Tero sei Dank: Brinkmann-Elf gewinnt erstmals ausgetragenen Wintercup

TuS Sulingen stoppt starke Bassumer

Ob als Linksverteidiger oder in offensiverer Rolle – Tim Rieckhof (re.) vom TuS Sulingen machte gegen den TSV Bassum mächtig Alarm, war auffälligster Spieler. Foto: SCHLICKMANN

Sulingen - Von Felix Schlickmann. Walter Brinkmann hatte es angekündigt. „Wir werden gewinnen“, prophezeite der Coach des TuS Sulingen vor dem Finale des „Easyfitness-Wintercups“ – und grinste breit: „Ich weiß es, weil wir am Ende immer gewinnen. Wie beim Württemberg-Cup zum Beispiel . . .“ Und der 57-Jährige sollte Recht behalten. Denn nicht einmal der bereits während des gesamten Wettbewerbs auftrumpfende TSV Bassum konnte Brinkmanns Fußballer aufhalten, der Landesligist schlug den Bezirksligisten gestern Nachmittag 2:1 (2:1).

Und das, obwohl die Sulinger „nicht unseren besten Tag“ erwischt hatten, wie der Trainer befand. Aber statt die Leistung seiner eigenen Spieler schlechtzureden, lobte Brinkmann lieber den Gegner: „Großes Kompliment an Bassum. Sie haben mit Leidenschaft und Mut gespielt, starke Zweikämpfe geführt.“ Allein zum Sieg des erstmals ausgetragenen Wintercups sollte es nicht ganz reichen.

Denn der TuS zeigte sich gerade in der ersten Halbzeit extrem abgezockt, ließ zweimal seine Klasse aufblitzen. Gegen die zu weit aufgerückten Bassumer kam Jegerchwin Tero zum Abschluss, scheiterte zunächst noch am starken TSV-Keeper Dominik Overmeyer, doch Maurice Krüger schob den Abpraller ins Tor (11.). Nach einer halben Stunde dribbelte der auffällige Tim Rieckhof die Defensive des Herausforderers an und steckte im perfekten Moment für Marcel Wind durch, der von der Grundlinie Tero bediente – der Stürmer hatte keine Probleme, auf 2:0 zu stellen. Die Bassumer waren jedoch keinesfalls die schlechtere Mannschaft, ließen nur ihrerseits die beste Chance durch Ole Scharf liegen (32.). Wilke Kluge stellte mit einem strammen Schuss in die lange Ecke sieben Minuten später aber immerhin auf 1:2.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel offen, was vor allem an der nun schwachen Chancenverwertung des Favoriten lag. Julian Fehse traf nur die Latte (57.), Rieckhof fand in Overmeyer seinen Meister (60.), und mit Teros viel zu lässigem Abschluss aus perfekter Position hatte Bassums Torhüter keine Probleme (75.). So warf der TSV in der Schlussphase noch einmal alles nach vorne, die Sulestädter verteidigten ihren Vorsprung jedoch clever – und holten sich so den ersten Titel beim Wintercup.

Bassum-Coach Torsten Klein war dennoch zufrieden mit dem Auftreten seiner Mannschaft im Finale – und während des gesamten Wettbewerbs. „Über das ganze Spiel war eigentlich kein Klassenunterschied zu sehen“, stellte der 48-Jährige zu Recht fest: „Wir haben uns hier sehr gut verkauft.“

So auch im Halbfinale gegen den Ligakonkurrenten FC Sulingen am Samstag. Gleich mit 3:0 (2:0) gewannen die Lindenstädter gegen die Nordsulinger, damit war Klein „sehr zufrieden“. Gerade die im ganzen Turnier starke Angriffsreihe setzte dem FC ordentlich zu. Ole Scharf verwandelte in der 16. Minute einen Elfmeter, Sulingens Torwart Tobias Plümer hatte zuvor Florian Fröhlich zu Boden gebracht. Der Gefoulte stellte dann per Alleingang selbst auf 2:0 (42.). Und auch der dritte TSV-Angreifer Manka Madun trug sich noch in die Torschützenliste ein (73.). „Uns haben die Grundtugenden wie zum Beispiel das richtige Zweikampfverhalten gefehlt“, ärgerte sich FC-Trainer Stefan Rosenthal.

Seine Spieler hatten dann gestern aber zumindest noch die Chance, ihre schwache Leistung im Spiel um Platz drei gegen den SV Bruchhausen-Vilsen wiedergutzumachen. Und das schaffte die Rosenthal-Elf dann auch, gewann durch Tore von Niklas Hoffmann (5./76.) und Lars Mesloh (88.) mit 3:2 (1:0). Für die Brokser hatten Nick Brockmann (56.) und Justus Wicke (67.) das Spiel in der zweiten Halbzeit gedreht.

„Ein Sieg zum Abschluss wäre doch noch mal schön gewesen“, meinte der etwas verärgerte SVBV-Trainer Patrick Tolle nach der Partie – war aber „im Großen und Ganzen“ mit dem Turnier seines Teams zufrieden: „Bis auf das erste Spiel (1:7 gegen Bassum, d. Red.) haben wir uns hier teuer verkauft.“

So auch im zweiten Halbfinale am Samstag, das allerdings mit 0:3 (0:2) gegen den TuS Sulingen verloren ging. Brinkmann sprach dem Gegner dennoch ein Kompliment aus: „Vilsen hat sich nicht versteckt, sie haben es sehr gut gemacht.“ Seine Elf war für das zwei Klassen tiefer spielende Team aber eine Nummer zu groß, Tero sorgte mit einem Dreierpack (3./15./51.) für klare Verhältnisse – und durfte gestern dank seiner starken Leistungen am Abschlusswochenende den Pokal entgegennehmen.

„Wir haben sehr vernünftige Fußballspiele gesehen“, fasste der zufriedene TuS-Spartenleiter Ralf Knake bei der Siegerehrung zusammen: „Es war ein Top-Turnier.“

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