„Alles“, sagt Trainer Walter Brinkmann vor dem Halbfinale gegen Pattensen

Was dem TuS Sulingen der mögliche Gewinn des Bezirkspokals bedeutet

Manuel Meyer (am Ball) im Viertelfinale gegen Stelingen. Auf Sulingens Innenverteidiger wird es morgen ankommen. ·
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Manuel Meyer (am Ball) im Viertelfinale gegen Stelingen. Auf Sulingens Innenverteidiger wird es morgen ankommen. ·

Sulingen - Von Arne HelmsEin Meistertrainer erweist sich als Meister in der Kunst des Weglassens. So geschehen am Wochenende im Stadtderby der Fußball-Bezirksliga zwischen dem FC und dem TuS Sulingen (0:1). Walter Brinkmann, Coach des TuS und ein Taktiker vor dem Herrn, hatte erfahren, dass der TSV Pattensen seine Späher schicken würde. Der Landesligist, morgen Gegner im Bezirkspokal-Halbfinale (16 Uhr in Sulingen), wollte sich auf den letzten Stand bringen. Den Gefallen, seine Karten offenzulegen, tat Brinkmann den Spionen aus dem Süden Hannovers aber nicht.

Es blieb ein Geheimnis für die Pattenser, wie Manuel Meyer seine Tore (bislang 15 in der Liga) erzielt, wie er sich in der Innenverteidigung stellt und wie er seine unnachahmlichen Diagonalbälle auf die Außenpositionen spielt. „Auf Manu ist unser Spiel zugeschnitten“, sagt Brinkmann, sich diebisch freuend, dass aus Pattensen nun niemand weiß, wo genau die Schnittkante verläuft. „In der Bezirksliga dauert es oft lange, bis sich der Gegner auf meine langen Bälle eingestellt hat“, erklärt Meyer, der seine Bänderdehnung im Sprunggelenk überwunden hat. „Wäre es gegen den FC noch um etwas gegangen, hätte ich gespielt“, betonte der 30-Jährige.

Gegen den TSV Pattensen, in der Liga akut vom Abstieg bedroht, ist alles anders. „Es war schon an Weihnachten zu erkennen, dass viel passieren muss, damit wir nicht Meister werden“, blickt Coach Brinkmann zurück. Die Anspannung sei entsprechend abgefallen. „Im Pokal können wir uns jetzt noch einmal richtig beweisen. Nach der feststehenden Meisterschaft bedeutet er alles für uns“, sagt Brinkmann. Angreifer Thorolf Meyer lässt sich sogar durch ein entzündetes Sprunggelenk nicht aufhalten. „Er unterzieht sich einer Spritzenkur“, berichtet sein Trainer, der allerdings auf Verteidiger Sascha Jäger und den linken Mittelfeldspieler Sebastian Elvers verzichten muss.

Thorolf Meyer aber hat auch noch eine andere Beziehung zu diesem Spiel. Im Jahr 2004 stemmte er den Pokal bereits für den ASC Nienburg in die Höhe. „Vielleicht ein gutes Omen“, so Brinkmann, dessen Mannschaft die Trophäe erstmals seit 2002 (BSV Rehden) wieder in den Landkreis Diep holz holen könnte, wenn sie nach Pattensen auch den Sieger des Duells Koldinger SV gegen den TSV Barsinghausen bezwingt, die nach dem Sulinger Spiel auf demselben Platz aufeinandertreffen. Das Finale steigt am Montag um 15 Uhr ebenfalls auf der Sportanlage des TuS. „Gleich das Double zu holen, das wäre was ganz Besonderes“, findet Manuel Meyer, der sein Team gegen Pattensen als „leichten Favoriten“ sieht.

Aber Vorsicht: Landesligist bleibt Landesligist, zudem gewann der TSV seine vergangenen drei Partien. „Es wird darauf ankommen, ob sie das letzte Risiko gehen oder angeschlagene Spieler für den Abstiegskampf schonen“, glaubt Walter Brinkmann, dessen Spitzel mehr Glück hatten als die des Gegners: „Pattensen hat eine starke Mittelachse. Simon Hinske als hängende Spitze, Jan Hentze im Mittelfeld als Kopf der Mannschaft, Torwart Dennis Ferranti und Timo Mertesacker in der Innenverteidigung.“ Letzterer, dazu braucht es keine Spitzel, ist der Bruder von Nationalspieler Per Mertesacker.

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