TuS Sulingen verpasst den Sieg gegen Hameln, zeigt sich aber stark verbessert

2:2 – Torwart Schröder nach Patzer untröstlich

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Wieder einmal Sieger im Kopfballduell: Sulingens Verteidiger Tim Rieckhof bot gestern eine starke Leistung.

Sulingen - Von Arne Flügge. Wie ein Häuflein Elend kauerte David Schröder noch Minuten nach dem Abpfiff auf dem Rasen. Und vor seinem geistigen Auge lief immer wieder die Szene aus der 73. Minute ab, als der Torwart von Fußball-Landesligist TuS Sulingen einen eher harmlosen 20-Meter-Weitschuss passieren ließ. Es war der Ausgleich zum 2:2 (1:1), der erhoffte und auch greifbar nahe Heimsieg der kriselnden Sulinger gegen den Tabellenvierten SG Hameln 74 war damit futsch.

Auch tröstende Worte von Trainer Walter Brinkmann halfen dem 26-Jährigen nicht. „Klar waren bei dem Schuss viele Beine dazwischen“, seufzte Schröder, „aber das war ein Kullerball, den muss ich haben. Dieses Tor geht ganz klar auf meine Kappe.“

Co-Trainer Thorolf Meyer, der gestern für die Mannschaft verantwortlich zeichnete, war schon bewusst, dass der Schuss des Hamelner Egcon Musliji nicht unhaltbar gewesen war, doch „Toto“ wollte nicht auch noch den Finger in die Wunde legen: „Ich will David keinen Vorwurf machen. Er hat nach langer Zeit wieder einmal einen Einsatz bekommen.“

Schon beim 1:1-Ausgleich der Gäste (6.) nach der frühen Sulinger Führung durch Manuel Meyer (Foulelfmeter/zweite Minute) hatte Schröder keine gute Figur gemacht, als Josef Selensky einen direkten Freistoß um die Mauer herum ins Netz schoss. Zumindest war die Frage erlaubt, ob die Mauer richtig postiert war. „Der Schütze hat den Ball angeblich noch kurz nach rechts gelegt, nachdem die Mauer stand“, sagte Coach Meyer.

Wie auch immer. Das frühe 1:0, das den Sulingern in die Karten gespielt hatte, war schon vier Minuten später wieder verspielt. Doch der TuS Sulingen ließ keineswegs die Köpfe hängen. Die Mannschaft zeigte über die gesamten 90 Minuten die nun eingeforderte Leidenschaft, den Kampf und auch den Willen, etwas Zählbares zu erzwingen. „Es war wieder Leben auf dem Platz“, freute sich Meyer, „die Jungs haben heute gegen eine starke Mannschaft alles gegeben.“

Von Beginn an war viel Tempo im Spiel. „Wir haben phasenweise richtig guten Speed gehabt“, urteilte „Toto“. Was allerdings auch für den Gegner aus Hameln galt. Und wer weiß, wie die Partie ausgegangen wäre, hätte Salam Garaf nur zwei Minuten nach dem 1:0 seine glasklare Chance genutzt. „Den muss er reinmachen“, sagte Meyer.

So aber blieb es immer ein Spiel auf des Messers Schneide, in dem Hameln in der 59. Minute eine Riesenmöglichkeit hatte, die Sulingens Rayann Leymann gegen Flamur Dragusha in letzter Sekunde und mit letztem Einsatz verhinderte. Vier Minuten später gelang den Sulingern dann auf der anderen Seite die 2:1-Führung. Nach einer Flanke von Salam Garaf zog Kapitän Dennis Neumann volley ab, Keeper Frederik Quindt ließ die Kugel nur abklatschen, und Mehmet Koc staubte frech ab (63.).

Das Tor gab Sulingen Sicherheit, Hameln wurde nun etwas hektisch. Der Akku auf beiden Seiten stand allerdings bereits auf Reserve. Dann besagte 73. Minute, die zum überraschenden 2:2 führte. Doch wieder blieben die Sulinger Köpfe oben. Und sieben Minuten vor dem Ende wäre der Einsatz fast noch belohnt worden, doch Keeper Quindt fischte einen Freistoß von Erdal Ölge aus dem Winkel.

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