TuS Sulingen schlägt Garbsen nach 0:2-Rückstand / Erdal Ölge neu verpflichtet

Brutal intensive Aufholjagd mit einem Happy End – 3:2

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Da entlädt sich die ganze Anspannung: Sulingens Stürmer Mehmet Koc hat gerade zum 2:2 getroffen, schreit seine ganze Freude und Erleichterung heraus.

Sulingen - Von Arne Flügge. Als die letzten Minuten auf der Uhr runterliefen, wurde es noch einmal hektisch. Der Gegner warf alles nach vorn, der Hausherr noch einmal alles in die Waagschale. Am Ende reichte es für die Landesliga-Fußballer des TuS Sulingen gestern zu einem 3:2 (0:2)-Heimsieg gegen den TuS Garbsen – nach einem 0:2-Rückstand und einer brutal intensiven Aufholjagd.

Bei Walter Brinkmann war die Anspannung noch nach dem Schlusspfiff deutlich zu spüren. Sein Team habe nach der Pause alles reingeworfen, „das ist wichtig für die Mannschaft und ihr Selbstvertrauen, und es ist schön zu sehen, dass wir so ein Ding umbiegen können“, sagte der Trainer des TuS Sulingen.

Diese Erkenntnis hätte sich Brinkmann freilich gerne erspart, doch seine Mannschaft tat ihm den Gefallen nicht, weil sie in der ersten Halbzeit im Spiel nach vorn einfach zu passiv, in der Defensive sehr wackelig war. „Wir waren zu nachlässig“, räumte Brinkmann ein. Dabei hatten die Sulinger mit starkem Pressing gut begonnen, setzten den Gegner unter Druck, doch mehr als eine Chance von Bogdan Golgot, der Garbsens Keeper Darwin Voigt zu einer Glanzparade zwang (15.), sprang nicht heraus.

Auf der anderen Seite bekamen die Gäste die Chancen – und auch die Tore – auf dem Silbertablett serviert. So in der 32. Minute, als Rechtsverteidiger Richard Sikut nach einer Flanke einrückte, dabei aber Halil Aydemir hinter seinem Rücken vergaß, der zum 1:0 einköpfte. Oder zehn Minuten später, als sich Innenverteidiger Manuel Meyer in der Vorwärtsbewegung einen kapitalen Abspielfehler leistete, den Garbsens Stürmer Niels Albrecht zum 2:0 dankend annahm (42.).

Sulingen war angeschlagen, und Brinkmann wechselte offensiv. Er nahm Rayann Leymann raus und brachte Erdal Ölge. Ölge? Richtig. Der 26-Jährige Stürmer, der sechs Jahre für den BSV Rehden in der Oberliga spielte und in den vergangenen zwei Spielzeiten für BV Cloppenburg in der Regionalliga stürmte, wechselte noch kurzfristig zum TuS Sulingen, um die Offensive zu verstärken.

Mit Ölge kam dann auch viel Schwung, Sulingen war nach der Pause nicht wiederzuerkennen: Druckvoll, zielstrebig, mutig und jetzt auch torgefährlich. Zudem hatten die Gastgeber nun auch das nötige Glück: Ein Schuss von Pierre Neuse wurde unhaltbar abgefälscht – 1:2 (52.). Nur fünf Minuten später fiel sogar das 2:2. Neuse setzte sich über rechts durch, passte in die Mitte, und Mehmet Koc versenkte den Ball cool zum 2:2. Und weiter ging’s. Nachdem ein Tor von Tim Rieckhof wegen angeblicher Abseitsstellung nicht gegeben worden war (59.), setzte sich Koc im Strafraum durch, wurde aber von Keeper Voigt von den Beinen geholt. Klare Sache: Elfmeter. Manuel Meyer übernahm die Verantwortung und verwandelte sicher zum 3:2 (77.), ehe die Sulinger den Vorsprung in einer turbulenten Schlussphase über die Zeit retteten.

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