vom Landesligisten TuS Sulingen gekommen war und erstmal Zweite gespielt hatte. Bislang hinterließ er einen starken Eindruck. „Ich bin richtig gespannt auf ihn. Er ist ein klassischer Sechser, und er kann ein absoluter Gewinn für uns werden“, hofft Meyer. Ferner holten die Sulinger den 1,93-Meter-Innenverteidiger Patrik Siebert vom TSV Wetschen, der sich „richtig reinhaut und die Konkurrenz belebt“ (Meyer), Allrounder Christian Stechmann rückt aus der Zweiten hoch. Zudem hat der FC Sulingen gleich vier neue Offensivkräfte in seinen Kader geholt. Patrick Langhorst (Meyer: „Ein echter Knipser“) schoss zuletzt 32 Tore für Kreisligist SV Lessen, der 1,96-Meter-Hüne Torben Wiegmann (ebenfalls aus Lessen gekommen) ist offensiv auf beiden Seiten einsetzbar. Zudem schloss sich Stürmer Hussein Ibrahim vom Liga-Konkurrenten BSV Rehden II den Sulingern an, Mittelstürmer Dogan Dal, der in der abgelaufenen Saison einmal mit sechs Toren in einem Spiel für den FC Sulingen II für Furore gesorgt hatte, ist der nächste Offensivmann.

Das riecht ja förmlich nach einem neuen, offensiven System – dem 4-3-3. Trainer Meyer schmunzelt. Und bestätigt dann auch: Das ist der Gedanke, den er an seinem Taktik-Tüftel-Tisch hatte. „Wir versuchen schon, dass die Taktik am Personal ausgerichtet ist“, sagt der 36-Jährige: „In der Defensive stehen wir sehr gut. Und wenn ich jetzt die Möglichkeit habe, drei richtig gute Offensive zu bringen, warum soll ich dann zwei auf der Bank lassen?“ Das klingt logisch. Somit ist das 4-2-3-1 Geschichte, auch „weil wir keinen klassischen Zehner haben, da uns Alper Yildirim und Lüder Eickhorst oft nicht zur Verfügung stehen“. Somit wird beim FC Sulingen für die neue Saison Angriff befohlen. Das klappt aber nur, wenn „unser Mittelfeld weiter so laufstark auftritt und jeder für den anderen da ist“, fordert der FC-Trainer.

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