2:1 – TuS Sulingen siegt durch Elfmetertor in der 90. Minute / Winkler klasse

Meyer eiskalt vom Punkt

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Mittelfeldspieler Pascal Löhmann (re.) brachte den TuS Sulingen gestern Abend gegen den TSV Wetschen mit 1:0 in Führung.

Sulingen - Von Arne Flügge. Spannung, Dramatik bis zum Schluss, Chancen im Überfluss, Emotionen pur – die rund 400 Zuschauer am Kunstrasenplatz in Sulingen sahen gestern Abend ein packendes Derby in der Fußball-Landesliga zwischen dem TuS Sulingen und dem TSV Wetschen, das die Hausherren am Ende durch ein Elfmetertor von Manuel Meyer in der 90. Minute mit 2:1 (1:1) gewannen.

Die entscheidende Szene spielte sich kurz vor dem Ende ab, als Wetschens Andre Krause Gegenspieler Sebastian Elvers im Strafraum zu Fall brachte. „Ein sehr zweifelhafter Elfmeter“, ärgerte sich Wetschens Trainer Friedel Holle. Maarten Schops, Coach des TuS Sulingen sagte zwar, dass „man ihn geben kann“. Er meinte aber auch: „Wir haben es gerne angenommen. Denn wir hätten uns geärgert, wenn wir angesichts der vielen Chancen nicht gewonnen hätten.“

Denn die Partie hätte bereits nach knapp 20 Minuten entschieden sein können. Nein, eigentlich müssen. Allein TuS-Stürmer Mehmet Koc tauchte in der Anfangsphase jeweils nach langen Bällen drei Mal frei vor Wetschens Keeper Kai Winkler auf. Doch entweder schoss „Memo“ links vorbei (2.), rechts vorbei (3.) oder fand in Winkler seinen Meister (12.). In der 17. Minute hatte dann Sulingens wieselflinker Außenstürmer Salam Garaf Pech, dass sein Schlenzer an das Gebälk klatschte, vor dort an Winklers Schulter prallte und wieder ins Feld rollte. 60 Sekunden später parierte Winkler einen Schuss von Garaf.

„Wir hätten aus unseren Chancen einfach mehr machen müssen“, haderte Schops, während Holle meinte: „Man muss auch mal das nötige Glück haben. Davon wurden wir ja nicht gerade verwöhnt.“ In der 22. Minute fiel dann doch die längst überfällige Sulinger Führung: Nach schöner Vorarbeit von Koc über rechts stand Pascal Löhmann in der Mitte frei und drückte den Ball zum 1:0 über die Linie.

Wer nun gedacht hatte, Wetschen würde einbrechen, der sah sich getäuscht. Die Gäste wurden mutiger und auch bissiger. Und weil Sulingen in der 26. Minute nicht schnell genug nach hinten umschaltete, gelang Oliver Ihnken nach Flanke von Marwin Meyer der etwas überraschende Ausgleich. Nils Unger hatte den Ball fein durchgelassen (26.).

In einem nun sehr emotionalen, hitzigen und auch sehr kampfbetonten Derby gehörte die Schlussphase der ersten Halbzeit aber wieder den Sulingern, die es aber verpassten, die erneute Führung zu erzielen. Zwei Mal Pierre Neuse (36./42.) und Garaf scheiterten am bärenstarken Winkler im TSV-Tor.

Nach dem Wechsel hatte Wetschens Keeper zunächst Glück, dass Garaf nur die Latte (46.) und Löhmann nur den Pfosten traf (52.). Es spielte nur noch eine Mannschaft: der TuS Sulingen. Ein Angriff nach dem anderen rollte auf das TSV-Tor. Die Partie Winkler gegen den Rest hatte begonnen: Löhmann aus fünf Metern (55.), Garaf aus elf Metern (60.), wieder Löhmann aus vier Metern (71.) und Taiki Hirooka per Kopf aus sechs Metern (81.) – immer wieder war der überragende Kai Winkler mit Fuß oder Hand noch am Ball. „Er war einfach klasse“, lobte Coach Holle seinen Torwart. Auch Schops räumte ein, dass Winkler „einige Dinger sehr gut gehalten hat“. Er sagte aber auch: „Wir hätten viel kaltschnäuziger vor dem Tor sein müssen.“

Wie es geht, zeigte dann Manuel Meyer bei seinem Elfmeter in der 90. Minute, den der Routinier eiskalt verwandelte und damit dem TuS Sulingen den nunmehr achten Sieg in Folge bescherte. Aber auch Wetschen konnte nach diesem packenden Spiel erhobenen Hauptes nach Hause fahren.

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