Sulingen kassiert am Handball-Tag in voller Halle ein 22:26 gegen Stedingen

„Ich hoffe, die Zuschauer nehmen uns das nicht übel“

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Keeper Tobias Tannert (Bild) war im Heimspiel gegen Stedingen laut Trainer Hartmut Engelke der einzige Sulinger, „der annähernd Normalform gebracht hat“.

Sulingen - Es war alles angerichtet. Draußen der „Hüttenzauber“ mit Glühweinständen, drinnen eine volle Edensporthalle mit rund 200 Zuschauern. Fehlten nur noch Siege des TuS Sulingen – doch daraus wurde (fast) nichts. Die zweite Damenmannschaft gewann zwar zum Auftakt des Handball-Tags, doch dann verlor erst die zweite Herren – und dann die Erste, deren Coach Hartmut Engelke nach dem 22:26 (13:13) gegen Landesliga-Kellerkind HSG Stedingen ernüchtert feststellte: „Das war keine Werbung für den Handball in Sulingen. Ich hoffe, die Zuschauer nehmen uns das nicht allzu übel.“

Vor der Partie hatte Engelke den Druck auf sein Team bewusst erhöht: „Wir dürfen nicht verlieren.“ Der 46-Jährige wollte nach zuletzt vier Spielen hintereinander ohne Sieg (drei Niederlagen, ein Remis) unbedingt zurück in die Erfolgsspur. Stattdessen gab es gegen den bisherigen Tabellenvorletzten einen weiteren schmerzhaften Rückschlag. „Anscheinend ist die Mannschaft mit dem Druck nicht so gut klargekommen“, meinte Engelke: „So kann man kein Spiel gewinnen. Diesmal hatte ich keinen dicken Hals, ich war einfach sprachlos.“

Anfangs allerdings noch nicht. Der TuS erwischte einen ordentlichen Start, führte nach einer Viertelstunde sogar mit 7:3, kurz darauf mit 8:4. „Aber dann haben wir das Handballspielen eingestellt“, monierte Engelke. Stedingen kam heran und glich beim 9:9 (18.) aus. Der Sulinger Coach reagierte, nahm Keeper Gerrit Uhlhorn raus und brachte Tobias Tannert. „Er hat nicht überragend gehalten, aber solide – und er war der einzige, der annähernd Normalform gebracht hat“, sagte Engelke, dessen Team immerhin ein Unentschieden in die Pause rettete.

Nach dem Seitenwechsel machte sich dann immer mehr bemerkbar, dass in Jan Scharf, Björn Meyer, Thomas Hammann und kurzfristig auch noch Patrick Kappermann gleich vier Leistungsträger nicht zur Verfügung standen. „Sozusagen eine komplette Rückraum-Reihe“, betonte Engelke, der sein Team nach ein paar Minuten und einer 15:14-Führung „nicht wiedererkannte“. Die Gastgeber spielten erschreckend schwach, „weder in der Deckung noch im Angriff haben wir Sicherheit gefunden“, kritisierte der C-Lizenz-Inhaber und nannte als Paradebeispiel die 49. Minute: „Da sind wir in Überzahl, fangen uns aber zwei Tore ein und vertändeln vorne zwei Mal. In den letzten zehn Angriffen hatten wir dann ungefähr acht technische Fehler drin.“

So war auch ein keineswegs übermächtiger Gegner wie Stedingen nicht zu schlagen. Und Engelke unkte hinterher: „In den nächsten Wochen wird es nicht leichter für uns. Die Serie von 1:9-Punkten ist wenig erbauend. Aber anscheinend gehören wir momentan zurecht dahin, wo wir stehen.“ Noch ist Sulingen mit 9:13-Punkten Achter, doch die Sorgen wachsen.

mr

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