3:4-Niederlage im Elfmeterschießen

TuS Sulingen scheidet gegen Arminia Hannover im NFV-Pokal aus

Sulingens Chris Brüggemann erwies sich gestern als einer der wenigen ganz sicheren Elfmeterschützen.
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Sulingens Chris Brüggemann erwies sich gestern als einer der wenigen ganz sicheren Elfmeterschützen.

Hannover  - Sie waren ganz dicht dran, ihr erstes Ziel zu verwirklichen – doch am Ende scheiterten die Oberliga-Fußballer des TuS Sulingen gestern an ihren eigenen Nerven: In der ersten Runde des NFV-Pokals unterlag die Mannschaft von Trainer Maarten Schops bei Liga-Konkurrent Arminia Hannover mit 3:4 (1:1/1:1) nach Elfmeterschießen, wobei gleich drei TuS-Spieler den Ball nicht im Tor unterbringen konnten.

Dabei hätte der Shootout nicht besser beginnen können, denn Sulingens Torwart Tim Becker hielt die beiden ersten Elfmeter des Gegners, Richard Sikut verwandelte. Es war also angerichtet, doch nur noch Chris Brüggemann traf. Pierre Neuse, Taiki Hirooka und auch Mehmet Koc leisteten sich Fehlschüsse, Hannover keinen mehr – 3:4.

Zu wenig Gefahr aus dem Spiel heraus

„Wir sind natürlich enttäuscht. Wir hatten hier eine große Möglichkeit, eine Runde weiter zu kommen. Das war unser erklärtes Ziel, und das haben wir nicht erreicht“, seufzte Sulingens Trainer Maarten Schops: „Und wenn man dann im Elfmeterschießen ausscheidet, ist das natürlich besonders bitter.“

Immerhin konnte der Belgier wichtige Erkenntnisse im Hinblick auf die weitere Vorbereitung sammeln. „Wir haben gesehen, dass wir uns auf jeden Fall steigern müssen. Wir müssen es schaffen, über 90 Minuten konzentriert und auch diszipliniert zu verteidigen.“ Zudem war der TuS Sulingen in der Offensive einfach noch nicht zwingend genug. „Wir müssen es noch lernen, schneller und genauer zu spielen, um auch aus dem Spiel heraus für echte Gefahr zu sorgen. Das war mir noch zu wenig“, ergänzte der 41-Jährige. Immerhin habe seine Mannschaft gezeigt, dass sie einem „wirklich starken Oberligisten“ 90 Minuten lang Paroli geboten hat. Und daher war Schops zwar enttäuscht, aber nicht sauer: „Die Moral ist top, wir sind auf einem guten Weg. Jetzt geht es darum, weiter hart zu arbeiten und uns Stück für Stück zu verbessern.“

Auf beiden Seiten nur wenige Möglichkeiten

Vor allem in der ersten Halbzeit hätte sich der TuS-Coach von seiner Mannschaft ein besseres Spiel gewünscht. „Da haben wir wirklich keine gute Leistung gezeigt. Wir waren nicht wach und präsent genug in den Zweikämpfen.“ So mussten die Sulinger dem Gegner viel hinterherlaufen und kamen daher auch zu wenig gelungenen Aktionen.

Allerdings hatte auch Arminia nur selten etwas Zwingendes anzubieten. Bis zur 32. Minute, als Schiedsrichter Moritz Geweke (SV RW Wohldenberg) nach einem Zweikampf im Sulinger Strafraum auf Elfmeter entschied. Maurice Maletzki verwandelte sicher zum 1:0. „Ich konnte es aus der Entfernung schwer erkennen, ob der Pfiff berechtigt war“, meinte Schops, „aber es gab kaum Proteste von uns. Dann war das wohl in Ordnung.“ Sieben Minuten später ein Pfiff auf der anderen Seite. Diesmal war Mehmet Koc gefoult worden, und Chris Brüggemann traf eiskalt vom Punkt zum 1:1 (39.). „Wir wussten, dass Chris starke Elfmeter schießen kann“, erklärte Schops.

Nach dem Wechsel steigerten sich die Sulinger. „Das war wesentlich besser und disziplinierter von uns“, sagte der Coach: „Wir sind besser in die Zweikämpfe gekommen und hatten mehr Zugriff auf das Spiel.“ Allerdings sind die ganz großen Möglichkeiten auf beiden Seiten ausgeblieben. Im Elfmeterschießen nahm dann das Drama seinen Lauf. 

flü

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